Am Anfang stand die Erkenntnis, dass Teilen und Tauschen mehr Sinn und Freude macht als das bloße Besitzen. Daraus entstand die Idee, im Dorf gemeinschaftlich Obstsäfte zu pressen und damit eine alte Tradition des Verarbeiten regionaler Produkte wieder aufleben zu lassen. Der Anbau von Obst aus eigenem Garten aber auch von öffentlichen Flächen macht glücklich und ist gleichzeitig ein wichtiger Bei
trag zum Natur- und Artenschutz. Obstbäume und Streuobstwiesen bieten wichtige Lebensräume u.a. für bedrohte Insektenarten und gleichzeitig eine Ressourcen schonende regionale Nahrungsquelle. Warum dann eigentlich nicht einen Verein mit eben diesen Zielen gründen? Viele Hattstedter freuten sich über die Idee und signalisierten Unterstützung. Die Gemeinde stellte als Quartier das alte Kutscherhäuschen am Amtsweg zur Verfügung - von nun an unser "Apfelhaus". So kam es am 27. Juni 2019 zur Gründung des Vereins. Seitdem wachsen der Verein und die Zahl der Förderer stetig auf inzwischen über 60 Mitglieder, wurden mehrere Tausend Liter besten Hattstedter Obstsaftes gemostet und über 300 Obstbäume für den Natur- und Artenschutz und die Bürgerinnen und Bürger gepflanzt. Unsere Vision ist es, den alten Brauch des gemeinschaftlichen Anbaus und der Verarbeitung regionaler Obstsorten wieder aufleben zu lassen. Wir wollen nachhaltigen Obstanbau wieder in den Gärten und in der Landschaft etablieren, Streuobstwiesen anlegen und auf kommunalen Flächen Obst für alle anpflanzen. Wir wollen damit einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz leisten. Dabei leiten uns die Grundprinzipien des Gemeinwohls, die für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen steht. Wir wollen durch Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen eine handlungsorientierte, ganzheitliche und inklusionsgeleitete Umweltpädagogik unterstützen.