13/07/2026
Schöffen TV hat in den letzten Jahren circa 16 Anfragen über FragDenStaat gestellt: an das Bundesamt für Justiz und an die Justizministerien der Länder. Dabei ging es um schöffenamtsrelevante Themen, wie z.B. die fehlenden Ersatzschöffinnen und -schöffen in der offiziellen Statistik. Diese Intransparenz liess nur einen Schluss zu: die Darstellung aller (!) Schöffinnen und Schöffen ist nicht gewollt.
Die wirkliche Anzahl der ehrenamtlichen Richterinnen und -richter in der Strafgerichtsbarkeit wird seit Jahrzehnten künstlich kleingerechnet. Ein undemokratisches Vorgehen!
Längst nicht alle Anfragen durch Schöffen TV wurden von Behörden beantwortet – ein klarer Gesetzesbruch.
Ohne Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) hätten schlichtweg gleich alle Anfragen willkürlich abgelehnt werden können. Die Konsequenz: es hätte dann der Klage vor dem Verwaltungsgericht bedurft, um ggf. ein »berechtigtes Interesse« gerichtlich durchzusetzen. Genau darauf setzt das Vorhaben der IFG-Abschaffung: dass eine Klage nämlich für BürgerInnen und zivilgesellschaftliche Organisationen nicht leistbar ist und sehr lange dauert.
Diesen Angriff auf die Demokratie können und werden wir nicht hinnehmen.