22/01/2026
Nachruf
Am 5. Januar haben wir mit Bestürzung erfahren, dass ein mutmaßlich obdachloser Mensch im Hinterhof der Rosenallee 11 (in der u.a. auch das Viertelzimmer beheimatet ist) gestorben ist. Mittlerweile konnte er identifiziert werden. Wir möchten auf diesem Wege unser Mitgefühl für den erst 47-Jährigen und die Hinterbliebenen ausdrücken. Es ist schrecklich.
Doch sein Tod macht uns auch wütend. Wütend deshalb, weil er, wie bereits zwei Menschen vor ihm allein in diesem Jahr, einen vermeidbaren Tod gestorben ist, den die Stadt Hamburg sehr wahrscheinlich verhindern hätte können. Denn anstatt auf das „Housing-First“-Prinzip, genügend Aufenthaltsorte, die zu jeder Tages- und Nachtzeit lebensrettende Wärme spenden könnten und menschenwürdige Sozialwohnungen, setzt sie auf Repression, Verdrängung, Abschreckung, Platzknappheit und reine Nachtunterbringung.
Dass dieses Konzept nicht aufgeht und mit dem Leben von Menschen spielt, hat dieser Tod erneut auf grausame Weise gezeigt. Der Senat muss handeln!
Viertelzimmer im Januar 2026
Weiterführende Informationen:
https://www.instagram.com/lovd2030/
https://www.sovd-hh.de/news-service/winternotprogramm-unterbringung-fuer-obdachlose-braucht-neuaufstellung
https://housing-first.hamburg/start/
Housing First Hamburg stellt Wohnungslosenhilfe auf den Kopf: Der Bezug einer eigenen Wohnung steht am Anfang der Hilfe, nicht an deren Ende.