25/03/2026
✊ IGBCE erhöht den Druck im Tarifkonflikt bei ROSEN 🚩
Trotz Urlaubszeit nahmen rund 400 Beschäftigte des Unternehmens ROSEN am Dienstag an einer Demonstration der Industriegewerkschaft IGBCE entlang der Rheiner Straße (B70) teil, um für einen Tarifvertrag zu demonstrieren. Es war bereits die zweite öffentliche Aktion nach einer ersten Kundgebung am 12. Februar. Die IGBCE erhöht damit den Druck auf den Arbeitgeber, endlich in Tarifverhandlungen einzutreten.
Anfang März beschloss die Tarifkommission der IGBCE, den Arbeitgeber zu Haustarifverhandlungen aufzufordern. Zuvor hatte der Arbeitgeber es abgelehnt, freiwillig in den Flächentarifvertrag der Chemischen Industrie einzutreten.
„Die Geduld unserer Kolleginnen und Kollegen ist am Ende“, sagt Gewerkschaftssekretär Niklas Bollmann, der bei ROSEN zugleich Verhandlungsführer für die IGBCE ist. Denn auch die neue Forderung nach einem Haustarif nahm der Arbeitgeber nicht zum Anlass, die seit Januar bestehende Blockade von Tarifverhandlungen zu beenden. Stattdessen teilte ROSEN der Belegschaft mit, man „prüfe“, ob ein Tarifvertrag infrage komme.
Bollmann hält das für nicht nachvollziehbar: „Die neue und die alte Forderung sind inhaltlich nahezu identisch. Was gibt es hier noch zu prüfen?“ Tatsächlich ist der Forderungsinhalt (Flächentarifverträge der Chemischen Industrie) dem Arbeitgeber schon seit September 2025 aus einem mit Vertretern der IGBCE geführten Vorgespräch zu Tarifverhandlungen bekannt.
Mit dem heutigen Demonstrationszug verschärft die IGBCE die Gangart bei ROSEN. Ohne ein klares Ja zu Verhandlungen mit der IGBCE ist eine härtere Auseinandersetzung unausweichlich. Verhandlungsführer Bollmann stellt klar: „Wer Verhandlungen verweigert, der provoziert einen harten Konflikt mit uns. Wir warnen den Arbeitgeber vor einer erneuten Absage an Tarifverhandlungen – das würde die Situation endgültig eskalieren!“
.nord