13/09/2026
Wir schulden euch noch einen Bericht über den zweiten Teil unseres Einsatzes in der Ukraine.
Die letzten drei Tage unserer Mission verbrachten wir auf einem Truppenübungsplatz der ukrainischen Luftlandetruppen.
Die Situation dort war deutlich schlimmer, als wir erwartet hatten. Unser Tierärzteteam war bereits einige Wochen zuvor auf dem riesigen Gelände im Einsatz. Damals gab es unzählige Welpen, die noch viel zu jung für eine Kastration waren. Genau das war der Grund, warum wir beschlossen haben, zurückzukehren und erneut zu helfen.
Anders als an vielen anderen Orten in der Ukraine sind die Hunde und Katzen dort nicht unmittelbar durch die Kampfhandlungen bedroht. Je nachdem, in welchem Bereich des Geländes sie leben, müssen sie oft auch keinen Hunger leiden. In den belebteren Abschnitten gibt es Kantinen, und damit auch Essensreste, von denen die Tiere profitieren.
Doch genau darin liegt das Problem: Je besser die Versorgungslage ist, desto mehr Welpen überleben. Die Population wächst immer weiter, bis irgendwann ein Punkt erreicht wird, an dem die Zahl der Tiere nicht mehr kontrollierbar ist und großes Leid entsteht.
Genau das wollten wir mit unserem Einsatz verhindern.
Den ersten Tag verbrachten wir größtenteils mit Warten auf Genehmigungen – denn man darf nicht vergessen: Wir arbeiteten auf einem Militärgelände. Die Zeit nutzten wir sinnvoll und holten eine riesige Futterspende von UFA / United for Animals und Greater Good Charities ab.
Als wir schließlich auf das Gelände durften, bauten wir unsere „Open-Air-Praxis“ auf und begannen damit, die ersten Patienten für den nächsten Tag einzusammeln.
Fortsetzung folgt ...