Heimat- und Volkstrachtenverein D Waldlerbuam Kötzting e. V.
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Trachtenerhaltung, Pflege des Volkstanzes und traditionelle Lieder gehören zur Hauptaufgabe des Vereins. TREU DER SITT * TREU DER TRACHT * TREU DER HEIMAT
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Kategorie
D´ Waldlerbuam
“Treu der Sitt´ - Treu der Tracht - Treu der Heimat”: Das ist das Motto des Trachtenvereins D´ Waldlerbuam Kötzting, dem er von der Gründung bis jetzt treu geblieben ist. Am 20. März 1927 trafen sich Idealisten und Freunde der Trachtenbewegung im Gasthaus Dimpfl (Ecke Metzstraße/Brandstraße), wohin der Marktschreiber Franz Forster eingeladen hatte. Die Zusammenkunft endete mit der Gründung des damaligen “Volks- und Gebirgstrachtenerhaltungsvereins D´Waldlerbuam Kötzting”. Franz Forster übernahm das Amt des Schriftführers, Poidl Sperl das des Kassiers und Josef Dirnberger das des Vortänzers, damals noch Vorplattler.
Keiner der Anwesenden war jedoch bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Erst bei einer weiteren Zusammenkunft am 2. April konnte der Vorstand vervollständigt werden. Franz Schwarz wurde erster Vorsitzender, Josef Bauer sein Stellvertreter. Conrad Krämer drohte dem Verein mit dem Entzug seiner Unterstützung, sollte sich dieser nicht in “D´Pfingstreiter” umbenennen. Weder das eine, noch das andere geschah. Krämer trug später sogar bedeutend zur Anerkennung und Beachtung des Vereins bei, der mit seiner Beteiligung an den Oktoberfestzügen und der Folklore-Olympiade das Interesse der Öffentlichkeit am Bayerischen Wald weckte.
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges erlitt der Verein das gleiche Schicksal wie viele andere: Die Aktivitäten erloschen, nicht aber die Erinnerung. Als die amerikanische Militärregierung die Wiedergründung von Vereinen erlaubte, traten “D´Waldlerbuam” am 12. Juni 1947 unter dem Vorsitz des Kunstmalers August Phillipp Henneberger, der auch den Antrag auf Wiederzulassung gestellt hatte, an das Licht der Öffentlichkeit. Schon zu jenem Zeitpunkt erwog man, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Aber erst vier Jahre später war es soweit. Am 10. August 1951 feierte der Verein Fahnenweihe. Fahnenmutter war Therese Weber, Patenverein die Nachbarn aus Grafenwiesen. 46 Vereine gaben bei der Weihe durch Dekan Josef Dietl den Kötztinger Trachtlern die Ehre.
1958 feierte der Verein sein 30. Gründungsjubiläum mit einem Heimatabend und einem Festzug. Auch änderte er in diesem Jahr seinen Namen in “Heimat- und Volkstrachtenverein D´Waldlerbuam Kötzting”. Im Juni 1960 trat Sperl als Vorsitzender zurück, übernahm aber, als sich daraufhin eine Vorstandskrise anbahnte, das Amt wieder. Wegen seiner vielfachen und längjährigen Verdienste übertrug ihm der Verein im Jahr 1965 den Ehrenvorsitz. Zwei Jahre später wurde er zum Gauehrenmitglied ernannt.