LiveKomm

LiveKomm LiveMusikKommission - Verband der Musikspielstätten in Deutschland

Die LiveKomm möchte die Livemusikspielstätten und die Clubkultur in Deutschland fördern und entwickeln sowie ein Verständnis und positive Rahmenbedingungen für die kulturelle und wirtschaftliche Dimension ihrer Arbeit schaffen. Darüber hinaus wurde der Beitritt in den Europäischen Spielstättenverband Live DMA beschlossen.

** Forever stabil - Für Bühnen mit Haltung! **Musik und Haltung gehören für uns als Verband, der mehr als 750 Musikspiel...
03/09/2026

** Forever stabil - Für Bühnen mit Haltung! **

Musik und Haltung gehören für uns als Verband, der mehr als 750 Musikspielstätten vertritt, zusammen. Das war und ist für uns ein Grundpfeiler des Verbands - und die von uns vertretenden Bühnen tragen eine Verantwortung dafür, welche Werte sie sichtbar machen und welchen Raum sie Artists, Publikum und Gesellschaft geben.

Mit Blick auf die gegenwärtige Situation in unserem Land und den bevorstehenden Wahlen auf Landes- und Kommunalebene braucht es mehr Bühnen, die Haltung zeigen, Verantwortung tragen und für eine vielfältige, demokratische und solidarische Livekultur eintreten.

Musik ist mehr als feiern.

Der aktuelle Entwurf des Bundeskulturhaushalts 2027 sowie die Entwicklungen in den Landes- und kommunalen Haushalten ver...
01/09/2026

Der aktuelle Entwurf des Bundeskulturhaushalts 2027 sowie die Entwicklungen in den Landes- und kommunalen Haushalten verdeutlichen das strukturelle Ungleichgewicht, das seit jeher die deutsche Kulturlandschaft prägt. Während existentielle Fördermittel der Popkultur wie etwa der Festivalförderfonds gekürzt werden sollen (geplant ist eine Halbierung auf 2 Millionen Euro), dürfen die Bayreuther Festspiele mit einem Aufwuchs von 4,2 Millionen Euro auf 5,2 Millionen Euro planen.

Die Konzentration auf die Förderung kultureller Leuchttürme lässt vermuten, dass der Kulturstaatsminister noch immer nicht erkennt, auf welchem Fundament diese stehen und welche Rolle die Popmusik in Deutschland tatsächlich spielt.

(...)

Lest hier unsere Pressemitteilung: https://www.livemusikkommission.de/zwischen-anerkennung-und-benachteiligung-warum-die-kulturfoerderung-clubs-und-festivals-neu-denken-muss/

** "Kleine Konzerte im Aufwärtstrend" - ach, wirklich? **Die Wahrheit ist: Während Mega-Gigs boomen, leiden kleine Konze...
11/08/2026

** "Kleine Konzerte im Aufwärtstrend" - ach, wirklich? **

Die Wahrheit ist: Während Mega-Gigs boomen, leiden kleine Konzerte und Clubs unter Besuchenden-Rückgang. Die aktuellen -Zahlen für das Konzertjahr 2025 zeigen: Konzerte mit geringer Kapazität (bis 500 Besuchende) verzeichnen einen Publikums-Schwund von -5,7% gegenüber dem Vergleichsjahr 2019. Dabei bleibt die Anzahl der Konzerte mit +0,4% relativ konstant.

Das ist eine kritische Entwicklung, nicht nur für kleine Locations und Künstler*innen, sondern für die Musiklandschaft insgesamt. Schließlich gibt es kaum Superstars ohne Newcomer-Bühnen und -Konzerte, auf und mit denen sie wachsen konnten!

Diese kleinen Bühnen sind akut gefährdet: Aktuelle Zahlen der zeigen für Berlin, dass 95% der Clubs ohne strukturelle Veränderungen, etwa in der Förderlandschaft, langfristig um ihre Existenz bangen.

Die Wahrnehmung, dass der "Aufwärtstrend kleiner Konzerte anhält", wie die GEMA titelte, ist gefährlich irreführend. Wer die Tatsachen verdreht und übersieht was im Kleinen geschieht, gefährdet das Fundament der Branche im Ganzen.

(Quelle/ Abb. Slide 1: https://www.gema.de/de/aktuelles/song-economy/konzerte-in-deutschland-2025 (Abruf: 11.08.2026))

* Stellungnahme zum Anschlag auf den CSD in Berlin *Der mutmaßliche Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin er...
26/07/2026

* Stellungnahme zum Anschlag auf den CSD in Berlin *

Der mutmaßliche Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin erschüttert uns zutiefst. Unsere Solidarität gilt den Betroffenen, ihren Angehörigen sowie der gesamten queeren Community. Der CSD steht für Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und demokratisches Miteinander. Diese Werte müssen, gerade jetzt, geschützt und verteidigt werden.

Christian Ordon, Geschäftsführer der LiveKomm:
„Queere Menschen müssen sich im öffentlichen Raum sicher fühlen können. Wenn Veranstaltungen wie der CSD Ziel von Gewalt werden, ist das ein Angriff auf Freiheit, Sichtbarkeit und demokratisches Zusammenleben. Als LiveKomm stehen wir an der Seite der queeren Community, widersprechen jeder Form von Menschenfeindlichkeit und fordern entschlossenen Schutz queerer Räume.“

** Kommentierung des Kabinettsentwurfs zum Bundeshaushalt 2027: Die LiveKomm kritisiert strukturelle Ungleichbehandlung ...
15/07/2026

** Kommentierung des Kabinettsentwurfs zum Bundeshaushalt 2027:
Die LiveKomm kritisiert strukturelle Ungleichbehandlung im Kulturhaushalt und fordert gesellschaftlich angemessene und benötigte Unterstützung in schwierigen Zeiten **

Die LiveMusikKommission e.V. erkennt an, dass die weltpolitische Lage Einsparungen in vielen Bereichen notwendig macht. Der Bundesverband der Musikspielstätten in Deutschland kann jedoch nicht akzeptieren, das die gegenwärtige Haushaltspolitik unter dem Deckmantel der Sparnotwendigkeit die strukturelle Ungleichbehandlung durchsetzt und zementiert.

Die Zahlen sprechen für sich: Der Festivalförderfonds wurde im Haushaltsentwurf erneut seitens der BKM von 4 Mio. Euro auf 2 Mio. Euro heruntergesetzt und kann nur mit parlamentarischer Unterstützung aufgestockt werden. Damit wird ausgerechnet jenes Programm halbiert, das für viele kleine und mittlere Festivals eine zentrale Stütze darstellt.

Umso schwerer nachvollziehbar ist, dass zugleich an anderer Stelle anscheinend aufgestockt wird: Die Bayreuther Festspiele GmbH soll künftig 5,2 Mio. Euro statt bisher 4,2 Mio. Euro vom Bund erhalten. Diese Schieflage ist kein Einzelfall: Musikspielstätten in Deutschland finanzieren sich im Bundesschnitt zu über 90 Prozent aus eigener Kraft, öffentliche Zuschüsse machen nur 9,8 Prozent der Erlösstruktur aus – bei etablierten Hochkultureinrichtungen ist das Verhältnis nahezu umgekehrt.

Gerade in Zeiten, in denen das Bundesfinanzministerium auf Einsparungen in nahezu allen Bereichen verweist, stellt sich die Frage: Warum wird ausgerechnet beim Festivalförderfonds gekürzt, obwohl hier nachweislich großer Bedarf besteht und viele unabhängige Festivals auf die in Teilen einzig verbliebenen Fördermöglichkeiten des Bundes angewiesen sind?

Lest hier die komplette Pressemitteilung:
https://www.livemusikkommission.de/livekomm-kommentierung-des-kabinettsentwurfs-zum-bundeshaushalt-2027/

Das  wird 50 Jahre und begeht dieses Jubiläum mit zehn besonderen Konzerten - diese Feierlichkeiten möchten wir euch seh...
07/07/2026

Das wird 50 Jahre und begeht dieses Jubiläum mit zehn besonderen Konzerten - diese Feierlichkeiten möchten wir euch sehr ans Herz legen, Tickets könnt ihr im Vorverkauf erwerben (Link = Bio der Knust-Seite). Knust-Betreiber Karsten Schölermann ist Gründungsmitglied der LiveKomm, im Club hat unser Verband bis heute einen Büroraum. Wir sagen danke und Glückwunsch!

Dem RAW-Gelände in Berlin, Heimat einer Vielzahl alteingesessener und kulturell essentieller Clubs, droht der Ausverkauf...
30/06/2026

Dem RAW-Gelände in Berlin, Heimat einer Vielzahl alteingesessener und kulturell essentieller Clubs, droht der Ausverkauf.

Die LiveMusikKommission wendet sich mit folgendem Appell an die politisch Verantwortlichen von Bund, Land und Bezirk:

"Das RAW muss erhalten bleiben, weil mit diesem Ort nicht nur Gebäude, sondern gewachsene kulturelle Ökosysteme verbunden sind. Gerade für eine Stadt wie Berlin wird der Wert urbaner Räume nicht vornehmlich durch Verwertung, sondern durch Subkultur, Vielfalt und kulturelle Öffentlichkeit bestimmt. Problematisch ist, dass der sogenannte Bauturbo den Druck auf bestehende Kulturorte erhöht, Entwicklungsinteressen schneller und zulasten gewachsener kultureller Nutzungen durchzusetzen. Der Bund ist deshalb gefordert, über Baugesetz-Reformen und Instrumente wie Kulturraumschutzgebiete die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Bestandserhalt und gemeinwohlorientierte Lösungen Vorrang vor Abriss erhalten."

Statements, Social Media Grafiken etc. gibt es hier:
https://berlinistraw.org/

In ihrem Grußwort zur Broschüre "Haltung zeigen. Extrem rechte Angriffe auf die Club- und Festivalkultur abwehren" der M...
23/06/2026

In ihrem Grußwort zur Broschüre "Haltung zeigen. Extrem rechte Angriffe auf die Club- und Festivalkultur abwehren" der Mobilen Beratung und der LiveKomm schreibt Prof. Monika Grütters, Staatsministerin a.D.: "Wir sind uns doch einig: Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor, Kultur ist aber vor allem eins: Kultur ist Ausdruck von Humanität. Nicht erst in der aktuellen Spardebatte und angesichts rechtsradikaler völkischnationaler Anwandlungen auch hierzulande bin ich daher mehr denn je eine Befürworterin eines solchen Staatsziels Kultur im Grundgesetz, wo es heißen müsste:
‚Der Staat schützt und fördert die Kultur.‘"

Weiter heißt es: "Angesichts der überragenden Bedeutung der Kultur für das Selbstverständnis der Kulturnation Deutschland sollte sich der Staat explizit in seiner Verfassung dazu bekennen. Und mit einem Staatsziel Kultur würde im übrigen auch das kollektive Bewusstsein für den Wert unserer Kultur gestärkt."

Hier geht es zur kostenlosen Broschüre: https://tinyurl.com/43yzhn8a

16/06/2026

** Reform des Baurechts: Eine historische Chance, die das Parlament nutzen muss - allerdings bedarf es weiterer Anpassungen **

Mit dem Kabinettsentwurf der Baurechts-Reform könnten wichtige Weichen gestellt werden, um die schwierige Lage der Musikspielstätten in Deutschland künftig zu verbessern.

Die LiveKomm-Arbeitsgruppe Kulturraumschutz sieht in der Reformdebatte jedoch weiterhin erforderliche Anpassungs- und Ergänzungsbedarfe:
• Einstufung von Musikclubs als Anlagen kultureller Zwecke
• Weitere Begriffsschärfungen im Begründungstext
• Erweiterungen der Gebietszulässigkeiten, insbesondere eine ausnahmsweise Zulässigkeit in allgemeinen Wohngebieten
• Fortführung und Ausweitung des Bundesschallschutzprogramms
• die gesetzliche Verankerung zur Einführung eines Bundes-Club/Kultur-Katasters zur Lokalisierung schon bestehender Clubkultur in der Planung (Ergänzung des § 1 Abs. 6 Nr. 3 BauGB) und die Berücksichtigung eines entsprechenden Bundesprojekts zum Strukturaufbau im Haushalt
• Zudem ist weiterhin kein Gesetzesvorhaben zur Anpassung der Schallregularien und TA Lärm in Sicht. Hier bedarf es u.a. einer Positionierung des Bundesumweltministers Carsten Schneider und der weiteren Überarbeitung der 1968 entworfenen Richtlinie. Ohne diese Schritte sind weitere Konflikte und unnötige Schließungen von Clubs zu erwarten.

Andreas Walz betreibt den Club Haus der Offiziere in Brandenburg an der Havel. Im Interview für die Broschüre "Haltung z...
09/06/2026

Andreas Walz betreibt den Club Haus der Offiziere in Brandenburg an der Havel. Im Interview für die Broschüre "Haltung zeigen. Extrem rechte Angriffe auf die Club- und Festivalkultur abwehren" der Mobilen Beratung und der LiveKomm spricht er über das (kultur-)politische Klima in der Stadt: "Aktuell hat die AfD versucht eine Mehrheit zu organisieren, um Einfluss auf unsere Inhalte zu nehmen und die Finanzierung zu kippen." Weiter sagt er jedoch, ihm und dem Club helfe "oft das amateurhafte Agieren der lokalen AfD-Vertreter:innen. Einen sehr großen Teil ihrer ständigen Behauptungen zu verschiedensten Themen, denn mehr ist es oft nicht, können sie nicht belegen. Wenn das nicht mehr geht, haben sie keine Begründungen mehr für ihre Anträge, ohne die wahre Intention offenzulegen. Darüber hinaus haben wir auch Bündnisse in der Stadt und überregional mitgegründet, die solche Versuche sichtbar machen und die Stadtgesellschaft mobilisieren."

Lest das vollständige Interview sowie viele weitere Texte in der kostenlosen Broschüre: https://tinyurl.com/43yzhn8a

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