Unter dem Dach der Stiftung vereinen sich ein Kindergarten, eine Waldorfschule, eine Berufsfachschule, ein Tagungshotel, ein Laden, Werkstätten und biologisch-dynamische Landwirtschaft. Neben Wohnhäusern gibt es einen Kindergarten, eine Schule (Rudolf-Steiner-Schule Loheland), eine Akademie mit Berufsfachschule, ein Tagungshotel, einen Laden, Werkstätten und biologisch-dynamische Landwirtschaft. A
lle Bereiche greifen ineinander und arbeiten zusammen. Loheland wurde im Jahr 1919 als Schulsiedlung der Erwachsenenbildung von Louise Langgaard und Hedwig von Rohden gegründet. Im Zuge des neuen Frauenbildes der 20er Jahre integrierten die Loheländerinnen Gymnastik, Landbau, Handwerk und Kunst in ihrem Konzept. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich aus der Erwachsenen- und Berufsbildungsstätte mehr und mehr eine Einrichtung schulischer und vorschulischer Bildung. Die Gemeinschaft arbeitet und lebt auch heute selbstverwaltet und unser Hauptaugenmerk liegt auf dem pädagogisch-bildenden Zweig. Der Versuch Anthroposophie zu leben, bedeutet für uns, dass Leben, Lernen und Arbeiten Hand in Hand gehen. Loheland als Denkmal
„Als exemplarisches Frauenprojekt der Moderne ist die Schulsiedlung Loheland ein heute noch lebendiges Zeugnis der europäischen Reformbewegung des 20. Neben ähnlichen Siedlungsprojekten (…) war Loheland mit seiner eigenständigen Gymnastik- und Tanzausbildung sowie mit seinen künstlerischen und kunsthandwerklichen Erzeugnissen Impulsgeber zeitgenössischer Bewegungen und bildet eine Parallele zum frühen Bauhaus. Bis heute weitestgehend unbemerkt stellt Loheland daher in seiner ideellen und gebauten Idee ein Gesamtdenkmal von herausragender kulturgeschichtlicher Bedeutung dar.“
Mit diesem Text stellten das Landesamt für Denkmalpflege Hessen und die Loheland-Stiftung die Siedlung auf einer Tagung vor. Seit dem Jahr 2015 sind alle 17 noch bestehenden Gebäude aus den Zwischenkriegsjahren als Einzeldenkmale im Sinne des Hessischen Denkmalschutzgesetzes ausgewiesen.