24/08/2026
Fundtier Ilmenau 98693
Am Samstag erreichte uns ein Hilferuf wegen eines kleinen Katers, den wir bereits eine Woche zuvor im Bereich der Uni versucht hatten zu sichern – damals leider ohne Erfolg.
Nun meldete sich am Samstag ein Gaststättenbesitzer: Er hatte den Kleinen bei sich drinnen und fragte, ob jemand kommen und ihn holen könne.
Natürlich sind wir gefahren. Laura hat den kleinen Kerl gesichert und ihn noch am späten Samstagabend ins Katzenhaus gebracht. Hauptsache, er war endlich in Sicherheit.
Und heute bekommt ausgerechnet der Finder einen Anruf, in dem ihm vorgehalten wird, dass wir dafür doch gar nicht zuständig seien und warum er das Tier dorthin gegeben habe.
Ganz ehrlich: Was soll das?
Vielleicht deshalb, weil am Wochenende von den eigentlich zuständigen Stellen fast nie jemand erreichbar ist? Sollen Finder ein hilfsbedürftiges Tier wieder vor die Tür setzen, nur weil gerade niemand ans Telefon geht?
Und was uns richtig sauer macht: Statt froh zu sein, dass der Kater gesichert und versorgt wurde, werden wir bei den Leuten schlechtgemacht und der Finder wird auch noch am Telefon rundgemacht.
Ja, vielleicht gibt es jetzt für dieses Fundtier kein Geld. Aber zur Beruhigung: Wir bekommen dafür auch kein Geld. Wir sind am Samstagabend losgefahren, haben Zeit und Arbeit investiert und das Tier aufgenommen, weil es Hilfe brauchte.
Es geht hier verdammt nochmal um ein Tier – nicht darum, wer am Ende ein paar Euro für ein Fundtier abrechnen kann.
Wenn jemand erreichbar gewesen wäre und sich gekümmert hätte, hätten wir gar nicht einspringen müssen.
Was wir aber ganz sicher nicht akzeptieren: dass Menschen, die helfen und einen Fund melden, anschließend dafür angegangen werden – und dass diejenigen schlechtgemacht werden, die einspringen, wenn sonst niemand erreichbar ist.
Am Ende sollte doch für uns alle dasselbe zählen: dass das Tier in Sicherheit ist.