02/02/2026
Artikel von Peter Kolar:
11 x 7 = Ein dreifaches Maxem Helau!!!
MCV Stimmung bei den „Maxemer Knotte“ im Bürgerhaus
Der Marxheimer Carneval Verein e.V. (MCV), oder auch gerne liebevoll der „Kleine MCV“ genannt, brachte am vergangenen Wochenende mal wieder das Marxheimer Bürgerhaus zum Beben. Am Freitag- und Samstagabend fanden die beiden traditionellen Galasitzungen statt, und alles, was Rang und Namen hat, strömte in den schönsten Stadtteil Hofheims, wie ihn die Marxheimer gerne selbst betiteln.
Showtanz, Polka und närrische Nachrichten
Natürlich war, neben befreundeten Vereinen auch viel politische Prominenz anwesend, aber, erklärte Sitzungspräsident Pascal Thaler: „Die wichtigsten Personen heute sind sowieso Ambett ###III. Tamara, mit Bürgerin Anna und Bauer Günter!“ Die Hofheimer Symbolfigur begrüßte das närrische Auditorium und blieb auch über die ganze Sitzung zu Gast.
„Trump wurde zwar gewählt, doch ich kann es nicht fassen, wie kann man nur solch einen Narzissten auf die Menschheit loslassen“, begann Armin Thaler sein Protokoll gleich mit dem für ihn größten Idioten. Doch auch für Hofheim sparte er nicht an Kritik und fragte, ob so mancher Politiker nicht schon früher gewusst habe, dass Hofheim sparen muss. „Der schwarze Peter wird nun ständig jemand anderem zugeschoben, und jeder Bürger merkt, hier werde ich die ganze Zeit nur belogen“, so sein Resümee.
Marion Henninger eroberte als Frau mit grünem Daumen die Herzen des Publikums. „Den Fingerhut gibt man dem Schneider, der Klatschmohn ist für tratschende Weiber, für die Schwiegermutter gibt’s den Drachenbaum, und Goldregen für alle, das wäre ein Traum“, parlierte sie sich durch das botanische Lexikon. Nach ihrem Vortrag erzählte sie: „Mein vor zwei Jahren verstorbener Mann Wolfgang hat die Rede noch geschrieben und ich bin froh, dass ich es geschafft habe sie heute für ihn zu halten.“ So nah liegt auch in der Fastnacht oft Freud und Leid beieinander.
Nach den Stimmungsliedern, altbewährt vorgetragen mit der Gitarre vom Maxemer Urgestein Ernst N***r, brillierte Sitzungspräsident Pascal Thaler mit den Nachrichten des „Sender freie Fasenacht“. Was sich liebt das neckt sich, heißt es so schön, und so gehört das Aufziehen der Nachbargemeinde Diedenbergen zu einem Ritual. „Zur Verbesserung der finanziellen Lage der Stadt sollten die Stadtverordneten Einsparpotenzial identifizieren; allerdings spielte der Verkauf von Diedenbergen keine Rolle, das ist selbst geschenkt noch zu teuer“, ließ er so verlauten und erntete prompt das lautstarke Missfallen der im Saal anwesenden Mitglieder der Narrengilde Diedenbergen (NGD).
Aufgelockert wurde die erste Halbzeit durch einen gekonnten Showtanz der Minions mit ihrer Trainerin Annabell Großmann und einer wunderschönen Polka der Cherrygirls, mit den Trainerinnen Sarah Kranz und Dzenita Durakovic.
Maxemer Bembelrocker in Hochform
„In dieser Kampagne feiern wir 7 x 11 Jahre, mehr als eine Zahl, alles hausgemacht mit Leidenschaft, Herzblut und viel Helau, hier beim MCV“, mit diesen Worten begrüßte der 2. Vorsitzende Holger Raab die geladenen Gäste in der Pause.
Zum ersten Mal in der Bütt war Tomé Domke als echter, brasilianischer Witzbold. Unter dem Motto „Gemeinsam lache, liebe und lebe“, trat das Ehepaar Gerda und Herbert Mühlbauer auf die Bühne und berichtete von ihrem Urlaub auf Mallorca. Gemixt mit Partysongs brillierten die beiden, bis kein Auge mehr trocken blieb. „Du hast ja einen in der Krone!“ „Ja, ich bin ja auch der König von Mallorca!“ Natürlich steckten hinter den beiden die Aktiven Martina und Holger Raab.
Kräftige Lacher kassierten auch der Ehrensitzungspräsident Holger Hingott und Armin Taler, die sich über die lange Liste ihrer Krankheiten ausließen und schließlich irgendwie bei der Weihnachtskrippe landeten und schlussfolgerten: „So ärmlich das damals war, Jesus hatte einen großen Vorteil, er hatte schon gleich einen Krippenplatz!“
Als die Lollipops mit ihrem Astronauten-Showtanz die Bühne stürmten, hielt es das Publikum nicht mehr auf den Stühlen. Trainiert werden die sportlichen Frauen von Sarah Kranz, Dzenita Durakovic und Lisa-Marie Kolar.
Pascal Thaler berichtete von den Freuden und Leiden des Vater seins und zog das Resümee: „Meine beiden sind so doll, drum sage ich es knapp, die stamme halt von em Maxemer ab!“ Da spielt es auch keine Rolle, dass die Mama aus Diedenbergen kommt.
Zum krönenden Abschluss enterten die Maxemer Bembelrocker als Piraten die Bühne im Bürgerhaus. Die Männer gaben alles, und ließen so manche Frauenherzen höher schlagen. In Form werden sie von Alena Schuster, Nadin Neumann und Steffi Kolar gebracht, und so manches „Hütchen“ gilt in diesem Falle auch nicht als Doping.
Wie immer eine hausgemachte Sitzung des MCV, nur mit Eigengewächsen und viel Spaß an de Freud dargeboten! Für die musikalische Untermalung sorgte Alleinunterhalter Jürgen Ratz.