Vorsitzende: Susanne Moll (seit 2018)
Mitglieder: ca. 120 (Stand Oktober 2024)
Unser Vereinsname
Der Énner (moselfränkisch: Ihner, ausgesprochen: Inner) Dorfverein setzt sich zum Ziel, das örtliche Gemeinwesen und die Dorfkultur zu fördern und zu stärken. Bis zum Wiener Kongress 1814/15 war der Ort Ihn (seit 1974 Ortsteil der Gemeinde Wallerfangen) eher unter dem Namen Inn/ Inna bekannt. Mit der
Angliederung zu Preußen wurde der Name in die heutige Form „Ihn“ umbenannt. Im Dialekt ist der alte Name bis heute geblieben: Einheimische reden nicht von „Ihn“, sondern von „Inn“ oder „Énn“. Unsere Vereinsziele
Der Verein möchte das örtliche Gemeinwesen und die Dorfkultur fördern und stärken. Neben der Ortsgestaltung wird dies verwirklicht durch die Schaffung von Bildungs- und Freizeitangeboten für alle Altersklassen, aber auch durch das Zusammentragen und Bewahren historischer Zeugnisse der Dorfgeschichte. Die Gründung 2018
Angefangen hat alles mit einer Fotoausstellung im Sommer 2018, die von den späteren Vereinsgründern unter dem Namen „Lóo sénn ma dahemm“ veranstaltet wurde. Die Fotografien zeigten Schauplätze, Ereignisse und Persönlichkeiten des Dorflebens aus den letzten 100 Jahren. Viele Menschen wurden dadurch zusam-mengebracht und tauschten sich angeregt über ihre Erfahrungen und Ideen aus. Häufig wurde früher Vorhandenes und heute noch Fehlendes thematisiert. Die Idee entstand, einen Verein zu gründen, der sich dieser Lücken annimmt und bereits im November 2018 erfolgte die Vereinsgründung. Neue Impulse für das Dorfleben: Unsere Vereinstätigkeit
Durch unsere Vereinstätigkeit in den vergangenen Jahren wurde das Dorfleben deutlich belebt. Zu den beliebten Veranstaltungen zählen niedrigschwellige Angebote wie regelmäßig stattfindende Café- und Spielenachmittage, aber auch Koch- und Backseminare. Jährliche Wanderungen und gemeinsame Vereinsfahrten bringen die Menschen jeden Alters zusammen und fördern das Miteinander und den gegenseitigen Austausch. Neben diesen kleineren Veranstaltungen hat sich das Dorf auch abwechslungsreiche Veranstaltungen bis hin zu größeren Festen verschrieben. So brachte der Dorfverein regionale Weinsommeliers und Whisky-Experten nach Ihn und mit Markus Heitz auch einen national und international erfolgreichen saarländischen Autor. Traditionelle Feste wie das Maibaumsetzen wurden wiederbelebt und auf-gewertet und auch der Nikolaus kommt wieder nach Ihn. Der Nikolausabend, bei dem pandemiebedingt seit 2020 Geschenke für die Kinder vor die Tür gestellt werden, hat sich zu einem beliebten Event entwickelt, das Vorfreude und Begeisterung weckt. Höhepunkte waren das Familienfest 2019, bei dem sich zahlreiche Vereine aus der Umgebung präsentierten. In den letzten Jahren wurde das Fest in etwas kleinerer Form gemeinsam mit der Feuerwehr als Ihner Sommerfest gefeiert. Schließlich wird die erfolgreiche Fotoausstellung „Lóo sénn ma dahemm“ in diesem Jahr nach 2019 („Orte des Dorflebens“) und 2022 (Ihn im Zeitalter der Welt-kriege) zum vierten Mal ausgerichtet. Insbesondere die Ausstellung 2022 begeisterte die Besucher durch zahlreiche Farbfotografien aus dem Zweiten Weltkrieg, sicherlich eine Besonderheit in der regionalen Geschichtsdarstellung. Das Ausstellungsteam um Dominik Moll, Susanne Moll und Andreas Urban knüpft chronologisch bei 2022 an und nimmt die unmittelbare Nachkriegs-zeit bis zur vollständigen Rückgliederung des Saarlandes an die BRD im Jahr 1959 in den Blick. Einen Schwerpunkt stellt die Eröffnung des Schulgebäudes im Oktober 1954 dar, welches seit den 1970ern als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird. Das Gebäude, das auch Ort der Fotoausstellung ist, feiert also im Monat der Ausstellung seinen 70. Die positive Entwicklung des Dorflebens geht Hand in Hand mit der Planung zur weiteren Ortsgestaltung. Erste Schritte waren die Errichtung mehrerer Bänke an beliebten Spazierwegen. Die Initiative wurde von den Dorfbewohnern sehr positiv aufgenommen und zeigt, wie wichtig solche Rückzugsorte für die Gemeinschaft sind. Die Brunnenanlagen des Ortes wurden bepflanzt und gepflegt, ebenso der Platz hinter dem Dorfgemeinschaftshaus. Zusätzlich wird die „Picobello“-Aktion“ als Initiative zur Verschönerung und Sauberhaltung des Dorfes weiterhin unterstützt. Der Erlös unseres Familienfestes floss unmittelbar in die Gestaltung unseres Spielplatzes. Die Arbeit für die Fotoausstellung führte zur Aufwertung alter Fotografien. Alte Klassenfotos zieren nun die Wände unseres Dorfgemeinschaftshauses. Ein großes Anliegen ist die Ortseingangsgestaltung, für die der Verein der Gemeindeverwaltung bereits einen Entwurf vorgelegt hat. Eine einladende Gestaltung der Ortseingänge wird angestrebt, mit der spezifische Elemente des Dorfes auf kreative Weise hervorgehoben werden sollen. Ein Blick in die Zukunft
Das Engagement wird im Dorf sehr positiv aufgenommen. Dem trägt auch die stetig steigende Mitgliederzahl Rechnung. Zur Vereinsgründung zählte der Verein etwas über 30 Mitglieder, mittlerweile ist diese Zahl generationenübergreifend auf über 120 Mitglieder angestiegen, bei einer Gesamtzahl von ca. 400 Einwohnern. Der Dorfverein ist damit seit Jahren der mitgliederstärkste Verein im Ort. In den nächsten Jahren sollen unsere Pläne zur Ortsgestaltung weiter fortschreiten. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde besteht auf dem Gelände neben dem Spielplatz weiterer Gestaltungsraum. Bestehende Feste und Aktivitäten sollen fortgeführt und punktuell um ergänzt oder variabel umgestaltet werden, um das Dorf in den kommenden Jahren noch lebenswerter zu machen.