18/11/2025
Heute haben wir Dr. Bernd Schumacher gefragt, welche Botschaft er jungen Menschen mitgeben würde, die gerade in das Feld der systemischen Therapie hineinwachsen.
Er betont, wie wichtig es ist, nicht in Manualen nach Orientierung zu suchen, sondern in den Menschen selbst. Man solle zuhören und nicht versuchen, Klientinnen und Klienten an ein Vorgehen anzupassen, sondern sich selbst an ihre Erzählungen. Entscheidend sei das strukturelle Verstehen, also das Erfassen der Wechselwirkungszusammenhänge. Dafür brauche es philosophische Bildung, also Bildung, die sich mit dem Denken selbst beschäftigt.
Er betont außerdem, dass therapeutisches Arbeiten ein Denk- und Verstehwerkzeug braucht. Empathie versteht er dabei nicht inhaltlich, sondern strukturell. Es geht nicht darum, Gefühle mitzuerleben, sondern die Struktur zu erfassen, die eine Person für sich geschaffen hat. Bateson (1979) definiert Information als einen Unterschied, der einen Unterschied macht. Genau diesen Unterschied können Therapeutinnen erst dann anbieten, wenn sie verstanden haben, was bereits da ist.
Schließlich erinnert er daran, wie wichtig es ist, selbst zu denken und nicht alles zu glauben.
Video anschauen: https://youtube.com/shorts/Nb9e-C51phM?feature=shared
Heute haben wir Dr. Bernd Schumacher gefragt, welche Botschaft er jungen Menschen mitgeben würde, die gerade in das Feld der systemischen Therapie hineinwach...