Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Helgoland e. V.

Wegbeschreibung Website

Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Helgoland e. V. Unsere Fokus liegt bei der Erhebung feldornithologischer Beobachtungsdaten. Gleichzeitig verstehen w Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Helgoland e.V.

wurde zum Zweck der Förderung der Faunistik auf der Insel am 09.03.1991 gegründet – natürlich auf Helgoland. Die Anzahl der Mitglieder hat seit der Gründung eine stark zunehmende Tendenz und mittlerweile haben sich über 650 Beobachter:innen zu einer Mitgliedschaft entschlossen. Die Hauptaufgabe des Vereins besteht in der Erhebung feldornithologischer Beobachtungsdaten, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“ als Jahresbericht veröffentlicht werden, der allen Mitgliedern kostenlos zugestellt wird. Der Verein versteht sich aber auch als Ansprechpartner und Kontaktadresse für die zahlreichen, die Insel besuchenden Beobachter und ist bemüht, auch unter den Beobachtern Kontakte zu knüpfen. Für die Realisierung dieser Tätigkeiten ist die OAG auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Falls Ihr Lust bekommen habt die Ereignisse auf Helgoland im Auge zu behalten und die Arbeit der OAG zu fördern: Werdet Mitglied!

_________________________________

Die Helgoländer Avifaunistische Kommission (HAK) wurde im April 1997 gegründet, um die Deutsche Seltenheitenkommission (DSK) zu entlasten sowie regional (also nur auf Helgoland) seltene Vogelarten zu beurteilen. Inzwischen ist die HAK auch für Beobachtungen seltener Vogelarten in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der deutschen Nordsee zuständig. Link: https://www.oag-helgoland.de/index.php/hsk-meldebogen/

Der Mai auf Helgoland hatte es in sich - und begann direkt vielversprechend. Schon am 1. Mai sorgten ein Halsbandschnäpp...
28/05/2026

Der Mai auf Helgoland hatte es in sich - und begann direkt vielversprechend. Schon am 1. Mai sorgten ein Halsbandschnäpper, viele ziehende Weißwangengänse sowie zwei durchziehende Säbelschnäbler für einen starken Auftakt.

Am 2. Mai folgte dann das DDA Bird Race, das sich ebenfalls als sehr erfolgreich erwies. Besonders auffällig war erneut der starke Durchzug von Weißwangengänsen. In einem der Trupps konnte sogar eine Zwerggans entdeckt werden - für Helgoland eine absolute Seltenheit.

Nach diesem vielversprechenden Start wurde es zunächst etwas ruhiger. Am 5. Mai zog ein Kranich durch – es folgten noch einige mehr, am 6. Mai zog der erste Wespenbussard über der Insel. Ab dem 8. Mai nahm das Zuggeschehen dann wieder Fahrt auf: Am E-Werk sang ein Sprosser, während an der Ostklippe eine Weißbart-Grasmücke entdeckt wurde, die nicht sicher auf Unterartniveau bestimmt werden konnte. Am 9. Mai hielt sich am Kringel eine männliche Iberien-Bartgrasmücke auf.

Auch zur Monatsmitte blieb es spannend. Am 15. Mai wurde ein Temminckstrandläufer beobachtet, außerdem zogen ab dem 15. Mai mehrere größere Trupps Bienenfresser über die Insel - mit bis zu neun Individuen. Am 20. Mai erschien der erste Karmingimpel, gefolgt von einer Balkan-Bartgrasmücke am 21. Mai, die auch am Folgetag noch anwesend war. Dazu kamen weitere seltene oder regional bemerkenswerte Arten wie Turteltaube, Zwergschnäpper und Flussregenpfeifer.

Am 23. Mai konnte an der Ostklippe ein singender Buschrohrsänger entdeckt werden, außerdem zog über der Düne ein Rotkehlpieper durch. Am 24. Mai folgte ein Schwarzmilan über der Insel - auf Helgoland weiterhin eine sehr seltene Erscheinung. Zusätzlich wurde eine neue Balkan-Bartgrasmücke entdeckt.

Gegen Ende des Monats wurde es dann richtig turbulent. Am 26. Mai konnten an der Ostklippe gleich zwei Samtkopfgrasmücken entdeckt werden - eine Art, die schon deutschlandweit zu den großen Seltenheiten zählt. Dass es sich offenbar um ein Männchen und ein Weibchen handelt, macht die Beobachtung noch außergewöhnlicher. Die beiden halten sich seitdem weiterhin dort auf, und das Weibchen zeigt ein sehr auffälliges, heimliches Verhalten. Ob sich hier vielleicht sogar etwas in Richtung Brut anbahnt? Das wäre sensationell - der erste Brutnachweis der Samtkopfgrasmücke in Deutschland!

Als wäre das nicht genug, wurde am Abend des 26. Mai auf der Düne auch noch ein Rosenstar entdeckt, der sich am 27. Mai weiterhin auf der Insel aufhielt.

Zum vorläufigen Abschluss dieses außergewöhnlichen Monats sang heute, am 28. Mai, ein Iberienzilpzalp an der Ostklippe. Außerdem wurde im Mittelland beziehungsweise am Berliner Bär eine weitere Weißbart-Grasmücke entdeckt, bei der es sich vermutlich ebenfalls um eine Iberien-Bartgrasmücke handelt. Zusätzlich hält sich im Mittelland-Ost weiterhin eine Balkan-Bartgrasmücke auf.

Zu guter Letzt kehrte in der zweiten Maihälfte auch eine der beringten Gelbkopf-Schafstelzen von 2025 zurück – mal schauen ob es zu einer weiteren Brut in diesem Jahr kommt.

Was für ein Mai! Von starkem Gänsezug über mediterrane Grasmücken bis hin zu potenziell historisch spannenden Samtkopfgrasmücken - Helgoland hat einmal mehr gezeigt, warum die Insel einer der aufregendsten und besten Orte für Vogelbeobachtung in Deutschland ist.

English Summary:
May on Helgoland brought an impressive run of rare and notable birds. The month started strongly with a Collared Flycatcher, heavy passage of Barnacle Geese, two Avocets, and an exceptional Lesser White-fronted Goose during the DDA Bird Race.

Further highlights included Crane, Thrush Nightingale, Western Subalpine Warbler / subalpine warbler sp., Temminck's Stint, several groups of European Bee-eaters, Eastern Subalpine Warbler, Turtle Dove, Red-breasted Flycatcher, Red-throated Pipit, Blyth's Reed Warbler, Black Kite, Rosy Starling and Iberian Chiffchaff.

The standout event came late in the month with two Sardinian Warblers at the Ostklippe - apparently a male and a female. As this species is extremely rare in Germany, their continued presence and secretive behaviour make this one of the most exciting records of the month.

April Update: Iberien-Bartgrasmücke & SteppenweiheNach dem vogeltechnisch herausragenden Start beruhigte sich das Zugvog...
23/04/2026

April Update: Iberien-Bartgrasmücke & Steppenweihe

Nach dem vogeltechnisch herausragenden Start beruhigte sich das Zugvogelgeschehen im Anschluss etwas. Die Rosenmöwe hielt sich bis zum 9. April bei uns auf und wurde seitdem leider nicht mehr gesehen. Am 12. April zog ein Seeadler durch – eine Art, die auf Helgoland immer noch recht selten ist, in den letzten Jahren aber deutlich zugenommen hat. An gleichem Tag zogen viele Große und Regenbrachvögel über die Insel – für letztere ein recht frühes Datum.

Vom 15. bis 17. April konnte dann eine Iberien-Bartgrasmücke beobachtet werden. Auch Iberien-Bartgrasmücken haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen und sind die letzten Jahre jährlich auf Helgoland zu sehen gewesen. Zusätzlich nehmen nun auch die Langstreckenzieher zu und die ersten Trauerschnäpper, Feldschwirle, Kuckucke und am 22. April sogar schon der erste sehr frühe Mauersegler zogen über die Insel. Aber auch u. a. Zilpzalpe, Singdrosseln, Wiesenpieper und Mönchsgrasmücken ziehen weiterhin in teilweise großen Mengen über die Insel. Regionale Seltenheiten in den letzten Tagen waren ein Wiedehopf am 18. April, ein Girlitz am 19. April sowie eine durchziehende Steppenweihe am 22. April. Neben den Singvögeln konnten am 20. und 21. April zusätzlich noch mehrere 1000 Zwergmöwen um die Insel herum beobachtet werden.

̈hling

Was für ein verrückter Start in den April. Normalerweise ist es um diese Jahreszeit noch relativ ruhig mit seltenen Voge...
09/04/2026

Was für ein verrückter Start in den April. Normalerweise ist es um diese Jahreszeit noch relativ ruhig mit seltenen Vogelarten. Dieses Jahr ist alles aber ein bisschen anders - vielleicht ein Ausgleich für den relativ seltenheitsarmen Herbst 2025 :-)

Zum einen ist die Rosenmöwe weiterhin sporadisch anwesend. Sie fliegt oft weit nach Nord hinaus und ist stundenlag auf See. Viele Vogelbeobachter:innen kamen die letzten Tage nach Helgoland um diese seltene Möwenart zu beobachten. Eigentlich jeder fuhr mit einer erfolgreichen Beobachtung wieder Nachhause - allerdings waren es teilweise dramatische und unfassbare Beobachten wenige Minunten bevor das Schiff abfuhr. Ein Selbstläufer ist die Möwe auf jeden Fall nicht!

Heute - Donnerstag, 9. April 2026 - wurde dann ein Tüpfelsumpfhuhn am Grillteich auf der Düne entdeckt - der erste belegte und anerkannte Nachweis seit 2013. Zusätzlich konnte auf der Hauptinsel ein Seeregenpfeifer entdeckt werden. Das Tier wirkt jedoch etwas schlapp, hat es das rechte Auge doch permanent geschlossen. Nach einigem unsteten Herumfliegen im Nordostgelände hat sich das Tier am Nordoststrand der Hauptinsel niedergelassen. Auch Seeregenpfeifer sind bei weitem keine jährliche Art!

̈hling

Drittnachweis für Helgoland: Rosenmöwe !!!!!Third record for Helgoland: Ross`s Gull !!!!!Heute Mittag (31.3.2026) saß fü...
31/03/2026

Drittnachweis für Helgoland: Rosenmöwe !!!!!
Third record for Helgoland: Ross`s Gull !!!!!

Heute Mittag (31.3.2026) saß für einige Zeit eine Rosenmöwe auf der Mole des Düne-Anlegers: Drittnachweis für Helgoland. Der letzte Nachweis dieser Rarität gelang am 4. März 1990 am Kringel. Der Erstnachweis erfolgte am 5. Februar 1858 (erschossenes Männchen auf See).

Der Vogel zog dann in nördliche Richtung aufs offene Meer - mal schauen ob er zurückkommt und der Vogel uns einige Zeit auf und um die Insel mit seiner Anwesenheit erfreut!!

Zusätzlich konnte am Kringel eine adulte Eismöwe beobachtet werden.

̈hling

Der Frühling macht sich zwar bei den Temperaturen noch kaum bemerkbar, bei den durchziehenden Vogelarten jedoch schon. E...
24/03/2026

Der Frühling macht sich zwar bei den Temperaturen noch kaum bemerkbar, bei den durchziehenden Vogelarten jedoch schon. Eine der am meisten erwarteten Arten Ende März sind jährlich die weißsternigen Blaukehlchen. Nachdem diese in den letzten Jahren recht spärlich auf der Insel rasteten, konnten in diesem Jahr schon einige beobachtet werden. Zusätzlich ergänzen die bisherigen Arten wie Heckenbraunelle, Singdrossel, Amsel & Co inzwischen auch erste Zilpzalpe, Mönchsgrasmücken und Steinschmätzer – letzter ist der erste Langstreckenzieher, der es von südlich der Sahara bis zu uns geschafft hat. Am 18. März hatten wir zusätzlich einen außergewöhnlich starken Zugtag bei Rotdrosseln.

Seltene Arten der letzten Tage sind Raritäten regionaler Art. So konnte am 16. März eine Schnatterente auf der Düne beobachtet werden und es halten sich seit 19. März drei Schwanzmeisen auf der Hauptinsel auf. Zusätzlich konnte am 19. März ein Silberreiher und am 24. März ein Eisvogel beobachtet werden.

Mal schauen, wann es die erste richtige Rarität zu uns schafft …

̈hling

Die Pflanzen bekommen so langsam Knospen, der Frühlingszug bei den Vö**ln beginnt und der Schnee ist endlich weg …Der Fe...
11/03/2026

Die Pflanzen bekommen so langsam Knospen, der Frühlingszug bei den Vö**ln beginnt und der Schnee ist endlich weg …

Der Februar war doch bis in die zweite Hälfte von eisigen Temperaturen und Ostwind geprägt. So gab es wenig bis keinen Vogelzug. Ab ca. dem 20. Februar änderte sich dies aber und bis auf einige Tage zogen seitdem doch einige bis viele Vögel über die Insel. Geprägt ist das Zuggeschehen dabei durch Kurzstreckenzieher wie Feldlerche, Heckenbraunelle, Schwarzkehlchen, Rotkehlchen, Amsel, Star oder Buchfink. Aber inzwischen sind auch die ersten Wintergoldhähnchen und Zilpzalpe auf ihrem Weg nach Skandinavien wieder bei uns eingetroffen.

Die wirklichen Seltenheiten lassen noch auf sich warten. Zwischen dem 21. und 25. Februar hielt sich jedoch ein Schwarzhalstaucher um die Insel auf. Eine lokale Seltenheit, sind Schwarzhalstaucher doch keine jährliche Art bei uns…

Nun schauen wir mal wie der Vogelzug sich die kommenden Tage und Wochen entwickelt. Der Start ist bisher sehr vielversprechend!

Und auch am Lummenfelsen füllen sich die Brutplätze so langsam. Bis auf Dreizehenmöwen konnten schon alle vier anderen für Deutschland einzigartigen Hochseevogelarten an ihrem Brutplatz gesehen werden. Aber auch die Dreizehenmöwen sind schon auf See um die Insel herum zu beobachten. Heute konnte in Großbritannien auch ein Schwarzbrauenalbatros gesichtet werden, mal schauen, ob es eines dieser Tiere auch mal wieder nach Helgoland verschlägt …

̈hling

10/01/2026
Winterwunderland oder WinteralptraumNicht erst seit Sturm „Elli“ hat der Winter Helgoland fest im Griff. Solche Schneeme...
10/01/2026

Winterwunderland oder Winteralptraum

Nicht erst seit Sturm „Elli“ hat der Winter Helgoland fest im Griff. Solche Schneemengen gab es seit Jahrzehnten nicht. Der Schnee schafft noch einmal eine andere, schöne Atmosphäre. Auf der anderen Seite ist die Insel nicht auf so ein Schneechaos vorbereitet und u. a. Streusalz wird knapp.

Ornithologisch gab es in den ersten Januartagen dann auch noch ein paar erwähnenswerte Arten wie Samtente, Eistaucher, mehrere Tafelenten und zwei Nilgänse. Ein erwähnenswerter Tag war der 4. Januar. Hier zogen mehrere Tausend Gänse über die Insel – Kälteflucht. Zusätzlich konnten zwei Seeadler beobachtet werden, für Helgoland immer noch eine Rarität.

Die vorjährige Eismöwe ist immer noch anwesend und wird seit ein paar Tagen von einem adulten Individuum begleitet. So darf es gerne weitergehen!

//

Winter wonderland or winter nightmare

Winter has gripped Helgoland firmly in its claws, and not just since storm “Elli” passed through. There hasn’t been this much snow for decades. The snow creates a unique and beautiful atmosphere. On the other hand, the island is not prepared for such snow chaos and, among other things, road salt is running low.

From an ornithological point of view, there were also a few noteworthy species in the first days of January, such as one Velvet Scoter, one Great Northern Diver, several Common Pochards, and two Egyptian Geese. January 4 was a noteworthy day. Several thousand geese, mainly Barnacle Geese, flew over the island – escaping the cold. In addition, two White-tailed Eagles were observed, still a rarity for Helgoland.

The 2cy Glaucous Gull is still present and has been accompanied by an adult individual for a few days. Let's hope this year continues like this!

̈wen

Ein frohes Neues Jahr 2026 wünscht die OAG Helgoland e. V.!Das Jahr 2026 startete auf Helgoland sehr stürmisch - Windric...
02/01/2026

Ein frohes Neues Jahr 2026 wünscht die OAG Helgoland e. V.!

Das Jahr 2026 startete auf Helgoland sehr stürmisch - Windrichtung West bis Nordwest.

Gute Voraussetzungen für viele Möwen. Und so kam es, dass sowohl am fast komplett überfluteten Nordoststrand als auch am Kringel und auf unterschiedlichen Molen viele hunderte Möwen ruhten oder Nahrung suchten. Vor allem Sturmmöwen aber auch diverse Großmöwenarten. Das Highlight war dann heute eine vorjährige Eismöwe - gelungener Start ins neue Jahr!

Wir wünschen euch einen wunderschönen Start in das Jahr 2026 und hoffen auf viele besondere Beobachtungen seltener Vogelarten. Es kann ja nur besser werden als im letzten Jahr 😊

//

Happy New Year 2026!

The year 2026 started very stormy on Helgoland, with winds blowing from the west to northwest.

These were good conditions for many Gulls. And so it was that hundreds of Gulls rested or searched for food on the almost completely flooded northeast beach, as well as at „Kringel“ and on various jetties. Mostly Common Gulls, but also many large gulls. The absolute highlight today was a second-year Glaucous Gull – a successful start to the new year!

We wish everyone a wonderful start to 2026 and hope for many memorable sightings. It can only get better than 2025, after all 😊

̈wenliebe

Adresse

An Der Sapskuhle 511
Helgoland
27498

Benachrichtigungen

Erfahren Sie als Erste/r von Neuigkeiten und Aktionen: Wir schicken Ihnen eine E-Mail, wenn Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Helgoland e. V. etwas veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird für keinen anderen Zweck verwendet, und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen