24/03/2026
…so Wilhelm Liebknecht, prägende Persönlichkeit der sozialistischen Arbeiterbewegung in Deutschland und Vater des sozialistischen Politikers Karl Liebknecht, in einer Rede aus dem Jahr 1891 zum Thema „Die Stellung des Proletariats zum Militarismus“ und der Gefahr eines großen Krieges der europäischen Mächte.
Liebknecht wurde vor 200 Jahren am 29. März 1826 im hessischen Gießen geboren. Seit seiner Jugend in der radikaldemokratischen Bewegung aktiv und Teilnehmer an der Revolution von 1848, ging er nach deren Niederschlagung ins Exil. In London kam er in Kontakt mit Marx und Engels. 1862 kehrte er nach Deutschland zurück und engagierte sich in der entstehenden Arbeiterbewegung. Zusammen mit August Bebel war er Mitbegründer und bedeutendster Politiker der SPD und ihrer Vorgängerorganisationen.
Dafür wurde er vom preußischen Obrigkeitsstaat mit Repressionen überzogen: Insgesamt saß er 6 Jahre seines Lebens in Haft, unter anderem wegen Majestätsbeleidigung und Hochverrat. Mehrmals wurde er aus seinem Wohnort ausgewiesen. Trotzdem wurde die Sozialdemokratie unter seiner Führung zur Massenpartei und eine der stärkste sozialistischen Bewegungen weltweit.
Nachdem Wilhelm Liebknecht am 7. August 1900 in Berlin verstorben war, begleiteten auf seiner Beerdigung 150 000 Menschen den Trauerzug.