25/10/2025
Gestern traf sich die Kinder-und Jugendfeuerwehr eigentlich nur zu einem harmlosen Herbstnachmittag im Gerätehaus. Es sollte ein gemütlicher Nachmittag werden – Kürbisse schnitzen, heißer Tee. Doch schon beim Betreten des Platzes lag etwas Seltsames in der Luft. Der Wind war ungewöhnlich kalt und trug einen seltsamen Geruch mit sich… als wäre feuchte Erde frisch aufgewühlt worden.
Die Kürbisse standen bereits bereit – viel zu viele, wie einige bemerkten. Niemand wusste, wer sie gebracht hatte. Jeder war tief orange, glatt und makellos. Fast zu perfekt. Als die ersten Messer angesetzt wurden, war es plötzlich still. Kein Lachen, kein Rascheln, kein Knacken von Kürbisfleisch – nur Stille. Ein beklemmendes Gefühl legte sich auf die Brust aller, als würde jemand unsichtbar zwischen ihnen stehen und zuschauen.
Dann begann das Schnitzen.
Doch irgendetwas stimmte nicht. Niemand hatte abgesprochen, welche Motive geschnitzt werden sollten – und doch schnitzten alle dasselbe. Unheimliche Gesichter, mit überlangen, zackigen Mündern und Augen, die nicht wirklich wie Augen aussahen… eher wie verzerrte Schreie. Je länger sie arbeiteten, desto tiefer wurden die Schatten unter den Augen aller. Und manche schworen später, die Kürbisse hätten währenddessen gezuckt. Geatmet. Beobachtet.
Als die Kerzen entzündet waren, standen dutzende Kürbislaternen da – und alle grinsten… identisch. In diesem Moment ging ein Windstoß über den Platz, aber keine einzige Flamme flackerte. Stattdessen begannen die Kürbisse zu leuchten – viel zu hell, als brenne etwas anderes als Wachs in ihnen.
Jemand flüsterte:
„Hört ihr das?“
Dann hörten sie es alle.
Ein schwaches, kratzendes Flüstern… aus jedem einzelnen Kürbis.
Niemand blieb länger als nötig dort. Doch heute – nur einen Tag später – sagen manche, sie hätten die Kürbisse nachts wieder gesehen. Nicht auf dem Platz der Kinder-und Jugendfeuerwehr… sondern vor ihren Fenstern.
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