04/05/2026
Die Bonnerin Savita Wagner hat als freiwillige Frontsanitäterin in der Ukraine ihr Leben verloren. Die 36-jährige Deutsche schloss sich nach dem russischen Angriff vom 24. Februar 2022 der ukrainischen Armee an, zunächst offiziell als medizinische Helferin in sicherer Entfernung zur Front. Tatsächlich war sie jedoch direkt an der Frontlinie im Einsatz, wo sie schwer verletzte Soldaten versorgte und aus Gefahrenzonen brachte.
Am 31. Januar 2024 wurde Savita Wagner bei einem Rettungseinsatz tödlich verletzt, als ein Granatsplitter ihre Halsschlagader durchbohrte. Ihre Mutter in Bonn erfuhr erst nach dem Tod der Tochter von deren tatsächlichem Einsatz als Frontsanitäterin. In der Ukraine wird Savita Wagner als Heldin verehrt; ihr wird zugeschrieben, mit ihrem Engagement zahlreiche Leben gerettet zu haben. Für ihren Einsatz erhielt sie mehrere Tapferkeitsauszeichnungen.
Zwei Jahre nach ihrem Tod ist nun das Fronttagebuch von Savita Wagner erschienen, das ihren Weg von der studentischen Helferin zur Frontsanitäterin nachzeichnet. Darin beschreibt sie den Alltag im Krieg, ihre Motivation, sich der Ukraine anzuschließen, und die Belastungen an der Front. Persönliche Erinnerungsstücke wie ihre Feldjacke, ihr Helm und ihr Tagebuch wurden zudem in die Sammlung des Hauses der Geschichte in Bonn aufgenommen und sollen an das Schicksal der deutschen Freiwilligen im Ukraine-Krieg erinnern.