25/08/2026
Podcast "2,1 Millionen"
Das Kalbe-Experiment - Wie Kunst gegen den demografischen Wandel helfen soll (und hilft!)
Was tun, wenn immer mehr Menschen wegziehen, Häuser leer stehen und Geschäfte schließen? In Kalbe (Milde) in der Altmark hat man auf diese Frage eine ungewöhnliche Antwort gefunden: Kunst. Seit mehr als zehn Jahren entwickelt Corinna Köbele mit der Künstlerstadt Kalbe ein Projekt, das weit über klassische Kulturförderung hinausgeht. Leerstehende Gebäude werden zu Ateliers und Begegnungsorten, internationale Künstler kommen in die Region, Einwohner engagieren sich gemeinsam für ihre Stadt. Aus einer Idee, die einst mit sechs Frauen, Putzeimern und viel Improvisation begann, ist ein deutschlandweit beachtetes Modell geworden. Im Podcast „2,1 Millionen“ erzählt Köbele, wie die Anfänge aussahen. Geld gab es zunächst kaum, dafür viel ehrenamtliches Engagement. Wohnungen wurden mit gespendeten Möbeln ausgestattet, Kühlschränke aus Gartenlauben organisiert und Eigentümer überzeugt, leerstehende Häuser vorübergehend zur Verfügung zu stellen. Der erste Sommercampus brachte Künstler aus aller Welt nach Kalbe und sorgte nicht nur für Neugier, sondern auch für manche Irritation.
www.kuenstlerstadt-kalbe.de
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