Heimatdienst Illertal e.V.

Heimatdienst Illertal e.V. Der Heimatdienst Illertal e.V. war 1948 die Grundlage, um das Schwäbische Bauernhofmuseum zu gründen. Heute wird das Museum als Zweckverband betrieben.

Das Haus wurde 1823 in Woringen als Austragshaus erbaut und kam 1977 nach Illerbeuren – aufgebaut durch Benno Krell, Her...
31/05/2026

Das Haus wurde 1823 in Woringen als Austragshaus erbaut und kam 1977 nach Illerbeuren – aufgebaut durch Benno Krell, Hermann Zeller und 5 Helfern.
Das Haus hat mich fasziniert, weil es so klein und überschaubar ist, weil ich mir vorstellte, wie es wohl war, im Alter im eigenen Tiny-Haus zu wohnen, welches drei Außenwände und daher hohen Heizbedarf hat. Wie es wohl war, im Alter mit offenem Feuer zu kochen und zu heizen. Wer hat das Holz gemacht und wie kamen die von harter Arbeit gezeichneten betagten Menschen die steile Stiege hinauf?Fasziniert hat mich stets das Foto der letzten Bewohnerin Maria sowie der multifunktionale Kinderwagen.
Die Bewohner betrieben noch bis ins Alter eine Hucklerei; so bezeichnete man Kleinhändler, die mit ihrem Korb huckepack übers Land zogen oder im kleinen Laden verkauften.
Diese dörfliche Struktur kleiner Läden wollte man zeigen. Krell und Zeller fügten damals den Anbau um 3,60 m hinzu. Ziel war es d “Handel auf dem Land“ zu vermitteln. Das Ensemble Hucklerei / Laden sowie das Backhaus sollte auch die ländliche Versorgungsinfrastruktur zeigen bzw. zeigt es ja bis heute.
Und so kennen den Anbau auch noch viele Besucher und Besucherinnen – als kleinen Krämerladen mit heimischen Produkten wie Seife oder Bürsten: Doch die Zeiten wandeln sich. Das zeigt das Schwäbisches Freilichtmuseum Illerbeuren nun plakativ. Anstelle des eingerichteten Wohraumes, in dem man die Zeit und Atmoshpäre auf sich wirken lassen konnte, wird nun erklärt. Die Nutzungsänderung spiegelt die heutige Dorfsituation wider.
Die meisten Dorfläden sind verschwunden, eine Versorgungsinfrastruktur in Dörfern muss man mancherorts suchen. Wie schön, dass Illerbeuren noch über Bäcker, Wirtshäuser oder die Raiba verfügt.
Das Museumsteam widmet heute den ehemaligen Laden einer neuen Ausstellung: Wie will ich wohnen, wie schaut wohl meine Zukunft aus? Der Raum ist zugleich zu einer Ruheoase für Familien geworden.

Hopfen & Hefe: das Museum hat ein geselliges und informatives Wochenende organisiert. Hier trifft man sich, hat ein paar...
10/05/2026

Hopfen & Hefe: das Museum hat ein geselliges und informatives Wochenende organisiert. Hier trifft man sich, hat ein paar Stunden Muße, um mit Handwerkern wie Bäcker und Brauer, Goldschmiedin und Töpfer, Sattlerin und Schnapsbrenner oder dem Senn ins Gespräch zu kommen und mit Freunden einzukehren. Die Freude ist groß, wenn man nach 30 Jahren wieder erkannt wird. In dem Fall Ottmar Baiz, der heute mit seiner mobilen Brauerei über offenem Feuer im Museum war.

Wir wünschen euch frohe Ostern - diesmal aus Osternacht in der Wallfahrtskirche Maria Steinbach.
04/04/2026

Wir wünschen euch frohe Ostern - diesmal aus Osternacht in der Wallfahrtskirche Maria Steinbach.

Eine gut besuchte und interessante Mitgliederversammlung fand am 27. März statt. Strahlende Gesichter gab´s bei den Ehru...
30/03/2026

Eine gut besuchte und interessante Mitgliederversammlung fand am 27. März statt. Strahlende Gesichter gab´s bei den Ehrungen:
50 Jahre schon ist Werner Manz Mitglied , 25 Jahre Alwin Hanser. Wem der Name Manz bekannt vorkommt: Wolfgang Manz verkörpert 2026 den General Wallenstein in Memmingen, berichtet der stolze Vater Werner. Susanne Steinle ist die neue Wirtin der Schiefen Torfwirtschaft - wir freuen uns mit ihr und hoffen auf zahlreiche Gäste!

In Erinnerung an Franzi, die wir heute bei der Weihe vermisst haben. Erkennt ihr euch wieder? Vor vielen Jahren waren di...
29/03/2026

In Erinnerung an Franzi, die wir heute bei der Weihe vermisst haben. Erkennt ihr euch wieder? Vor vielen Jahren waren die Palmen noch andere als heute

Zweige von allerlei Grün, geschmückt mit bunten Bändern und Eiern: Palmboschen, Palmbesen, Palmstange oder auch Palmstock heißen diese Gebinde und gehören zu einem Brauch, der vom Einzug Jesu nach Jerusalem erzählt.

Traditionell am Palmsamstag: Boschen binden für die Palmweihe morgen. Sieben verschiedene (immergrüne) Zweige werden tra...
28/03/2026

Traditionell am Palmsamstag: Boschen binden für die Palmweihe morgen. Sieben verschiedene (immergrüne) Zweige werden traditionell gebunden, wie Wacholder, Eibe, Weide, Thuja, Tanne, Stechpalme, Buchs. Und weil dieser dieses Jahr kaum verfügbar war, nutzten wir die Scheinzypresse. Aus Haselnuss Stecken fertigten wir die Kreuze.

Schweren Herzens nimmt der Heimatdienst Illertal Abschied von seinem Vorstandsmitglied Petrus Mayr (verstorben am 10.01....
17/01/2026

Schweren Herzens nimmt der Heimatdienst Illertal Abschied von seinem Vorstandsmitglied Petrus Mayr (verstorben am 10.01.2026). Es ist nur schwer zu ertragen, dass wir ihn zukünftig nicht mehr an unserem Tisch sitzen haben.
Petrus trat 1998 nach unserem Festspiel, wo er als Gaukler und Folterknecht mitwirkte, in unseren Verein ein und war seitdem ein wichtiges, engagiertes, humorvolles und ideenreiches Mitglied unseres Gremiums.
Als Schriftführer sorgte er dafür, dass das gesprochene Wort zu Papier gebracht wurde und somit der Nachwelt erhalten bleibt. Für den Verein war es sehr vorteilhaft, dass er Drucker mit eigenem Geschäft war. So wurden wir immer bestens mit Plakaten, Geburtstagskarten oder Preisschildern versorgt und kamen auch im Kirchenanzeiger nicht zu kurz.
Bereits 1998 druckte er Plakate und Programmhefte fürs Festspiel und übernahm 2023 zusammen mit seinem Kompagnon Äppl diesen Part. 2023 überraschte er uns mit einem ganz besonderen Service: In unzähligen Stunden programmierte er ein neues Vorverkaufssystem, das hervorragend funktionierte und uns enorme Kosten und Zeit sparte.
Zur Illerwinkler Weihnacht unterstützte er unsere Volksmusikgruppe mit seinem Gitarrenspiel. Und egal ob Leonhardi-Ritt, Floßbau, Handwerkertage oder Illerbeurer Herbst. Petrus war immer zur Stelle trotz der vielen Arbeit in seinem Geschäft. Er übernahm jede ihm zugewiesene Arbeit, ob dies nun an der Grillpfanne, musizieren oder einweisen war – und dies immer mit guter Laune.
Wie oft haben wir gestaunt über sein enormes Wissen und immer haben wir profitiert von seinem phänomenalen Gedächtnis. Vor Beschlussfassungen sorgte er mit seiner analytischen Sichtweise dafür, die Dinge auch mal mit anderen Augen zu sehen, was half, die richtige Entscheidung zu treffen.
Ja, Petrus war ein heller Kopf und außergewöhnlicher Mensch in allen Lebenslagen. Ob im Beruf, im Sport, als Freund oder beim Feiern. Er gab immer 200 Prozent.
Feste feiern, Stammtisch, Kameradschaft und Musik waren ihm immer sehr wichtig. Sein Lebensmotto: Leben und leben lassen. Jeden Menschen nehmen wie er ist, Streit vermeiden, Feste feiern wie sie fallen und das Leben genießen.
Mit seinem trockenen, teils sarkastischen Humor war er oft der Mittelpunkt so mancher Feier. Wo Petrus war, war immer was los.
Aber man konnte mit ihm auch tiefsinnige Gespräche führen und er stand einem immer mir Rat und Tat zur Seite.
Petrus war nicht nur Mitglied des Heimatdienstes, nein, er war auch unser aller sehr guter Freund. Darum fällt es uns heute sehr schwer, von ihm Abschied zu nehmen.
Für all die geleistet Arbeit in unserem Verein, für die vielen schönen, unvergessenen Stunden, die wir mit dir verbringen durften, sagen wir dir, lieber Petrus, unseren allerherzlichsten Dank.
Nach alledem, was du in den letzten sieben Monaten durchgemacht hast, gönnen wir dir die wohlverdiente Ruhe und den Frieden bei Gott.
Du wirst in unseren Herzen weiterleben und wir werden dich nicht vergessen.
Lieber Petrus, Pfiat di Gott!

Nachruf Franziska Wacker.Mit tiefstem Bedauern nehmen wir Abschied von Franziska Wacker, die am 16. Dezember 2025 von un...
05/01/2026

Nachruf Franziska Wacker.
Mit tiefstem Bedauern nehmen wir Abschied von Franziska Wacker, die am 16. Dezember 2025 von uns gegangen ist.
Franziska Wacker trat unserem Verein, aus dem das Museum hervorging, bereits 1973 bei. Von 1974 bis 1989 war sie vom Heimatdienst Illertal als Beschließerin des Museums angestellt und wurde in dieser Funktion 1989 bis zu ihrem Renteneintritt 2007 vom Zweckverband übernommen. Von 1974 bis 1998 wohnte sie mit ihrer Familie im Grieshof – mit einer besonderen Aufgabe, wie es der letzte Satz des Mietvertrages formuliert:
„Es soll erreicht werden, dass das Bauernhofmuseum durch Einbeziehung eines harmonischen familiären Wohnbereichs mit Leben und Freundlichkeit erfüllt wird. Ein weiterer Beitrag, um Wohlbefinden und Aufgeschlossenheit der Besucher anzusprechen“.
Franzi hat diesen Auftrag gelebt: Ihre Leidenschaft, ihr Herzblut fürs Museum sprang auf den Besucher über. Sie hat die Gärten gepflegt, die Hühner, die Hasen und den museumseigenen Wachhund versorgt. Sie hat mit Fachwissen und Kreativität restauriert, gemalt, gezeichnet, Veranstaltungen mit ihren Gedichten bereichert und sich um ihre Familie gekümmert.
Dabei waren ihre Aufgaben anspruchsvoll: Von 1974 bis zum Übergang in den Zweckverband und darüber hinaus oblag ihr – so heißt es im Arbeitsvertrag - die Gesamtüberwachung des Bauernhofmuseums. Sie kümmerte sich um Werbung des Museums, führte Kasse über die verkauften Ticktes, Bücher und Kunsthandwerk. Sie organisierte Führungen und warb bei Busunternehmen. Und sie lernte viel vom Museumsgründer Hermann Zeller:
Lebendiges Brauchtum im Schwäbisches Freilichtmuseum Illerbeuren
Franziska Wacker hat zusammen mit Hermann Zeller lebendiges Brauchtum ins Museum geholt. Bis 2024 zeigte sie am Palmsamstag den Museumsbesuchern, wie man Palmboschen bindet und vor allem erklärte sie die Bedeutung. Gleiches gilt für die Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt. Beim Leonhardi-Ritt hat sie Ehrengäste geschickt in Kutschen platziert.
Seit 1980, mit dem Bau der Leonhard-Kapelle im Museum, können Festtage im Kirchenjahr feierlich begangen werden. Noch nie hat sie auch nur einen Tag der gefeierten Festtage gefehlt. Sie hat aktiv mit nach Flur- und Grabkreuzen gesucht, die man heute im Museum neben der Kapelle sehen kann.
Das Herzstück der Leonhard-Kapelle ist die lebensgroße Figur des Hl. Leonhard, welche Franziska farblich gefasst hat. Das Wissen um Farb- und Maltechnik lernte sie nebenher bei Hermann Zeller und dem Kirchenmaler Josef Schugg aus Kimratshofen.
Auch hat sie die Holztafeln in der Apostel-Stube des Gromerhofs restauriert – noch heute haben sie nichts an farblicher, künstlerischer und handwerklicher Qualität verloren und machen den Charme des Museumsgasthofes aus. Auch Pestsäulen, Brunnenfassungen sowie kleinere Madonnen und Heiligenfiguren wurden durch ihre Hände bewahrt.
Zudem hat sie 15 Jahre lang für den Landkreis Unterallgäu Schützenscheiben für Gauschützenfeste bemalt. Dies Können zeigte sie bis zuletzt bei den Handwerkertagen im Museum als Mitglied des Heimatdienst Illertal.
1973 im Heimatdienst eingetreten, übernahm sie gleich eine der Hauptrollen des Festspiels: „Du muasch die Hex’ macha!“, wurde sie aufgefordert. „Das seien immer schöne Frauen“. Also hat sie mitgespielt. Auch das Logo mit dem Sensenmann hat sie entworfen. Das Logo hat der Verein 1998 und 2023 wiederverwendet. Ein Zeichen ihrer unglaublichen Schaffenskraft und Kreativität, welche sich auch in ihren vielen Gedichten äußerte: Erst dieses Jahr im Juni verfasste und trug sie ihre Verse anlässlich des 70. Geburtstag des Museums vor.
1998 war sie als Regie-Assistentin dabei und schließlich kümmerte sie sich bis 2023 um die Gewänder in der Kleiderkammer.
Ehrenzeichen, Ehrenmitglied
Franzi bereicherte unsere Sitzungen und das Vereinsleben mit ihrer kompetenten, pragmatischen und fröhlichen Art. Für ihren unermüdlichen Einsatz im Verein erhielt sie 2018 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. 2024 wurde sie Ehrenmitglied im Verein.
Was wären wir ohne dich, liebe Franzi. Wir danken dir von Herzen für dein unglaubliches Engagement, deine Leidenschaft und die Wärme, die du in unser Museum und unseren Verein gebracht hast. Wir werden dich schmerzlich vermissen.

10/11/2025
Ein aufregender Tag ist zu Ende. Allen Beteiligten nochmals ein ganz herzliches Dankeschön. Mehr Bilder vom Leonhardi Ri...
09/11/2025

Ein aufregender Tag ist zu Ende. Allen Beteiligten nochmals ein ganz herzliches Dankeschön. Mehr Bilder vom Leonhardi Ritt folgen!

Adresse

Museumstraße 8
Illerbeuren
87758

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Heimatdienst Illertal e.V. erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Heimatdienst Illertal e.V. senden:

Teilen