29/09/2026
Weltherztag:
Auch ungeborene Herzen brauchen Schutz
Anlässlich des Weltherztages am 29.9. möchten wir den Blick auf einen Zusammenhang lenken, der mehr Aufmerksamkeit verdient:
Alkohol in der Schwangerschaft kann auch die Entwicklung des kindlichen Herzens schädigen. Zu den möglichen Folgen gehören angeborene Herzfehler, die im Zusammenhang mit Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) auftreten können.
Warum Alkohol das „Übel“ ist
Alkohol ist kein harmloser Begleiter in der Schwangerschaft, sondern ein Zellgift.
Er gelangt über die Plazenta in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes und kann die Entwicklung des Gehirns, das Wachstum und die Bildung von Organen beeinträchtigen.
FASD betrifft deshalb nicht nur Lernen, Verhalten und Alltagsbewältigung.
Auch körperliche Schädigungen, darunter Herzfehlbildungen, können dazugehören, wobei nicht jeder Mensch mit FASD einen Herzfehler hat.
Es gibt keine bekannte sichere Alkoholmenge und keinen sicheren Zeitpunkt für Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.
Deshalb lautet die klare Präventionsbotschaft: alkoholfrei (0,0) durch die gesamte Schwangerschaft.
Aufklärung statt Schuldzuweisung
Wenn wir Alkohol als das „Übel“ benennen, meinen wir die schädigende Substanz, nicht den Menschen.
Wir brauchen keine Beschämung, sondern verständliche Aufklärung, frühzeitige Unterstützung und ein Umfeld, das ein Nein zu Alkohol selbstverständlich respektiert.
Partnerinnen und Partner, Familien, Freundeskreise und die Gesellschaft sind gefragt: keinen Trinkdruck ausüben, alkoholfreie Alternativen anbieten und Hilfe ermöglichen, statt zu verurteilen.
Menschen mit FASD verdienen Anerkennung, passende Unterstützung und echte Teilhabe.
Herz zeigen heißt auch: ungeborenes Leben schützen und Menschen mit FASD nicht alleinlassen.
Nutzen wir den Weltherztag, um hinzusehen, aufzuklären und Verantwortung gemeinsam zu tragen.