Arbeitskreis Hannoversche Militärgeschichte

Arbeitskreis Hannoversche Militärgeschichte Hannoversche Militärgeschichte von 1632 – 1918

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05/02/2025

Aus gesundheitlichen Gründen kann ich die Internetpräsenzen des Arbeitskreises nicht mehr weiter betreuen. Da sich dafür leider auch kein Nachfolger gefunden hat, werde ich diese Facebook-Seite und die Webseite in den nächsten Tagen deaktivieren.

05.02.2025 MAT

3. JANUAR 1913 – 75JÄHRIGES JUBILÄUM DER VOIGTS-RHETZERAus dem Hannoverschen Courier:„Hildesheim, 3. Januar.Das 3. Hanno...
03/01/2025

3. JANUAR 1913 – 75JÄHRIGES JUBILÄUM DER VOIGTS-RHETZER

Aus dem Hannoverschen Courier:

„Hildesheim, 3. Januar.

Das 3. Hannoversche Infanterie-Regiment von Voigts-Rhetz Nr. 79 feiert bekanntlich heute und morgen das 75jährige Bestehen. Nicht in der gegenwärtigen Formation, denn das Regiment wurde nach dem Kriege von 1866 aus den Infanterie-Regimentern Nr. 26, 27, 66 und 67 neu gebildet. 75 Jahre sind heute verflossen, seitdem das 1. Hannoversche (Leib-) Regiment, dessen Tradition die 79er fortführen, gebildet wurde. Die Feier fand in der Bürgerschaft lebhafte Anteilnahme, die Stadt ist festlich geschmückt und aus der ganzen Provinz Hannover und den Nachbargebieten waren etwa 4000 ehemalige Regimentsangehörige erschienen. […]

Der heutige Festtag begann mit einem Gottesdienst, und um 11 Uhr fand auf der Steingrube eine Parade und ein Regimentsappell […] statt.“ Nach dem Kaiserhoch „hielt Oberst Roeßler eine Ansprache, in der er an die große Zeit vor 100 Jahren erinnerte […]. Nach dem Parademarsch des Regiments und der alten Krieger zog eine Abordnung zum Kriegerdenkmal, wo eine Anzahl Kränze niedergelegt wurde.

Nachmittags fanden in den drei größten Lokalen der Stadt [den Sälen des Theatergartens, der Union und dem katholischen Vereinshaus] für die ehemaligen Angehörigen des Regiments Festkommerse statt.“ (Hannoverscher Courier Nr. 30302, Sonnabend, 4. Januar 1913, Abend-Ausgabe, S. 6)

„Am zweiten Festtage der Jubiläumsfeier der 79er, Sonnabend, fand nachmittags im Offizierskasino ein Festessen statt, an dem zahlreiche ehemalige Offiziere der 79er teilnahmen. […] Oberbürgermeister Dr. Ehrlicher überbrachte die Glückwünsche der Stadt und überreichte dem Regiment einen kostbaren Tafelaufsatz im Werte von 5000 M[ark] als städtische Jubiläumsgabe.“ (Hannoverscher Courier Nr. 30304, Montag, 6. Januar 1913, Abend-Ausgabe, S. 6)

03.01.2025 MAT

Abbildung: „Offizielle Fest-Postkarte“ „Erinnerung an die 75jährige Jubiläumsfeier des Inf. Regiments von Voigts-Rhetz No. 79 am 3. Januar 1913.“, Hildesheim 1913, gelaufen 1913 (Sammlung akHMG)

HERZLICHSTEN GLÜCKWUNSCH ZUM JAHRE …… 1897 wünschten Mama Langenbeck und Maximilian ihrem lieben Karlchen auf einer Ansi...
01/01/2025

HERZLICHSTEN GLÜCKWUNSCH ZUM JAHRE …

… 1897 wünschten Mama Langenbeck und Maximilian ihrem lieben Karlchen auf einer Ansichtskarte aus dem Offizierkasino des 1. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 74. Beim Absender der Karte handelte es sich um den am 6. Mai 1870 in Hannover geborenen Max Langenbeck, der zum Jahreswechsel 1896/97 als Sekonde Lieutenant und Adjutant des 3. Bataillons im Infanterie-Regiment Nr. 74 diente. Empfänger der Karte war sein Kamerad, der am 19. Oktober 1867 in Stallupönen/Ostpreußen (heute: Nesterow) geborene Premier Lieutenant Karl Schweighöfer.

Die am 30. Dezember 1896 in Hannover abgeschickten Neujahrsgrüße erreichten den Empfänger pünktlich am 1. Januar 1897 an seinem damaligen Aufenthaltsort St. Blasien im Schwarzwald. Das dortige Kurhaus und das Lungensanatorium hatten zu dieser Zeit europaweite Bekanntheit erreicht und wurden von zahlreichen „Berühmtheiten“ besucht. Unter welcher Krankheit das „liebe Karlchen“ litt wissen wir nicht, aber seine Dienstfähigkeit konnte der Kuraufenthalt nicht wieder herstellen: Am 17. April 1897 wurde er mit Pension aus der Armee entlassen und kehrte auf die Güter seiner Familie zurück.

Max Langenbeck versah die kommenden Jahre weiter seinen Dienst im Regiment. Er wurde am 10. September 1898 zum Premier Lieutenant befördert und diente im Jahr 1903 in diesem Rang, der zwischenzeitlich eingedeutscht Oberleutnant hieß, in der 5. Kompanie. Mittelpunkt seines kameradschaftlichen Lebens – mit oder ohne sein „liebes Karlchen“ – war immer das Offizierkasino. Die 74er hatten dafür kein eigenes Gebäude, wie es den 73er Füsilieren, den Scharnhorstern (FAR 10) und (allerdings erst ab 1909) den Königs-Ulanen zur Verfügung stand. Das hinderte sie aber nicht daran, sich in den Räumen im Erdgeschoss der Infanterie-Kaserne Nr. V am Welfenplatz „ein behagliches Heim für das Offizierkorps“ (so die Regimentsgeschichte) zu schaffen.

Die Ansichtskarte zeigt unter einer Ansicht der Kaserne einen Blick in den Speisesaal mit den beiden Kaiserbüsten. Abgebildet ist auch das im Kasino hängende Gemälde „Der Sturm des Füsilier-Bataillons auf den Roten Berg“ des bekannten Militärmalers Carl Röchling, das dem Regiment zum 25. Gedenktag der Kaiserproklamation in Versailles am 18. Januar 1896 von der Stadt Hannover geschenkt wurde. Besonders stolz war man auch auf den 1891 angelegten Garten, der deshalb ebenfalls seinen Platz auf der Ansichtskarte finden musste. Heute befindet sich am Ort der im 2. Weltkrieg zerstörten Kaserne die Grundschule Am Welfenplatz.

ALLES GUTE ZUM JAHR 2025 wünscht der Arbeitskreis Hannoversche Militärgeschichte.

01.01.2025 MAT

Abbildung: Bernhard Pötsch, Ansichtskarte „Gruss aus dem Officier-Casino d. 1. Hannov. Inf.-Reg. No. 74.“, Berlin, o. D., gelaufen 1896/97 (Sammlung akHMG)

FRÖHLICHE WEIHNACHTENAbbildung: Ernst Walther Kunstverlag, Ansichtskarte Nr. 605 "Hannover Infanterie-Kaserne am Welfenp...
24/12/2024

FRÖHLICHE WEIHNACHTEN

Abbildung: Ernst Walther Kunstverlag, Ansichtskarte Nr. 605 "Hannover Infanterie-Kaserne am Welfenplatz", Hannover o. D. (Sammlung akHMG)

19. DEZEMBER 1903 – JAHRHUNDERTFEIER DER HANNOVERSCHEN REGIMENTERAm 19. Dezember 1903, kurz nach 12 Uhr mittags, traf Ka...
19/12/2024

19. DEZEMBER 1903 – JAHRHUNDERTFEIER DER HANNOVERSCHEN REGIMENTER

Am 19. Dezember 1903, kurz nach 12 Uhr mittags, traf Kaiser Wilhelm II. auf dem Waterlooplatz in Hannover ein. Hier waren – neben anderen Truppenteilen der Garnison – das Füsilier-Regiment General-Feldmarschall Prinz Albrecht von Preußen (Hannoversches) Nr. 73, das Königs-Ulanen-Regiment (1. Hannoversches) Nr. 13 und das Feldartillerie-Regiment von Scharnhorst (1. Hannoversches) Nr. 10 mit vielen ihrer ehemaligen Regimentsangehörigen zur Parade angetreten. Der Kaiser ließ den Chef des Militärkabinetts den folgenden Erlass vorlesen:

„Die heutige Feier gilt einer Truppe, deren Namen das Herz jedes Angehörigen der Provinz Hannover höher schlagen läßt: der königlich deutschen Legion.

Bei Sulingen und Artlenburg war das Geschick des kurhannoverschen Heeres besiegelt worden: Die stolzen Regimenter, deren Fahnen in Candia und bei Neerwinden, bei Löchstädt [recte: Höchstädt] und Minden geweht, hatten aufgehört, zu bestehen. Aber nicht untergegangen war der Geist, der in ihnen gelebt hatte. Hunderte und aber Hunderte, Offiziere und Mannschaften, in deren Seele die angetane Schmach brannte, suchten unter den größten Gefahren, dem angedrohten Tode zum Trotz, Englands Gestade auf, nicht, um dort vor den Bedrückungen des Feindes eine Freistatt zu finden, sondern mit dem Entschlusse, ihrem Herrn [u]nd Könige sich für den Kampf gegen den fränkischen Eroberer zu weihen. Ihnen folgten aus allen Gauen Deutschlands Männer, welche die Hoffnung auf die Wiederaufrichtung ihres Vaterlandes nicht sinken lassen mochten.

So entstand die deutsche Legion, deren Ringen auf der Peninsula von Coruna und Talavera bis Salamanca und Vittoria einen großen, mit dem Blute vieler Tausende getränkten Ruhmeskranz bildet. Und mußten auch ihre Mannen, fern von der Heimat, auf fremdem Boden, unter fremden Fahnen sich opfern: auch dies Blut floß für Deutschlands Befreiung.

Und dann kam, nachdem die Legion in siebenjährigen Kämpfen ihren Siegeszug vom Tajo bis zur Garonne vollendet hatte, ihr letzter Waffengang: Waterloo. Was sie in dieser Entscheidungsschlacht geleistet, leuchtet mit Flammenschrift in die Jahrhunderte hinaus; La Haye-Sainte, das schönste Blatt in dem an diesem Tage um ihre Fahnen gewundenen Ehrenkranze, wird für alle Zeiten ein Vorbild sein aufopfernden Heldenmutes und unerschütterlichen Ausharrens bis zum Tode.

Diesen Geist der Hingebung und Treue pflanzten die Männer der Legion der neuen Königlichen Armee ein, deren Kern sie wurden. Ihn bewährten die Söhne an dem blutigen Tage, der – Gott gebe es – zum letzten Male Deutsche gegen Deutsche die Waffen in die Hand drückte und abermals den Untergang ihrer Regimenter herbeiführte; ihn bestätigten sie in dem ruhmvollen Kriege, der die endliche Einigung Deutschlands unter meinem erhabenen Herrn Großvater, des großen Kaisers Majestät besiegelte.

Der Ruhm der Väter ist der Söhne Ehre, der unerschöpfliche Jungbrunnen, aus dem sie fort und fort Kraft schöpfen, es diesen gleichzutun; der Hort der eigenen Ehre in sturmbewegter Zeit.

Freudigen Herzens und im vollen Vertrauen habe Ich deshalb Meinem Heere die großen Erinnerungen der Legion geschenkt, indem Ich sie in den Truppenteilen zu neuem Leben erweckt habe, in denen die früher hannoverschen Krieger, Schulter an Schulter mit ihren altpreußischen Kameraden kämpfend, an den Tagen von Colombey und im Jura den Ruhm der Ahnen erneut haben.

Möge es diesen Regimentern und Bataillonen, mit denen Ich heute den hundertjährigen Stiftungstag der Legion festlich begehe, nie an Männern fehlen, wie die waren, die freudig Blut und Leben für die Ehre und die Größe des Vaterlandes dahingegeben haben. Das walte Gott.“ (Hannoverscher Courier Nr. 24749, Sonnabend, 19. Dezember 1903, Abend-Ausgabe, S. 7)

19.12.2024 MAT

Abbildung: Ansichtskarte „Zur Erinnerung an das hundertjährige Bestehen des Königs-Ulanen-Reg. (1. Hannov.) No 13. Füsilier-Reg. Gen.-Feldmarsch. Prinz Albrecht v. Preussen (Hannov.) No 73. Feld-Art.-Reg. V. Scharnhorst (1. Hannov.) No 10.“ o.O. o.D., nicht gelaufen (Sammlung akHMG)

10. DEZEMBER 1905 – 100 JAHRE ULANEN-REGIMENT NR. 14Durch den „Traditionserlass“ Kaiser Wilhelms II. am 24. Januar 1899 ...
10/12/2024

10. DEZEMBER 1905 – 100 JAHRE ULANEN-REGIMENT NR. 14

Durch den „Traditionserlass“ Kaiser Wilhelms II. am 24. Januar 1899 übernahm das erst 1866 im Zuge der Vergrößerung der preußischen Armee nach dem Deutsch-deutschen Krieg aufgestellte 2. Hannoversche Ulanen-Regiment Nr. 14 die Tradition des Garde-Kürassier-Regiments der Königlich Hannoverschen Armee, dessen Ursprung das 2. Schwere (später: Leichte) Dragoner-Regiment der King’s German Legion (KGL) mit dem Stiftungstag 10. Dezember 1805 war.

Bereits seit 1886 garnisonierten die „hannoverschen“ 14. Ulanen im damaligen Reichsland Elsaß-Lothringen, während Stab und 2 Schwadronen der ehemaligen königlich hannoverschen Gardekürassiere in Northeim stationiert waren. So kam es, dass Aktive und Ehemalige sich an zwei weit voneinander entfernten Orten versammelten. Bereits am 11. Dezember 1905 berichtete die Hannoversche Tagespresse über die Regimentsfeierlichkeiten in St. Avold und Northeim:

„Zu der gestrigen Feier des hundertjährigen Bestehens des 2. HANNOVERSCHEN Ulanenregiments Nr. 14 waren als Gäste viele ehemalige Regimentsangehörige erschienen, darunter Prinz Sayn-Wittgenstein und Graf Oeynhausen. Von dem KAISER, der dem ehemaligen Regimentskommandeur Generalleutnant a. D. BODE den Adelstitel verliehen hat, lief folgendes GLÜCKWUNSCHTELEGRAMM ein: ‚Ich sende dem Regiment zu seinem 100. Stiftungstage Meinen königlichen Gruß und Meinen Glückwunsch. Ich bin gewiß, daß das Regiment seiner ruhmreichen Vergangenheit stets eingedenk bleiben und seinen Stolz darin suchen wird, sich ihrer würdig zu erweisen. Neues Palais, 10. Dezember 1905. WILHELM I. R.‘ Mit den gleichzeitig in NORTHEIM feiernden Angehörigen des ehemaligen Gardekürassier-Regiments wurden herzliche BEGRÜßUNGSTELEGRAMME ausgewechselt.“ (Hannoverscher Courier Nr. 25959, Montag, 11. Dezember 1905, Abend-Ausgabe, S. 2; alle VERSALIEN im Original gesperrt)

10.12.2024 MAT

Abbildung: Sturm-Zigaretten-Fabrik (Hrsg.), Zigaretten-Sammelbild 341 „2. Hann. Ulanen. Regt. Nr. 14. Gefreiter“ aus der Serie 57 „Preußische Ulanen-Regimenter“ zum Album IV, Band 2 „Deutsche Uniformen, Das Zeitalter der deutschen Einigung 1864-1914“, Dresden o. D. (Sammlung akHMG)

28. NOVEMBER 1870 – SCHLACHT BEI BEAUNE-LA-ROLANDEHeute vor 154 Jahren kämpfte das spätere Feldartillerie-Regiment v. Sc...
28/11/2024

28. NOVEMBER 1870 – SCHLACHT BEI BEAUNE-LA-ROLANDE

Heute vor 154 Jahren kämpfte das spätere Feldartillerie-Regiment v. Scharnhorst in der Schlacht bei Beaune-la-Rolande. Auf einem großformatigen Reservisten-Erinnerungsblatt dieses Regiments, das dem Kanonier Bösecke für seine Dienstzeit in der 4. Batterie vom 13.10.1904 bis zum 27.9.1906 ausgestellt wurde, findet sich neben 5 weiteren Szenen aus der Regimentsgeschichte die hier gezeigte Abbildung mit dem folgenden Text:

„Nach dem Falle von Metz focht das Regiment mit grosser Auszeichnung im Loire-Feldzug. Als in der Schlacht bei BEAUNE LA ROLANDE am 28.11.1870 unsere tapfere Infanterie, grosser Überlegenheit gegenüber, in schlimmer Lage war, ging die Batterie Knauer in das wirksamste feindliche Infanteriefeuer hinein und wies mit glänzender Tapferkeit alle Anläufe der Franzosen ab, bis sich unsere Infanterie vom Feinde lösen konnte. Auch die Batterien Krätschel, Saalmüller, Freis und Heyn bedeckten sich mit Ruhm. In treuer Kampfesbrüderschaft mit der Infanterie wurde der Sieg gegen fünffache Überlegenheit errungen.
Besonders zeichneten sich hier die Unteroffiziere Aly und Bachmann aus.“

28.11.2024 MAT

Abbildung: E. Kramer, Oberleutnant im FAR 10 (Entwurf), J.C. König & Ebhardt (Verlag), Reservisten-Erinnerungsblatt des Feldartillerie-Regiments v. Scharnhorst (1. Hann.) No. 10, Hannover 1903, ausgegeben 1906 (Sammlung akHMG)

27. NOVEMBER 1813 – STIFTUNGSTAG DER 164erMit dem sogenannten „Traditionserlass“ verlieh Kaiser Wilhelm II. am 24. Janua...
27/11/2024

27. NOVEMBER 1813 – STIFTUNGSTAG DER 164er

Mit dem sogenannten „Traditionserlass“ verlieh Kaiser Wilhelm II. am 24. Januar 1899 insgesamt 16 Truppenteilen der preußischen Armee die Traditionen früherer königlich hannoverscher Regimenter. Das 4. Hannoversche Infanterie-Regiment Nr. 164 übernahm die Tradition des in Celle stationierten 2. Infanterie-Regiments der Königlich Hannoverschen Armee mit dem Motto „Waterloo“. Ursprung dieses Regiments war das vom damaligen Oberstleutnant und späteren Generalmajor Hartwig v. Hedemann geworbene Feldbataillon Calenberg mit dem Stiftungstag 27. November 1813.

Tatsächlich war das in Hameln stehende IR 164 durch A.K.O. vom 1. April 1897 aus den vierten Bataillonen der hannoverschen Regimenter 73, 74 und 79 sowie des oldenburgischen Regiments 91 aufgestellt worden.

Auf der Rückseite der hier abgebildeten Ansichtskarte findet sich der folgende Text:

„Erklärung der auf der Militärpostkarte befindlichen Bilder:
1. Kaiser Wilhelm II. 2. Waterloo-Denkmal. 3. Fahne und Mann 1813. 4. Kaserne. 5. Ein 164. 6. Kaserne. 7. Weserbrücke. 8. Der Rattenfänger von Hameln. 9. Hameln. 10. Hauptwache des ehemal. 2. Hannov. Inf.-Regts. in Celle an der Stechbahn 1790.“

27.11.2024 MAT

Abbildung: Verlag von Clemens v. Trott & Co. GmbH, Ansichtskarte 5261 (Ges. gesch. H.31301) „4. Hannoversches Infanterie-Regiment Nr. 164. Hameln.“, Berlin, gelaufen 1909 (Sammlung akHMG)

WIR ZIEHEN UMund sind daher ab sofort bis Ende Januar 2025 nicht zu erreichen. Bis dahin hoffen wir, die Bibliothek und ...
09/11/2024

WIR ZIEHEN UM
und sind daher ab sofort bis Ende Januar 2025 nicht zu erreichen. Bis dahin hoffen wir, die Bibliothek und die Sammlungen des Arbeitskreises neu aufgestellt zu haben. Anfragen können wir bis dahin leider nicht beantworten. Für neue Posts fehlt uns (meistens) die Zeit. Wir wünschen deshalb schon jetzt allen unseren Freunden ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr.
09.11.2024 - MAT (Abb.: National Army Museum NAM. 1967-05-12-5)

9. OKTOBER 1927 – EINWEIHUNG DES KÖNIGS-ULANEN-DENKMALSSeit dem 25. Juni 2024 steht die Bronze-Statue des Königs-Ulanen ...
09/10/2024

9. OKTOBER 1927 – EINWEIHUNG DES KÖNIGS-ULANEN-DENKMALS

Seit dem 25. Juni 2024 steht die Bronze-Statue des Königs-Ulanen wieder an ihrem Platz in der Eilenriede, um dort den 97. Jahrestag ihrer Einweihung im ursprünglichen Glanz zu erleben. [1] Die Einweihung fand im Jahr 1927 anlässlich des 2. Regimentstags der Königs-Ulanen statt. Über die Feierlichkeiten der zweitägigen Veranstaltung berichtete der Hannoversche Kurier ausführlich:

„Die ehemaligen Angehörigen des Königsulanen-Regiments versammeln sich in diesen Tagen zum zweiten Male nach dem Kriege in den Mauern der alten Garnisonstadt zu einem frohen Wiedersehen, das Anlaß geben soll, alte Bande neu zu knüpfen und alten Ulanengeist wieder lebendig werden zu lassen. […] Die Tage haben für die ehemaligen Regimentsangehörigen aber noch eine besondere Bedeutung, gilt es doch, inmitten der herbstlich gefärbten Eilenriede das ERINNERUNGSMAL zu weihen, das denen gewidmet ist, die ihr Einstehen für Heimat und Volk in schwerer Kriegszeit mit dem Tode besiegelten.“ [2]

Über die Einweihungsfeier schrieb die Zeitung:

„Eine große Menschenmenge hatte sich […] bei dem noch verhüllten, von blau-weißen Fahnen umflatterten Denkmal eingefunden. U. a. bemerkte man auch Oberbürgermeister Dr. MENGE, Bürgervorsteher-Wortführer Regierungsrat Dr. LIEBERNICKEL, Stadtbaurat Senator ELKART, Infanterieführer VI Generalmajor FRITSCH, Standortkommandan[t] Oberst FREIHERR v. HAKE und Stadtgartendirektor KUBE.“ [3] Nach mehreren Liedvorträgen und Weihereden wurde das Denkmal unter dreifachem Ehrensalut enthüllt.

„Nachdem dann gedämpft das Lied vom guten Kameraden, vom Hannoverschen Lehrer-Gesangverein vorgetragen, erklungen war, erfolgte die Uebergabe an den Magistrat, in dessen Namen Oberbürgermeister Dr. MENGE den Wunsch aussprach, das Denkmal möge allezeit in der hannoverschen Bevölkerung die Erinnerung an die stolzen Waffentaten des Königs-Ulanen-Regiments wachhalten und uns und allen kommenden Generationen ein Sinnbild deutscher Einigkeit sein.“ [3]

Denkmalsstifter, Stadtobere, Geistlichkeit und Zeitungsredaktion teilten ganz offensichtlich dieselben Werte. Wie problematisch das war und ist, habe ich bereits an anderer Stelle ausgeführt. [4]

[1] Vgl. Peer Hellerling, Reiterdenkmal ist zurück, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung Nr. 154, Donnerstag, 4. Juli 2024, S. 15
[2] Hannoverscher Kurier, Stadt-Ausgabe, 79. Jahrgang Nr. 473, Sonntag, den 9. Oktober 1927, Morgen-Ausgabe, Beilage Nr. 472/473, Regimentstag der Königs-Ulanen (Versalien im Original gesperrt)
[3] Hannoverscher Kurier, 79. Jahrgang Nr. 474, Montag, den 10. Oktober 1927, Abend-Ausgabe (Versalien im Original gesperrt)
[4] Vgl. https://www.facebook.com/akHMG/posts/pfbid034FVfvHpcHAPUefkESNNsxDcSbqsEqyKUyFZJM2pqBxQ6xy6EYkDtcfsg5havjgp6l

09.10.2024 MAT

Abbildung: Verlag H. Schönian, Ansichtskarte T 75 „Hannover - Königs-Ulanen-Denkmal i. d. Eilenriede“, Hannover o.O., gelaufen 1932; Anstecknadel „Regimentstag u. Denkmals-Weihe d. Königs-Ulanen u. ihrer Ersatz-Formationen 8. u. 9. Oktober 1927“ (beide: Sammlung akHMG)

27. SEPTEMBER 1891 – 25-JAHR-FEIERN DER HANNOVERSCHEN REGIMENTERIn seiner Abendausgabe berichtete der Hannoversche Couri...
27/09/2024

27. SEPTEMBER 1891 – 25-JAHR-FEIERN DER HANNOVERSCHEN REGIMENTER

In seiner Abendausgabe berichtete der Hannoversche Courier am Montag, dem 28.September 1891 groß aufgemacht über die „Jubelfeier des Füsilier-Regiments Prinz Albrecht, des 1. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 74, des Artillerie-Regiments von Scharnhorst und des Train-Bataillons Nr. 10“. Bevor auf den Ablauf der einzelnen Feierlichkeiten eingegangen wurde, hieß es im einleitenden Absatz:

„Vier der hier garnisonirenden Truppentheile begingen die Erinnerung an den Tag, da sie vor fünfundzwanzig Jahren in ihrer jetzigen Formation begründet wurden. Sind fünfundzwanzig Jahre erst eine verhältnismäßig kurze Zeit, so erhält die Feier einen erhöhten Werth dadurch, daß die Truppentheile auf eine in diesen Zeitabschnitt fallende ruhmvolle Kriegszeit zurückblicken dürfen. Die Truppen sind mit der Garnison durch vielerlei Bande verknüpft; die ganze Bevölkerung nimmt daher an den Festen den lebhaftesten Antheil. Möge das gute Verhältniß, welches zwischen den einzelnen Truppentheilen, wie zwischen den Truppen und der Civilbevölkerung der Haupt- und Residenzstadt bisher obgewaltet hat, auch für alle Zukunft fortbestehen!“

Tatsächlich waren die 1891 in Hannover garnisonierenden Einheiten der preußischen Armee erst nach dem Deutsch-Deutschen Krieg 1866 aufgestellt und zunächst in altpreußischen Provinzen stationiert worden. Im 1866 gerade erst annektierten ehemaligen Königreich Hannover lagen „vorsichtshalber“ altpreußische Truppenteile in Garnison – unter anderem das 3. Garde-Regiment zu Fuß. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 hatte sich die Stimmung in Hannover jedenfalls so weit gewandelt, dass man die Stationierung von Regimentern, die sich aus der Provinz Hannover rekrutierten, nicht mehr als „gefährlich“ ansah. Mit dem sogenannten „Traditionserlass“ verlieh Kaiser Wilhelm II. am 24. Januar 1899 unter anderem den 1891 in Hannover feiernden Truppenteilen die Traditionen früherer königlich hannoverscher Regimenter. Dadurch wurde die Geschichte dieser Einheiten auf die Zeit der Kriege gegen Napoleon vor damals beinahe 100 Jahren ausgedehnt.

Das 1. Hannoversche Infanterie-Regiment Nr. 74 feierte am Sonntag, dem 27. September 1891 in seiner Kaserne am Welfenplatz. Neben den Aktiven waren rund 200 Mann des Vereins ehemaliger 74er „aus dem Osten und Westen, Norden und Süden“ zur Feier erschienen. Nach einer Rede des Regimentskommandeurs, Oberst v. Trotha, in der er besonders darauf abhob, dass der Kaiser die Tüchtigkeit des Regiments dadurch anerkannt habe, „daß er Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Albrecht von Preußen zum Chef des Regiments ernannte“, wurde die Parade abgenommen. Dann wurde es gemütlich:

„Nachmittags 5 Uhr versammelten sich die Festgenossen im Kasernenhof, welcher die Gestalt des Schützenplatzes angenommen hatte. Da waren Tannengruppen, Grotten etc. gebildet, da standen Speise-, Trink- und Spielzelte, Caroussels, welche fleißig in Anspruch genommen wurden. Alte Freunde, welche sich hier nach langer Zeit wiedergefunden hatten, erzählten von ihren Erlebnissen und erinnerten sich an manche frohe Stunde, welche sie während ihrer Dienstzeit verlebt. Im Excercirhause wurde ein gemeinsames Essen abgehalten. […] Von Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Albrecht ging ein Glückwunschschreiben ein, welches verlesen wurde. […] Nach dem Essen entwickelte sich auf dem Hofe eine allgemeine Gemüthlichkeit, welche allmälig in einen das Fest abschließenden Tanz überging.“

Alle Zitate: Hannoverscher Courier Nr. 17258, Montag, 28. September 1891, Abend-Ausgabe, S. 5

27.09.2024 MAT

Abbildung: L. Keseberg, Illustrierter Briefbogen „1. Hannoversches Infanterie-Regiment Nr. 74.“, Hofgeismar, um 1890, Ausschnitt aus einem vierseitigen Brief vom Mai 1891 (Sammlung akHMG)

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