Partnerschaft für Demokratie Hattingen

Partnerschaft für Demokratie Hattingen „Demokratie leben Hattingen“ unterstützt verschiedene Projekte in den Themenfeldern Bildung, Be Ansprechperson ist Heiko Koch

21/08/2025
Der Duft der Kiefern – Meine Familie und ihre GeheimnisseEine sehr schöne Graphic - Novel Lesung erlebten die BesucherIn...
20/08/2025

Der Duft der Kiefern – Meine Familie und ihre Geheimnisse

Eine sehr schöne Graphic - Novel Lesung erlebten die BesucherInnen am Sonntag den 17. August 2025 im Bürgerzentrum Holschentor in Hattingen. Die Berliner Graphikerin Bianca Schaalburg las aus ihrem Debüt-Comic „Der Duft der Kiefern – Meine Familie und ihre Geheimnisse“ für den sie im Jahr 2022 den Deutschen Jugendliteraturpreis erhielt.

Sie nahm die interessierten Gäste auf eine akribische Recherchereise durch die Biographie ihrer Familie mit. Mit vielen Besuchen in bundesdeutschen Archiven, bei denen sie die Unterstützung ihres Sohnes bekam, Recherchen in Berlin, wobei sie ihr Onkel unterstützte, und bei Reisen nach Riga und Yad Vashem erhielt sie Informationen und Inspirationen für ihre Familiengeschichte. Sie förderte viel Vergessenes und Verschwiegenes an das Tageslicht. Zeigte aber auch auf, dass einige (dunkle) Geheimnisse noch immer bestehen und vermutlich bestehen bleiben.

Mit dieser Graphic Novel gelang ihr eine beeindruckende Einsicht in die Geschichte ihrer Familie. Nicht nur über die verantwortungsvolle Verstrickung Einzelner in das NS-System, sondern auch die vielschichtigen Auswirkungen des NS-Systems auf die Erziehung und Entwicklung der kommenden Generationen.

Ihre Geschichte(n) rankt(en) sich aber auch um drei Opfer des NS-Systems - verhaftete, deportierte und in den Vernichtungslagern des Dritten Reichs ermordete JüdInnen. Diesen wird mit drei Stolpersteinen genau vor dem Haus im Eisvogelweg gedacht, in dem sie als Kind immer ihre Großmutter besuchte. In dem Eisvogelweg in Berlin-Zehlendorf, wo es immer so herrlich nach Kiefern duftete. Jenen Menschen, deren Geschichte so ausgelöscht ist, dass über sie nichts mehr in Archiven und Hinterlassenschaften zu erfahren ist, gab Bianca Schaalburg über fiktionale Erzählungen eine Vita und somit „ein Gesicht“. Dieses Wagnis kann man nur als gelungen bezeichnen. Es bewegt und ergreift einen darüber, dass man diesen Menschen in ihren Freuden und Leiden folgen kann. Und schlussendlich erschüttert ist über das ungesühnte Unrecht, was ihnen widerfuhr.

Für die Lesung brachte die Autorin einige kleine Artefakte, wie Bilderrahmen, Kieferzapfen und Dokumente mit, die in ihrer Graphic-Novelle eine Rolle spielen. Diese verspielte Darstellungsweise und die Möglichkeit diese Funde selbst auch einmal zur Hand zu nehmen bereicherte die Präsentation.

Im Anschluss an die Lesung signierte die Autorin Exemplare ihres Buches für die BesucherInnen mit schönen Zeichnungen. Damit endete die mittlerweile fünfte Veranstaltung mit namhaften ZeichnerInnen und AutorInnen aus der Welt der pädagogischen Graphic – Novel, die im Demokratieforum Hattingen stattgefunden haben.

Für diejenigen, die an der Geschichte der deportierten und ermordeten JüdInnen aus Hattingen interessiert waren hatte der scheidende Stadtarchivar Thomas Weiss zwei Dokumentationen über die örtlichen Stolpersteine der PfD zukommen lassen. Diese wurden zahlreich mitgenommen.

Bianca Schaalburg:
https://bianca-schaalburg.de
https://www.facebook.com/bianca.schaalburg
Ihr neuer Comic „Emma und Amir – in Schatten des Terrors“ wird im November 2025 im Verlag Jacoby und Stuart erscheinen. https://www.jacobystuart.de/buecher-von-jacoby-stuart/erscheint-demnaechst/emma-und-amir

11/05/2025
11/05/2025

Das Ende der schwarzen Riesen?
Ausstellung vom 21.5.-26.10.2025

Neben der Sonderausstellung "The Beauty of Steel" startet bei uns am 21. Mai die Ausstellung "Das Ende der schwarzen Riesen?". Die Fotoausstellung beschäftigt sich mit stillgelegten Industrieanlagen und deren Rückbau und nimmt damit gewissermaßen die Gegenposition zur "Beauty of Steel"-Ausstellung ein, die die ästhetische Seite der Stahlindustrie zeigt.

Die Faszination für die Stahlindustrie begann für den aus Sprockhövel stammenden Fotografen Leon Brink schon in seiner Kindheit mit Besuchen auf der Henrichshütte. Mit dem zunehmenden Verschwinden der großen Industrieanlagen, sowohl in Deutschland als auch in Europa, entstand der Wunsch diese Orte zu dokumentieren und ihre Geschichte zu bewahren.

Die Fotografien zeigen stillgelegte Anlagen der Stahlindustrie und deren Rückbau in Schwarz-Weiß. Sie stammen aus den Montanregionen Belgiens und Frankreichs sowie aus dem Ruhrgebiet und Eisenhüttenstadt. Die Arbeiten halten das Verschwinden der Stahlindustrie fest und bieten einen Einblick in den Wandel der Industriegebiete.

Einen Vorgeschmack gibt es unter
www.industrialfoto.de

03/05/2025

Save the date. 😀

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Hattingen
45525

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