Geschichtswerkstatt Jena

Geschichtswerkstatt Jena Offizielle Seite der Geschichtswerkstatt Jena e.V. und der Zeitschrift "Gerbergasse 18".

Unter dem Motto „Orte bleiben“ fragte der Bundeskongress in Chemnitz am zurückliegenden Wochenende nach der Rolle von Ge...
27/04/2026

Unter dem Motto „Orte bleiben“ fragte der Bundeskongress in Chemnitz am zurückliegenden Wochenende nach der Rolle von Gedenkstätten und der Zukunft des Erinnerns an politisch motiviertes Unrecht, wenn Zeitzeugen allmählich fehlen und die Erfahrungen der Diktatur zunehmend verblassen. Exkursionen führten die Teilnehmenden in die Gedenkstätte Hoheneck (das zentrale Frauengefängnis der DDR) und zum Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis (bekannt für die von dort abfahrenden Busse mit von der Bundesrepublik freigekauften politischen Gefangenen). Das bundesweite Treffen bot Betroffenen von SED-Unrecht und Akteuren der Aufarbeitung Möglichkeiten für Austausch, Vernetzung und Diskussion. Fazit: Die Auseinandersetzung mit den Diktaturfolgen bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Orte des Erinnerns besitzen eine enorme Bedeutung für Vermittlung, Bildung und Forschung. Ausgerichtet wurde der 29. Bundeskongress von den Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Folgen der kommunistischen Diktatur, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der SED-Opferbeauftragten beim Deutschen Bundestag.

Gerne teilen wir hier den Aufruf unseres Werkstattmitglieds Marie Bullerschen: Für meine Masterarbeit zum ersten „sozial...
24/04/2026

Gerne teilen wir hier den Aufruf unseres Werkstattmitglieds Marie Bullerschen: Für meine Masterarbeit zum ersten „sozialistischen Fernwanderweg“ suche ich Interviewpartnerinnen und -partner, die zwischen 1983 und 1989 auf dem „Internationalen Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach-Budapest“, auch EB abgekürzt, unterwegs waren. Speziell richtet sich die Anfrage an Personen, die auch die Streckenabschnitte in Polen und der Tschechoslowakei zurückgelegt haben. Im Gespräch soll es um die Wandermotivation, die getroffenen Vorbereitungen sowie persönliche Erlebnisse während der Reise gehen. BITTE melden Sie sich bei Interesse bei mir per E-Mail mit Angaben zum Zeitraum Ihrer Wanderung(en) und zu den von Ihnen bereisten Ländern. Ich freue mich auf Ihre Nachricht! Kontakt: [email protected]

Der Jenaer Autor Jürgen Köditz ist am 28. März 2026 im Alter von 86 Jahren in seiner brasilianischen Wahlheimat verstorb...
20/04/2026

Der Jenaer Autor Jürgen Köditz ist am 28. März 2026 im Alter von 86 Jahren in seiner brasilianischen Wahlheimat verstorben. Nach einer Schlosserlehre wurde er Mitglied im „Zirkel schreibender Arbeiter“ des Kombinats Carl Zeiss Jena und studierte am Literaturinstitut in Leipzig. Seine frühen Gedichte zur Arbeitswelt finden sich im Band „Meine Blaujackenzeit“ (1976). Das Ministerium für Staatssicherheit „bearbeitete“ ihn jahrelang und verhinderte weitere Veröffentlichungen. Erst 1989 erschien die zeitkritische Aphorismen-Sammlung „Spitzensalat“. Der Lyriker und Aphoristiker veröffentlichte auch in der „Gerbergasse 18“, darunter den autobiografisch geprägten Bericht „Erinnerungen an ein Leben im Bilderbuch-Sozialismus“ (in Heft 59, Ausgabe 4/2010).

Gestern hat der Verlagshistoriker Christoph Links in der Jenaer Ernst-Abbe-Bücherei seine umfangreiche Studie zu den ver...
15/04/2026

Gestern hat der Verlagshistoriker Christoph Links in der Jenaer Ernst-Abbe-Bücherei seine umfangreiche Studie zu den verschwundenen Verlagen zwischen 1945 und 1990 vorgestellt und sich dabei auf verschwundene Verlage aus Thüringen konzentriert. Es moderierte Bernd Rolle, Inhaber des Jenaer Vopelius Verlages (eine der wenigen Neugründungen nach dem Verschwinden). Die jahrelangen Recherchen von Links zu den insgesamt 150 verschwundenen Verlagen zeigen, wie die kulturpolitischen Eingriffe in SBZ und DDR die ostdeutsche Verlagslandschaft gezielt dezimierten und bis heute nachwirken. Die Gründe für das Verschwinden waren vielfältig: gesteuerter Lizenzverlust, Verlegung in den Westen aus politischen und/oder wirtschaftlichen Gründen, angeordnete Liquidierung, erzwungene Fusion, verfügte Schließung. Ein enorm wichtiges und notwendiges Buch zum Verständnis ostdeutscher Kulturgeschichte!

Gedenken an Matthias „Matz“ Domaschk zum 45. Todestag am Ehrengrab auf dem Jenaer Nordfriedhof.    #1981
12/04/2026

Gedenken an Matthias „Matz“ Domaschk zum 45. Todestag am Ehrengrab auf dem Jenaer Nordfriedhof. #1981

Im Gedenken an den Todesmarsch der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald am 11. April 1945 und das kaum bekannte...
11/04/2026

Im Gedenken an den Todesmarsch der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald am 11. April 1945 und das kaum bekannte Zwangsarbeitslager in Jena-Ost wurde eine neue Gedenkstele eingeweiht. Sie hat ihren Platz an der Ecke Robert-Büchler-Straße/Erlkönig und reiht sich in die bereits bestehenden Stelen im Stadtteil Wenigenjena ein, die über die NS-Gewaltherrschaft und ihre Verbrechen informieren. Ebenso wurden die Erinnerungen von Robert Jehoshua Büchler (1929–2009), übersetzt aus dem Hebräischen und ergänzt um weitere Texte, öffentlich vorgestellt, der diesen Todesmarsch überlebte. Der Band „Kindheit im Schatten des Grauens“ ist im Verlag der Städischen Museen Jena erschienen. Robert Jehoshua Büchler war ein Holocaust-Überlebender aus der Slowakei. Als Jugendlicher wurde er mit seiner Familie nach Auschwitz deportiert und später in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. In den letzten Kriegstagen wurde er auf den Todesmarsch gezwungen, der auch durch Jena führte. Auf diesem Marsch gelang ihm die Flucht. Schwer geschwächt wurde er in Jena-Ost aufgenommen und gepflegt. Dort ist seit 2025 eine Straße nach ihm benannt. Seine Erinnerungen verfasste Büchler bereits in den 1980er Jahren als hebräisches Familienbuch für seine Kinder – als persönliches Vermächtnis und gegen das Vergessen. Büchler kehrte später mehrfach nach Jena zurück, berichtete über seine Erlebnisse und suchte das Gespräch mit jungen Menschen. Bei einer Lesung im Jahr 2009, wenige Monate vor seinem Tod, sagte er: „In Jena bin ich ein zweites Mal geboren worden.“

Im Beisein des Zeitzeugen Baldur Haase, den der Besitz von George Orwells Roman „1984“ in der DDR ins Gefängnis brachte,...
26/03/2026

Im Beisein des Zeitzeugen Baldur Haase, den der Besitz von George Orwells Roman „1984“ in der DDR ins Gefängnis brachte, wurde gestern in den Kaiserwerken Gera das beeindruckende Live-Hörspiel „1984“ aufgeführt. #1984

Schöne Grüße aus Jena zum (ersten) Tag der Demokratiegeschichte! Im Bild: Mitglieder der Friedensgemeinschaft Jena auf d...
18/03/2026

Schöne Grüße aus Jena zum (ersten) Tag der Demokratiegeschichte! Im Bild: Mitglieder der Friedensgemeinschaft Jena auf dem Jenaer Marktplatz am 18. März 1983 umringt von „empörten Bürgern“ und Kräften der Staatssicherheit, die ihre friedliche Demonstration (wenige Minuten später) gewaltsam unterbinden.

Die neue   ist da! Diesmal mit dem Schwerpunkt BÜCHER sowie vielen weiteren Themen und Beiträgen. Wie immer erhältlich i...
14/03/2026

Die neue ist da! Diesmal mit dem Schwerpunkt BÜCHER sowie vielen weiteren Themen und Beiträgen. Wie immer erhältlich im lokalen Buchhandel, ausgewählten Gedenkstätten oder direkt über die

Der 14. Tag der Stadtgeschichte widmet sich dem baulichen Erbe der Stadt Jena. Mit Vorträgen, Stadtrundgängen, Führungen...
10/03/2026

Der 14. Tag der Stadtgeschichte widmet sich dem baulichen Erbe der Stadt Jena. Mit Vorträgen, Stadtrundgängen, Führungen, Workshops und Filmen wird beleuchtet, wie Erinnerungen an Orte gebunden sind und was ihr Verschwinden für uns bedeutet. Von der ersten Sternwarte zur historischen Altstadt werden Aspekte der Jenaer Stadtgeschichte wie bedeutende Personen, Industrien, Themen und Ereignisse wieder stärker beleuchtet. Die Veranstaltung vermittelt Wissen zu den historischen Ursachen des Stadtwandels und möchte dies mit der Öffentlichkeit im abschließenden Stadtgespräch diskutieren.

Das Hauptprogramm findet in die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (Vortragsraum) statt, die Stadtrundgänge und Führungen beginnen an verschiedenen Standorten.
Der Tag der Stadtgeschichte ist eine Veranstaltung der Stadt Jena, die von JenaKultur organisiert und durchgeführt wird unter Mitwirkung verschiedener Institutionen, Vereine und Akteure der Stadtgeschichtsforschung. Alle Veranstaltungen sind öffentlich, kostenfrei und ohne Anmeldung. Die einzelnen Führungen und Stadtrundgänge haben eine Kapazität von maximal 30 Personen.

Weitere Informationen unter: www.jenakultur.de/tag-der-stadtgeschichte

Der Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstaltet mit der Universität Erfurt und der Thüri...
15/02/2026

Der Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstaltet mit der Universität Erfurt und der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung im Sommer die wissenschaftliche Tagung: Heimat im Umbruch – Die Transformation des ländlichen Raumes in Thüringen von 1945 bis heute. Die Tagung findet am 1. und 2. Juni 2026 im Haus Dacheröden in Erfurt statt. Den Call for Papers haben wir gerne auf unserer Webseite geteilt.

Adresse

Heinrich-Heine-Straße 1
Jena
07749

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