Martinsverein Kaarst 2007 e.V.

Martinsverein Kaarst 2007 e.V. Sankt Martin - das heimeligste Brauchtum der Stadt!

Wir wünschen euch allen frohe und gesegnete Ostern und allen Grundschulkindern weiterhin schöne Ferien!🐣🐰🥚Euer  Martin, ...
05/04/2026

Wir wünschen euch allen frohe und gesegnete Ostern und allen Grundschulkindern weiterhin schöne Ferien!🐣🐰🥚

Euer
Martin, Patrick, Reinhard und Sven

Auf Augenhöhe mit dem rheinischen Karneval, der ebenfalls immaterielles Kulturerbe auf Bundesebene ist.😍
30/03/2026

Auf Augenhöhe mit dem rheinischen Karneval, der ebenfalls immaterielles Kulturerbe auf Bundesebene ist.😍

Sankt Martin ist bundesdeutsches Kulturerbe

Am 27.03.2026 teilte die deutsche UNESCO-Kommission mit, dass die Rheinische Martinstradition in das bundesdeutsche Inventar des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Als Initiator der Bewerbung freut sich der Martinsbund sehr über diese Auszeichnung. Wie uns mitgeteilt wurde, findet die Übergabe der Ernennungsurkunde in der zweiten Jahreshälfte 2026 statt.

Bereits seit 2018 darf sich der Sankt Martin im Rheinland auf unsere Initiative hin Immaterielles Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen nennen. Auf dieser Basis konnten wir in Deutschland und ganz Europa ein Netzwerk zu vielen Akteuren der unterschiedlichsten Sankt Martins-Traditionen aufbauen. Mit der hohen Auszeichnung des bundesdeutschen Kulturerbes ist dies nun um so mehr Ansporn unsere Arbeit fortzusetzen und zu intensivieren.

Der Martinsbund ist ein Zusammenschluss von Vereinen und Personen, die sich um den Erhalt des Martinsbrauchtums kümmern.

Foto: Ralf Braun (Kempen).

Das Kind in der Krippe schenkt seit Jahrtausenden Hoffnung,versöhnt die Menschen für einen Augenblickund lässt die Welt ...
25/12/2025

Das Kind in der Krippe schenkt seit Jahrtausenden Hoffnung,
versöhnt die Menschen für einen Augenblick
und lässt die Welt im Licht der Weihnacht ein wenig heller werden.

Wir wünschen allen Kaarsterinnen und Kaarstern, egal ob klein oder groß, jung oder alt, arm oder reich ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Gleichzeitig bedanken wir uns sehr herzlich bei unseren Freundinnen und Freunden von der Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kaarst, der DLRG Ortsgruppe Kaarst e.V., vom Bebop - Haus der Jugend, den Helfern von der Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Kaarst von 1450 e.V. und natürlich bei unseren zahlreichen Spendern, aus Unternehmen und Gesellschaft. Ohne euch alle, wäre unser Engagement nicht denkbar. Wir sind sehr dankbar, euch alle an unserer Seite zu haben.

Euer
Martin, Patrick, Reinhard und Sven

Heute ist ein schöner Tag für unseren Martinsverein: Martin & Patrick konnten unseren neuen Fahnenkasten im Pfarrzentrum...
28/11/2025

Heute ist ein schöner Tag für unseren Martinsverein: Martin & Patrick konnten unseren neuen Fahnenkasten im Pfarrzentrum St. Martinus in Empfang nehmen.
Ein herzliches Dankeschön an die Sparkasse Neuss, die uns diese Anschaffung mit ihrer großzügigen Spende ermöglicht hat.

Ein ebenso großer Dank an das Team um Julian Krücken von der mmb Krücken GmbH, die den Fahnenkasten genau nach unseren Wünschen gefertigt und installiert haben.

Gemeinsam bewahren wir unsere Traditionen.

Hier noch ein paar Impressionen unseres Martinszuges. Es hat uns wieder sehr viel Spaß gemacht, all die glücklichen Kind...
07/11/2025

Hier noch ein paar Impressionen unseres Martinszuges. Es hat uns wieder sehr viel Spaß gemacht, all die glücklichen Kinder zu sehen! Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr.

Viel Spaß beim Gripschen heute und wenn ihr auch noch Fotos vom Martinszug habt, packt sie gerne in die Kommentare!❤️

Vielen Dank an die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kaarst, die DLRG Ortsgruppe Kaarst e.V., die POLIZEI Kaarst, ans Bebo...
06/11/2025

Vielen Dank an die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kaarst, die DLRG Ortsgruppe Kaarst e.V., die POLIZEI Kaarst, ans Bebop - Haus der Jugend, an die vielen Helfer, an die zahlreichen großzügigen Spender, an die Schulen, an die Stadt Kaarst. Ohne euch alle würde dieses Fest niemals funktionieren und wir sind froh, euch an Bord zu haben! Es war uns mal wieder ein Fest!

Endlich, heute zieht der Martinzug!!😍
05/11/2025

Endlich, heute zieht der Martinzug!!😍

04/11/2025

Momentan sind wir noch unschlüssig, wie wir mit den Temperaturen morgen umgehen sollen - und wie wir das dem Bettler erklären!🤣

Um bei sommerlichen 16°C zumindest ansatzweise in Martinsstimmung zu kommen, liest uns Luisa jetzt noch einmal die Martinsgeschichte vor. Und dann freuen wir uns, euch alle morgen Abend gesund und munter wiederzusehen!

Presseschau aus fünf Jahrzehnten😍
04/11/2025

Presseschau aus fünf Jahrzehnten😍

03/11/2025

Sankt Martin ist das ganze Jahr!

Die Tradition des Martinsbrauchtums am Niederrhein ist sehr umfangreich. Walter Kaulen hat um die Jahrtausendwende diese...
02/11/2025

Die Tradition des Martinsbrauchtums am Niederrhein ist sehr umfangreich. Walter Kaulen hat um die Jahrtausendwende dieses Brauchtum in Kaarst einmal in aller Kürze zusammengefasst. Einiges davon ist heute nicht mehr aktuell. Wir haben den Text aber unverändert gelassen und er ist im Kontext seiner Zeit um das Jahr 2000 zu sehen. Denn auch nach dem Jahr 2000 gab es immer wieder Anpassungen. Tradition und Brauchtum bleiben nicht stehen sondern überleben durch stetige Veränderungen.

Das Martinsbrauchtum - Gedanken und Hintergründe
von Walter Kaulen

Das Martinsbrauchtum im Rheinland wird aus zwei Wurzeln gespeist. Zunächst hat es eine durchaus profane Wurzel.
Am Martinstag, dem 11. November, begann in der bäuerlichen Gesellschaft das Wirtschaftsjahr. Pachtverträge und Arbeitsverträge wurden geschlossen, verlängert oder beendet. Die dazu erforderlichen Absprachen erfolgten nicht selten auf den Martinimärkten, auf denen auch Arbeitskraft angeboten wurde. Der Martinstag war Festtag, Zahltag und Geschenktag.
Alte Arbeitsverträge - wenn man sie denn findet (die meisten Verträge wurden per Handschlag geschlossen) - enthalten mitunter neben der Angabe des zu zahlenden Lohnes Zusätze wie "...und zu Martini ein neues Gewand", unserer heutigen Gratifikation vergleichbar. Bis ins Jahr 1633 lässt sich der Martinstag als Geschenktag in Mönchengladbach nachweisen. Die Soldaten auf der Burg Liedberg erhielten an Martini 6 Taler und 12 Albi, damit sie den Tag "würdig" feiern konnten.
Diese Formulierung verweist auf die kirchliche Wurzel:
Mit dem Martinsfest begann in früheren Zeiten die "Martinsquadragese", eine Fastenzeit, aus der sich die Adventszeit entwickelte. Ursprünglich handelte es sich um eine mit Fasten verbundene Vorbereitung auf die allgemeine Tauffeier.
Am Vorabend dieser Fastenzeit wurde noch einmal fröhlich gefeiert und dabei kräftig gegessen und getrunken.
In Köln wird aus dem Mittelalter berichtet:
"Der Martinsabend (10.11.) war von jeher zu einem Festschmaus bestimmt. Das war auch seit altersher in Köln so. Die Tafel schmückte als Hauptgericht die Martinsgans, knusprig gebraten und mit Apfeln, Rosinen und Kastanien gefüllt." Und dann ist da noch das "Gripschen" (von griepen, greifen, zufassen).
Die Kinder nutzten die allgemeine Freude der Ernte- und Schlachtfeste um Martini zu Heischegängen (= Bettelgängen). In der Dunkelheit trugen sie Laternen bei sich. Mit Liedern und Versen erbaten sie Gaben. Auf dem Land gab es vor allem " Äppel, Nüet on Biere", daneben aber auch Buchweizenkuchen. Welcher Stellenwert dem "Bockert" zukam, zeigt ein Liedertext deutlich: "'Dö öss för osse Verkesdroag", es handelte sich also um Futtergetreide.
Dennoch fand Buchweizen auch Verwendung in der Küche, zum Beispiel bei der Herstellung von Panhas oder zu Sankt Martin im "Bocketskook", dem Buchweizenkuchen, der bis in die dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts auf dem Lande an gripschende Kinder verschenkt wurde. Er ist der in einem Martinslied oft besungene "Kooke us de Pann".
In Kaarst erhielten noch vor wenigen Jahren die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule Stakerseite am Tage des Martinszuges von einer alten Dame aus der Nachbarschaft zum Dank für die Bemühungen solche Bocketskooke.
Mit zunehmender Verstädterung der Landgemeinden am Niederrhein stieß das Gripschen auf Widerstände, es wurde als "unordentliche Bettelei" empfunden, der man entgegenwirken musste. Vielerorts bildeten sich um die Jahrhundertwende Martinsvereine oder -komitees, die unter Mitwirkung der Schulen Martinszüge organisierten und für eine allgemeine Bescherung sorgten. Das Geld für die Tütenfüllungen wurde durch Sammlungen bei Bürgern und Bauern aufgebracht. In Osterath spendeten noch vor wenigen Jahren Bauern Mehl für die Weckmänner, die dann von den Bäckern unentgeltlich gebacken wurden.
Das Gripschen aber hat sich nicht verloren. Es blieb bis heute ein beliebter Bestandteil des Martinsfestes. Allerdings gibt es dabei in Kaarst eine bemerkenswerte Entwicklung:
Unter Rückbesinnung auf die Legende von der Mantelteilung gripschen viele Kaarster Kinder nicht nur für sich. Was sie zusammentragen, spenden sie zum Teil seit Jahren an notleidende Kinder, zum Beispiel in Osteuropa. Auf sicheren Transportwegen gelangen die Pakete dann zu den Adressaten.
Brauchtum im Wandel? Gut, denn so bleibt es lebendig.
In Kaarst selbst bildete sich nie ein Martinsverein. Der war überflüssig, weil Kirchen- und Zivilgemeinde in Zusammenarbeit mit den Schulen Martinszug und -bescherung organisierten. Diese Regelung erlosch mit dem Entstehen der Großgemeinde Kaarst im Rahmen der kommunalen Neugliederung.
Da erklärte sich dankenswerterweise die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Kaarst bereit, tätig einzuspringen. Sie sorgt seit 1975 in Zusammenarbeit mit den Kaarster Grundschulen für die Organisation und Finanzierung, für Weckmänner und gefüllte Tüten. Das ist - neben dem Obolus, den Eltern und Stadt beisteuern - immerhin ein Volumen von rund 15.000,- DM. Also auch hier ein Jubiläum, denn es geschieht in diesem Jahr zum 25. Mal.
Doch was ist eigentlich ein "Weckmann"?
Der "Weckmann" ist ein Gebildebrot, das je nach Landschaft einen eigenen Namen hat. Zum Beispiel: Weckpöppke, Krintenkerl, Stutenkerl, Buggemann, Kiepenkerl, Klas(en) mann und Die letzte Bezeichnung verweist auf die Herkunft. Der Weckmann gehört ursprünglich zum Nikolausfest. Sankt Nikolaus wurde in Gestalt eines Bischofs mit Bischofsstab und Bischofsmütze als Gebäck an die Kinder verschenkt. Der Bischofsstab, in Teig geformt, rutschte von der rechten Seite in die Mitte und wurde, vielleicht, weil weniger aufwendig, durch eine Tonpfeife ersetzt. Dreht man die Pfeife mit dem Kopf nach oben, ist der Bischofsstab leicht erkennbar. Vom Nikolausfest also fand der Weckmann den Weg in die Martinstüte und heute ist ein Martinsfest im Rheinland ohne Weckmann gar nicht mehr denkbar.

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