17/05/2026
Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*- Feindlichkeit (IDAHOBIT) solidarisiert sich der BAK Q***r von ver.di mit den LGBTI* Arbeitnehmer*innen unserer Partnergewerkschaften in Deutschland, Europa und darüber hinaus. In ganz Europa und darüber hinaus machen rechtsextreme und reaktionäre Kräfte – oft unterstützt von konservativen Regierungen – hart erkämpfte Rechte rückgängig und legitimieren Diskriminierung. Gesetze und Rhetorik, die sich gegen LGBTIQ-Personen richten, sind keine isolierten Entwicklungen; sie sind Teil eines umfassenderen politischen Projekts, das darauf abzielt, Arbeitnehmerorganisationen zu spalten, die Solidarität zu schwächen und die Demokratie – und damit zwangsläufig auch die Gewerkschaftsbewegung – zu untergraben.
Wir stehen für eine klare Haltung und lehnen diese Politik des Hasses ab. Rassismus, Faschismus und jegliche Form der Diskriminierung haben in unseren Gewerkschaften, an unseren Arbeitsplätzen und in unseren Gesellschaften keinen Platz.
LGBTIQ* Arbeitnehmer*innen sind an ihren Arbeitsplätzen nach wie vor Belästigungen, Ungleichbehandlung und Ausgrenzung ausgesetzt, während sie gleichzeitig im öffentlichen Raum zur Zielscheibe werden. Zugleich sehen sie sich mit steigenden Lebenshaltungskosten, stagnierenden Löhnen und Wohnungskrisen konfrontiert. Die extreme Rechte nutzt diese Nöte aus, um Zwietracht zu säen – bietet jedoch keinerlei echte Lösungen an. Ihre Agenda steht in direktem Widerspruch zu den Interessen der arbeitenden Bevölkerung.
Wir treten für gleiche Rechte für Alle ein. Wir müssen Haltung zeigen und gemeinsam kämpfen, denn die Rechte von LGBTQIA+-Personen wären die ersten, die angegriffen würden durch einen Rechtsruck in Deutschland, so wie es derzeit schon zu beobachten ist, z.B. durch die Angriffe der Rechten auf trans Personen im Vereinigten Königreich und in den USA oder auf gleichgeschlechtliche Elternschaft in Italien.
Der BAK Q***r von ver.di steht mit seinen deutschen und europäischen Partnergewerkschaften für Einheit, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit. Wir rufen alle dazu auf, sich aktiv zu mobilisieren, zu organisieren und dem Vormarsch rechtsextremer und antidemokratischer Kräfte Widerstand entgegenzusetzen. Schweigen ist keine Option!
Wir fordern von den Regierungen und den europäischen Institutionen, unverzüglich konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Rechte von LGBTIQ* Personen zu schützen, die demokratischen Freiheiten zu verteidigen und sichere, inklusive Arbeitsplätze für alle zu gewährleisten.
Unsere Haltung ist eindeutig: Ein Angriff auf eine*n ist ein Angriff auf alle. Wir werden weiterhin – gemeinsam und unnachgiebig – für ein Europa kämpfen, in dem jede*r Mensch in Würde, Sicherheit und mit Stolz leben und arbeiten kann.
Carsten Bock aus dem
Sprecher*in Rat BAK ver.di Q***r