April 2004 als offizieller unabhängiger Fandachverband von Hannover 96. Über Jahre fungierte man als Schnittstelle zwischen Fans und den Ansprechpartnern bei Hannover 96 und vertrat dabei in enger und konstruktiver Zusammenarbeit die Interessen der stetig wachsenden Mitgliederzahl im Rote Kurve e.V. Diese stieg mit der Zeit auf deutlich über 5000 Mitglieder an. Neben einem Mitglieder-Magazin und F
anfahrten zu Auswärtsspielen organisierte der Rote Kurve e.V. auch antirassistische Projekte wie das jährliche Spaß gegen Stumpf-Festival oder den Antira-Cup, ein Fußballturnier der hannoverschen Fanszene. Als Ansprechpartner stand man an Spieltagen im Zwinger-Club, dem Fantreff im Stadion zur Verfügung. Unter der Woche war der fangeführte Fanladen in der ehemaligen 96-Geschäftsstelle in der Clausewitzstraße zentraler Anlaufpunkt für 96-Fans und Mitglieder der Rote Kurve. Neben dem Verkauf eigener Fanartikel wurden hier auch die Auswärtsfahrten organisiert, Eintrittskarten verkauft und der selbstverwaltete Rote Kurve-Supportersblock im Zentrum der Nordkurve betreut. Viele Jahre engagierte man sich auch in der Fanrunde, einem Gremium in dem Faninteressen den Verantwortlichen von Hannover 96 vorgetragen wurden und bestimmte Projekte beschlossen wurden. Besonders in diesem Gremium kam es über die Jahre immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten – vor allem mit dem 96-Vorstandsvorsitzenden Martin Kind, der nicht unbedingt als Versteher der Fanseele bekannt ist. Im Gegenteil bezeichnet er Fans lieber als Kunden und Hannover 96 als eine Marke statt einen Verein. Nachdem Hannover 96 sich 2012 zum zweiten Mal für die Europa League qualifiziert hatte, spitzte sich der Konflikt kontinuierlich zu. Nachdem 96 Strafzahlungen für das Abbrennen von Pyrotechnik zu leisten hatte, versuchte man diese im Sinne einer Kollektivstrafe auf alle Fans, also auch jene, die sich nichts zu Schulden hatten kommen lassen, umzulegen. Außerdem drohte man den Vorstand der Roten Kurve persönlich für Strafzahlungen haftbar zu machen und entzog dem Fanladen entgegen aller Absprachen wiederholt die Erlaubnis Eintrittskarten zu verkaufen, womit dieser und die Besitzer akut in ihrer Existenz bedroht waren. Die sich zuspitzenden Konflikte führten zunächst zum Austritt der Fanvertreter aus dem Dialog-Gremium der Fanrunde, zur Schließung des Fanladens und letztendlich zum Beschluss der Mitgliederversammlung des Rote Kurve e.V. über die Auflösung des Vereins. Gleichzeitig beschloss man, die Idee, die Interessen der 96-Fans zu bündeln, nicht sterben zu lassen, sondern den Rote Kurve – 96 Supporters Club als Interessengemeinschaft (IG) weiterleben zu lassen. Den Vorteil sieht man darin, eine lose Struktur ohne feste Verantwortliche und Ansprechpartner zu haben, die ggf. als Ziel für repressive Maßnahmen herhalten müssten. Die Rote Kurve – 96 Supporters Club will die Ideale, die einst zur Gründung der Roten Kurve e.V. führten, hochhalten und auch neu beleben. Zu diesem Zweck wird es zu einer Wiederbelebung des Rote Kurve-Containers im Zwinger-Club an Spieltagen kommen, sodass alle 96-Fans ihre Anliegen schildern können. Außerdem intensivieren wir den Kontakt zu den Fanclubs, um auch deren Interessen berücksichtigt zu wissen. Auch der Antirassismus bleibt eine Säule der Roten Kurve. Projekte wie das "Spass Gegen Stumpf" - Festival oder der Antira-Cup, werden auch in Zukunft von uns unterstützt werden. Desweiteren ist jeder 96-Fan aufgerufen, seine Ideen in die Rote Kurve einzubringen, dafür stehen die monatlich statfindenden Treffen der Roten Kurve, die stets über unsere Homepage, den Newsletter und Facebook angekündigt werden, zur Verfügung. Außerdem erreicht ihr unsere Ansprechpartner per Mail unter: [email protected]
Die Rote Kurve, hat sich entschlossen den Dialog mit Hannover 96 wieder aufzunehmen. Es wurde aber nicht vergessen, was in der Vergangenheit passiert ist und schließlich zur Auflösung des Rote Kurve e.V. geführt hat. Es gilt also auch, den kritischen Geist der Roten Kurve zu bewahren, das Vereinsgeschehen zu begleiten und zu kommentieren.