28/06/2026
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
Herne, wir müssen reden!
Wieder ist ein Mensch im Rhein-Herne-Kanal ums Leben gekommen.
Gestern mussten Einsatzkräfte zu einem Einsatz ausrücken, den niemand erleben möchte. Ein Kind ist im Rhein-Herne-Kanal ertrunken. Zurück bleiben Eltern, Familie, Freunde und Einsatzkräfte, die alles gegeben haben und trotzdem nicht das Ergebnis erreichen konnten, für das sie ausrücken "Ein Leben zu retten".
Immer wieder müssen wir zu Einsätzen am Rhein-Herne-Kanal ausrücken. Immer wieder geht es um Menschen in Not. Immer wieder endet ein Einsatz tödlich.
Wir möchten das nicht mehr.
Wir möchten keine Eltern begleiten müssen, die ihr Kind verloren haben.
Wir möchten keine Angehörigen in ihrer schlimmsten Stunde erleben.
Wir möchten keine leblosen Menschen aus dem Wasser bergen.
Unsere Einsatzkräfte fahren zu jedem Alarm mit der Hoffnung, helfen und Leben retten zu können. Doch nicht jeder Einsatz endet so, wie wir es uns wünschen.
Deshalb appellieren wir heute an alle:
Nehmt die Gefahren des Rhein-Herne-Kanals ernst. Strömungen, Böschungen, Sogwirkungen und der Schiffsverkehr machen das Gewässer unberechenbar auch dann, wenn es auf den ersten Blick harmlos aussieht. Auch der Sprung ins kühle Wasser und dem daraus resultierendem Kältereiz, der zu einem Kreislaufkollaps führen kann, sollte nicht unterschätzt werden. Hier wird es auch für geübte Schwimmer schnell lebensgefährlich.
Sprecht mit euren Kindern über diese Gefahren.
Schaut nicht weg, wenn ihr riskantes Verhalten beobachtet.
Jedes verhinderte Unglück ist ein gerettetes Leben.
Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie und allen Angehörigen des verstorbenen Kindes.