14/07/2026
+++++EINSATZ+++++
Einsatz 10/2026
🕒 : 14.07.2026, 06:42 Uhr
🏡 : Rassau
📟 : B3Y Feuer/Rauchentwicklung mit Groß-/ Kleintierbeteiligung
🚒 : LF8,TLF16/24,TLF2000-W
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~Einsatzbericht~
+++ Bei Scheunenbrand in Rassau: Bulle in Panik stürmt durch Terrassentür +++
Bei dem schweren Feuer am Dienstmorgen in Rassau (Landkreis Uelzen) ist es zu einer dramatischen Situation gekommen. Von den aus der brennenden Scheune befreiten Bullen ist mindestens ein Tier in Panik über den Zaun des Nachbargrundstücks und durch eine Terrassentür gesprungen. Der Bulle wütete im Wohnzimmer des Hauses.
Rassau – Als wäre der Brand der Scheune nicht bereits schlimm genug gewesen: Am Rande des Großfeuers am Dienstag in Rassau ist es für direkte Nachbarn zu einem zweiten Schreckmoment gekommen. Die Nachbarin hatte nicht nur das Feuer entdeckt und die Feuerwehr verständigt. Sie und ihr Mann sehen sich jetzt mit einem demolierten Wohnzimmer konfrontiert. Denn in der Scheune, in die der Blitz gegen 6.40 Uhr eingeschlagen war und dabei unter dem Dach gelagerte Heuballen in Brand steckte, befanden sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers vier Bullen. Diese sind aus dem Gebäude befreit worden, berichtet der Gemeindebrandmeister von Rosche, Sebastian Gade. Er bestätigt auf Nachfrage auch, dass sich die Tiere in Panik befanden. Mindestens eines sprang demnach über einen Zaun des Nachbargrundstücks und stürmte durch eine Terrassentür. Dahinter befand sich das Wohnzimmer des Hauses. Der besagte Nachbar berichtet, dass er selbst zu diesem Zeitpunkt nicht im Haus war, aber seine Frau. Das Gespräch mit der AZ konnte er zunächst nicht zu Ende führen, weil die Polizei ihn benötigte. Das Schadensausmaß, das durch die Tiere verursacht wurde, ist unklar. Über den Zustand der Tiere ist zurzeit ebenfalls noch nichts bekannt. Es war von einem eingeklemmten Bullen die Rede gewesen. Vor Ort befand sich eine Veterinärin, unter deren Anleitung die Tiere in Fahrzeuge geladen wurden, und gegen 10.10 Uhr schließlich abtransportiert wurden. Nach AZ-Informationen kamen sie zunächst auf einem Hof in Növenthien, wenige Kilometer entfernt von Rassau, unter. Eine Presseanfrage zum weiteren Vorgehen bezüglich der vier Bullen läuft aktuell. Das Aufladen der Tiere war ein heikler Moment. Mit einer Drehleiter wurde die Zufahrt abgeschirmt. Ein bereits vor Ort befindlicher Bagger, mit dem das Dach später heruntergenommen wurde, rückte nicht weiter vor, um die Tiere nicht nervös zu machen. Die AZ hörte Anweisungen an die Feuerwehrkräfte mit, wonach diese Acht geben sollten, falls die Tiere erneut durchgehen sollten. Die Löscharbeiten beim Brand dauerten derweil bis in den späten Vormittag an. Die B71 blieb gesperrt.
Text: Allgemeine Zeitung Uelzen
Fotos: Pressewart Samtgmeinde Rosche