Martin-Buber-Haus Heppenheim

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Martin-Buber-Haus Heppenheim Das Martin-Buber-Haus in Heppenheim ist der Hauptsitz des Internationalen Rates der Christen und Juden (ICCJ e.V.).

Im Andenken an Martin Buber wird hier durch Vorträge und ein Bildungsprogramm der jüdisch-christliche Dialog lebendig gehalten.

27/10/2026

Heute stellen wir Euch das Freie Jüdische Lehrhaus vor, das 1920 als eine Einrichtung der Erwachsenenbildung von dem Religionsphilosophen und Historiker Franz Rosenzweig (1886–1929) gegründet worden war, aufbauend auf der Gesellschaft für Jüdische Volksbildung. Der Name „Lehrhaus“ lehnte sich an die Bezeichnung für traditionelle Sprach- und Religionsschulen an. Leiter Rosenzweig und seine Mitarbeitenden entwickelten ein neues pädagogisches Kursangebot und ein Forum zur politisch-gesellschaftlich-religiösen Positionierung von Jüdinnen und Juden im Deutschen Reich.

Das Konzept prägte bedeutende Intellektuelle der Zeit, etwa Nehemia Anton Nobel, Siegfried Kracauer, Ernst Simon, Margarete Susman, Bertha Pappenheim, Martin Buber, Erich Fromm und Leo Löwenthal, aber auch nicht-jüdische Persönlichkeiten beteiligten sich. Anders als im Falle des Frankfurter Volksbildungsheims hatte das Freie Jüdische Lehrhaus keinen festen Ort; die Veranstaltungen fanden zum Beispiel statt in der Elisabethenschule, im Philanthropin, im Volksbildungsheim, im Lehrzimmer der Westendsynagoge, im Dr. Hoch’schen Konservatorium, im Saalbau und in Privatwohnungen.

Nach dem frühen Tod Rosenzweigs und einer längeren Pause konnte die Einrichtung als Jüdisches Lehrhaus im November 1933 wiedereröffnet werden – jetzt unter der Leitung des Religionsphilosophen Martin Buber. So kurz nach der Machtübertragung auf die Nationalsozialisten war der Zeitpunkt denkbar schwierig und die pädagogische Arbeit wurde sogleich durch Zensur der Redemanuskripte wie auch Überwachung der Veranstaltungen erschwert. Ernst Simon charakterisierte die jüdische Erwachsenenbildung rückblickend jedoch als Form geistigen Widerstands. Das Lehrhaus gewann zunehmend an Bedeutung für Lehrende, die von der Universität und den Schulen zwangsweise beurlaubt und entlassen worden waren.

Erstmals hatte die Einrichtung nun einen festen Sitz in der B’nai-B’rith-Loge, Eschersheimer Landstraße 27, dennoch wurden die Veranstaltungen weiterhin auch in wechselnden Räumlichkeiten angeboten. 1938 musste das Jüdische Lehrhaus geschlossen werden, das Logen-Grundstück wurde unter Zwang enteignet. In Kürze eröffnet in Frankfurt mit der Jüdischen Akademie wieder eine überregionale, nicht-universitäre jüdische Bildungseinrichtung; die erste in Deutschland seit der Schoa. Wie einst das 1938 zerstörte Lehrhaus wird sich das Programm der Akademie sowohl an die jüdische Gemeinschaft als auch an die allgemeine Öffentlichkeit richten. Am 3. November lädt die Akademie in der Senckenberganlage 9–11 zum Open House ein.

01/10/2026

🎙️ Heute Abend um 18:00 Uhr einschalten!

Wir waren zu Gast im Talk von Antenne Bergstraße im Rahmen der Interkulturelle Woche und geben spannende Einblicke in die Arbeit des Martin-Buber-Haus Heppenheim

Was passiert eigentlich hinter den Kulissen? Wie ist die Geschichte unseres Hauses? Was macht unsere Arbeit aus und welche Bildungs- und Veranstaltungsangebote gibt es bei uns?

Darüber und über vieles mehr haben wir im Gespräch berichtet – persönlich und informativ. 😊

📻 Heute Abend | 18:00 Uhr | Antenne Bergstraße

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🎙️ Tune in tonight at 6:00 p.m.!

We were guests on the Antenne Bergstraße talk show as part of Intercultural Week and shared exciting insights into the work of the Martin Buber House in Heppenheim.

What actually happens behind the scenes? What is the history of our organization? What defines our work, and what educational programs and events do we offer?

We discussed all of this and much more during the interview—in a personal and informative way. 😊

📻 Tonight | 6:00 p.m. | Antenne Bergstraße

„Dafür!“ – das Motto der Interkulturellen Woche passt perfekt zu unserem September. Denn im Martin-Buber-Haus gibt es vi...
30/09/2026

„Dafür!“ – das Motto der Interkulturellen Woche passt perfekt zu unserem September. Denn im Martin-Buber-Haus gibt es viele gute Gründe, Dafür! zu sagen:

🏛️ Dafür, Türen zu öffnen: Beim Open House zum Tag des offenen Denkmals haben wir uns über zahlreiche Gäste aus Heppenheim und darüber hinaus gefreut.

📜 Dafür, Geschichte sichtbar zu machen: Mit Pfarrerin Dr. Jennifer Ebert haben wir uns mit historischen Dokumenten rund um Kirchen und Judentum beschäftigt.

🌍 Dafür, miteinander ins Gespräch zu kommen: Bei der Interkulturellen Woche haben wir neue Kontakte geknüpft, Ideen ausgetauscht und gemeinsam mit vielen engagierten Menschen gefeiert.

💃 Dafür, Begegnung zu schaffen: Bei unserem Kindertanzworkshop wurde getanzt, gelacht und ganz selbstverständlich miteinander Zeit verbracht.

🤝 Dafür, jüdische Kultur und interreligiösen Dialog lebendig zu halten: Genau dafür steht das Martin-Buber-Haus – als Ort, an dem Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Hintergründe zusammenkommen, zuhören und voneinander lernen können.

Danke für diesen schönen September – wir sehen uns im Otkober! 🍂

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“For this!”—the motto of Intercultural Week fits perfectly with our September. Because at the Martin Buber House, there are many good reasons to say “For this!”:

🏛️ For opening doors: At the Open House for National Heritage Day, we were delighted to welcome numerous guests from Heppenheim and beyond.

📜 For bringing history to life: Together with Pastor Dr. Jennifer Ebert, we explored historical documents related to churches and Judaism.

🌍 For engaging in conversation with one another: During Intercultural Week, we made new connections, exchanged ideas, and celebrated together with many dedicated people.

💃 For fostering encounters: At our children’s dance workshop, there was dancing, laughter, and, quite naturally, time spent together.

🤝 To keep Jewish culture and interfaith dialogue alive: That’s exactly what the Martin Buber House stands for—as a place where people from different cultural and religious backgrounds can come together, listen, and learn from one another.

Thank you for this wonderful September—see you in October! 🍂

11/09/2026

🍎🍯 Vom 11. bis 13. September 2026 feiern jüdische Menschen Rosch ha-Schana, den Beginn des neuen jüdischen Jahres. 2026 beginnt das Jahr 5787.

Rosch ha-Schana ist eine Zeit des Innehaltens: Man blickt auf das vergangene Jahr zurück, denkt über das eigene Handeln nach und richtet den Blick hoffnungsvoll auf das kommende Jahr. Ein wichtiges Symbol des Festes ist der Schofar, das traditionelle Widderhorn. Sein Klang lädt zur Besinnung, zur Erneuerung und zu einem bewussten Neubeginn ein.

🍎 Eine besonders schöne Tradition ist Apfel mit Honig: Ein Stück Apfel wird in Honig getaucht – verbunden mit dem Wunsch nach einem guten und süßen neuen Jahr. Die Süße des Honigs steht für die Hoffnung auf ein glückliches, erfülltes und segensreiches Jahr. Schana Towa u’Metuka!

✨ In diesem Jahr fällt Rosch ha-Schana zeitlich mit dem Tag des offenen Denkmals zusammen. Am Sonntag, den 13. September, öffnen wir das Martin-Buber-Haus von 11:00 bis 15:00 Uhr und veranstalten ein Open House am Tag des Offenen Denkmals 2026!

🎙️ Unser Eröffnungsvortrag beginnt um 11:15 Uhr:
Thomas Kollatz stellt das auf 24 Jahre angelegte Akademievorhaben „Buber-Korrespondenzen Digital. Das Dialogische Prinzip in Martin Bubers Gelehrten- und Intellektuellennetzwerken im 20. Jahrhundert“ vor.

Die digitale Edition eröffnet neue Perspektiven auf die Vernetzungen Martin Bubers und macht historische Briefwechsel auf innovative Weise zugänglich und erforschbar.

🏛️ Danach gibt es im Martin-Buber-Haus noch jede Menge zu entdecken! Besuchen Sie uns, lernen Sie das Haus und seine Geschichte kennen und erfahren Sie mehr über Rosch ha-Schana und die Traditionen dieses Fests.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch – und auf einen besonderen Tag zwischen Geschichte, Erinnerung, jüdischer Tradition und digitaler Zukunft.

📅 Sonntag, 13. September 2026
🕚 11:00–15:00 Uhr
🎙️ Eröffnungsvortrag: 11:15 Uhr
📍 Martin-Buber-Haus, Heppenheim

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🍎🍯 From September 11 to 13, 2026, Jewish people celebrate Rosh Hashanah, the beginning of the new Jewish year. The year 5787 begins in 2026.

Rosh Hashanah is a time for reflection: people look back on the past year, reflect on their own actions, and look forward with hope to the coming year. An important symbol of the holiday is the shofar, the traditional ram’s horn. Its sound invites contemplation, renewal, and a conscious new beginning.

🍎 A particularly lovely tradition is apple with honey: a piece of apple is dipped in honey—symbolizing the wish for a good and sweet new year. The sweetness of the honey represents the hope for a happy, fulfilling, and blessed year. Shana Tova u’Metuka!

✨ This year, Rosh Hashanah coincides with Open Monument Day. On Sunday, September 13, we will open the Martin Buber House from 11:00 a.m. to 3:00 p.m. and host an Open House as part of Open Monument Day 2026!

🎙️ Our opening lecture begins at 11:15 a.m.:
Thomas Kollatz will present the 24-year academic project “Buber Correspondences Digital: The Dialogical Principle in Martin Buber’s Networks of Scholars and Intellectuals in the 20th Century.”

The digital edition opens up new perspectives on Martin Buber’s connections and makes historical correspondence accessible and searchable in an innovative way.

🏛️ Afterward, there’s still plenty to discover at the Martin Buber House! Visit us, get to know the house and its history, and learn more about Rosh Hashanah and the traditions of this holiday.

We look forward to your visit—and to a special day blending history, remembrance, Jewish tradition, and the digital future.

📅 Sunday, September 13, 2026
🕚 11:00 a.m.–3:00 p.m.
🎙️ Opening lecture: 11:15 a.m.
📍 Martin Buber House, Heppenheim

Adresse

WerleStr. 2
Heppenheim An Der Bergstrasse
64646

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 15:00
Dienstag 09:00 - 15:00
Mittwoch 09:00 - 15:00
Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 13:00

Telefon

+4962526896810

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