05/09/2026
Goldfisch statt Zander?
Gespannt ging das AVN-Team heute morgen in den zweiten Tag der MLK-Befischung. Die ersten Strecken am Stichkanal standen auf dem Plan. Los ging’s aber auf Höhe Bramegge – hier ist der Kanal von Kiefernwäldern gesäumt, auf beiden Uferseiten gibt es Steinpackungen, die aber in großen Teilen vergossen sind und natürlich weniger Struktur bieten als offene Schüttungen.
Trotzdem ließen sich einige dickere Aale aus ihren Verstecken herauskitzeln. Dazu Zandernachwuchs von diesem und dem letzten Jahr und größere Exemplare bis fast 60 cm und natürlich das „Standardprogramm“: Flussbarsche, Schwarzmundgrundeln, kleine Weißfische. Auch die ersten Garnelen landeten im Kescher. Unser Ex FÖJler und Fischwirt in spe, Jarle Langner, unterstützt das Team am Wochenende beim Wiegen und Vermessen der Fische.
An der Mündung des Stichkanals empfingen Angler der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung e.V. (NWA) und von Frühauf Bramsche die AVN-Elektrofischer. Einer der Top-Spots der Kanalstrecke, immer gut für richtig große Fische. Die blieben aber aus, und insgesamt kam hier weniger Fisch als erwartet.
Nächster Stopp: Brücke Schagen / Schütte, nur etwa 500 m vom Mündungsgebiet entfernt.
Eine Seite Spundwand, eine Seite Packung: Wie aus dem Nichts plötzlich zwei größere Zander im flachen, ufernahen Wasser. Den Kleineren mit 57 cm konnte Andreas „verhaften“. Außerdem eine erste Marmorgrundel, wieder einige Aale bis über 60 cm und die ersten größeren Flussbarsche von mehr als 25 cm.
Unweit vom Sportboothafen in Hollage befindet sich auf der Ostseite ein kleines „Schongebiet“, ein baulich vom Kanal abgetrennter Bereich. Wie gestern schon gemutmaßt verändert sich die Fischartengemeinschaft offensichtlich mit zunehmender Entfernung vom Hauptgewässer: klareres Wasser, mehr Unterwasserpflanzen, weniger Schiffsverkehr. Ein erster dicker Aland, ein 70er Karpfen, viele Aale, eine 30er Quappe, ein Goldfisch (!)…mehr Biomasse, mehr Vielfalt – die Fänge schienen die These zu bestätigen, und morgen müsste es so weiter gehen. Soweit die Theorie...
Dann stehen die letzten Teilstücke im Stichkanal an, bis runter zum Osnabrücker Ruderverein und Glückaufstraße, bevor wir nachmittags die Befischung der Hauptstrecke fortsetzen.