27/04/2026
Unter dem Motto „Orte bleiben“ fragte der Bundeskongress in Chemnitz am zurückliegenden Wochenende nach der Rolle von Gedenkstätten und der Zukunft des Erinnerns an politisch motiviertes Unrecht, wenn Zeitzeugen allmählich fehlen und die Erfahrungen der Diktatur zunehmend verblassen. Exkursionen führten die Teilnehmenden in die Gedenkstätte Hoheneck (das zentrale Frauengefängnis der DDR) und zum Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis (bekannt für die von dort abfahrenden Busse mit von der Bundesrepublik freigekauften politischen Gefangenen). Das bundesweite Treffen bot Betroffenen von SED-Unrecht und Akteuren der Aufarbeitung Möglichkeiten für Austausch, Vernetzung und Diskussion. Fazit: Die Auseinandersetzung mit den Diktaturfolgen bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Orte des Erinnerns besitzen eine enorme Bedeutung für Vermittlung, Bildung und Forschung. Ausgerichtet wurde der 29. Bundeskongress von den Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Folgen der kommunistischen Diktatur, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der SED-Opferbeauftragten beim Deutschen Bundestag.