Die Grenadiere auch genannt das "Schwarz-Weiße" Corps stellen sich im Schützenzug in einer Uniformierung vor, die aus einem Frack, einem Zylinder und einer weißen Hose besteht und nur durch die Blauen Uniformröcke und die mit weißen Federbüschen geschückten Bonaparts der Offiziere farbiger wird. Die Uniformerung "Frack und Zylinder" geht im Ursprung auf Grenadierformationen in den Heeren des 18. J
ahrhunderts zurück, wo die Uniformen aus einem offenen Rock mit eingschlagenen Schößen bestand, die meistens rot gefüttert waren und sich so vom blau oder grau des übrigen Uniformrockes abhoben, und einem Tschako als Kopfbedeckung. IN den Anfangsjahren, nach dem Wiederaufleben des Schützenwesens in unserer Region, also nach 1823, gab es ein Uniformverbot und so trugen die als Grenadiere marschierenden Schützen ihren Sonntagsanzug der Biedermeierzeit. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wandelte sich der Frack zum Gehrock, der zumeist der Hochzeitsrock war, denn dem Grenadiercorps gehörten zu damaliger Zeit hauptsächlich verheiratete Männer an. Da die Mode stets einem zeitlichen Wandel unterliegt, wurde aus dem Gehrock der Cut und später , also in der heutigen Zeit, wieder der Frack. Die Offiziersuniformen sind in der Art und im Schnitt der Friedensuniform der preußischen Armee im 19. Jahrhundert nach empfunden, wie auch der Bonapart, der ursprünglich ein Zweispitz war. Die Holzgewehre , die getragen werden, sind nur ein Symbol, das an die frühere Wehrhaftigkeit der Schützenzünfte erinnert. Das Grenadiercorps setzt sich aus "Zügen" als kleinste Einzelgemeinschaft zusammen. Diese Zuggemeinschaften können unterschiedlich groß sein. Jeder Zug wird von einem Oberleutnant angeführt und am rechten Flügel des Zuges der Flügelleutnant (Neusser Mundart: Jösseleutnant). Der letzte Marschierer am linken Flügel ist der Feldwebel. Das Corps wird von einem Major hoch zu Ross angeführt und ihm zur Seite reitet ein Adjudant.