13/06/2026
Stahl hat Zukunft. Aber dafür muss die Politik jetzt liefern.
Gestern waren rund 1.700 Stahl-Beschäftigte aus über 40 Betrieben in Berlin. Auch aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sind hunderte Kolleginnen und Kollegen angereist – aus Salzgitter, Peine, Georgsmarienhütte, Ilsenburg und weiteren Standorten.
Sie waren nicht da, um höflich zu bitten. Sie waren da, weil es um ihre Zukunft geht. Beim Stahlgipfel im Bund wurden Zusagen gemacht. Jetzt müssen daraus endlich konkrete Entscheidungen werden:
Wir brauchen bezahlbare und verlässliche Industriestrompreise, damit Stahl hier produziert werden kann – und nicht dort, wo Energie billiger und Klimaschutz egal ist.
Wir brauchen wirksamen Handelsschutz gegen unfairen Dumping-Stahl, damit unsere Betriebe nicht kaputtkonkurriert werden.
Wir brauchen klare Local-Content-Regeln, damit öffentlicher Bau, Schienen, Brücken, Windräder und Infrastruktur auch mit Stahl aus Europa und Deutschland möglich gemacht werden.
Und wir brauchen beim Emissionshandel eine Lösung mit Augenmaß: Wer in grünen Stahl investiert hat, braucht Verlässlichkeit. Aber Standorte, die noch nicht so weit sind, dürfen nicht abgehängt werden. Der Weg zum grünen Stahl muss für alle möglich bleiben.
Denn eines ist klar: Klimaneutralität und gute Industriearbeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Genau deshalb standen wir zusammen. Kolleginnen und Kollegen aus Salzgitter, Peine, Georgsmarienhütte, Ilsenburg und vielen anderen Werken.
Unsere Botschaft an die Bundesregierung ist klar: Nicht weiter zögern. Nicht weiter vertrösten. Nicht weiter auf halbem Weg stehen bleiben. Wer Stahl in Deutschland will, muss jetzt handeln.