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3H Organisation Deutschland e.V. – Gemeinnütziger Verein und Fachorganisation für Kundalini Yoga: Diese Seite möchte inspirieren, informieren und Kundalini Yoga auf lebendige Weise vermitteln. 3H = Healthy, Happy, Holy – steht für einen gesunden, glücklichen, ganzheitlichen Lebensstil) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Hamburg und die Fachorganisation für Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan.

🪷 Der Buddha mit der schwarzen Nase🪷 Es war einmal eine buddhistische Nonne, die auf der Suche nach Erleuchtung durch da...
17/10/2026

🪷 Der Buddha mit der schwarzen Nase🪷

Es war einmal eine buddhistische Nonne, die auf der Suche nach Erleuchtung durch das Land wanderte. Überallhin nahm sie ihren kleinen goldenen Buddha mit. Er war wunderschön, glänzte im Licht und er war ihr ganzer Stolz. Eines Tages kam sie in einen großen Tempel. Dort standen Hunderte von Buddha-Statuen, große und kleine, dicke und dünne, alte und neue.

Die Nonne fand einen besonders schönen Platz für ihren goldenen Buddha, stellte ihn auf und zündete ein Räucherstäbchen an. Doch plötzlich kam ihr ein beunruhigender Gedanke: „Was, wenn der wunderbare Duft auch zu den anderen Buddhas hinüberweht? Schließlich habe ICH dieses Räucherstäbchen für MEINEN Buddha angezündet!“ Das ging natürlich nicht! ☝️

Also überlegte sie, wie sie verhindern könnte, dass die anderen Buddhas etwas von ihrem kostbaren Rauch abbekamen.
Schließlich bastelte sie einen kleinen Trichter, der den Rauch direkt auf ihren goldenen Buddha leitete. Wunderbar! Problem gelöst.

Nun bekam ihr Buddha wirklich allen Rauch ab, jeden Tag und jeden einzelnen Räucherstäbchenrauchkringel. Doch nach einiger Zeit geschah etwas Merkwürdiges. Während alle anderen Buddhas friedlich, freundlich und glänzend auf ihren Plätzen saßen, hatte ihr wunderschöner goldener Buddha eine tiefschwarze, verrußte Nase bekommen! 😂 Ausgerechnet der Buddha, dem sie so besonders viel Gutes tun wollte, sah ziemlich mitgenommen aus.

Und was hat diese kleine Zen-Geschichte mit Kundalini Yoga zu tun? Vielleicht mehr, als uns lieb ist. Auch in der spirituellen Welt gibt es manchmal eine merkwürdige Vorstellung von Besitz: Mein Lehrer, meine Tradition, mein Mantra, meine Wahrheit und mein spiritueller Weg. Und wehe, jemand macht es anders!

Dabei singen wir im Kundalini Yoga Ek Ong Kar – die gesamte Schöpfung ist Ausdruck des Einen. Das ist doch eigentlich eine wunderbare Erinnerung daran, dass wir alle miteinander verbunden sind.
Und wir üben Kundalini Yoga ja nicht, um besonders heilig zu werden oder irgendwann mit einer unsichtbaren Erleuchtungsmedaille herumzulaufen. 🏅

Wir üben, um bewusster, freier, liebevoller und hoffentlich auch ein bisschen humorvoller zu werden. Vielleicht gehört zur spirituellen Entwicklung auch, über die eigenen Vorstellungen lachen zu können. Darüber, wie schnell aus Hingabe Besitzdenken werden kann und aus einer schönen Übung eine starre Regel.

Denn das Licht wird nicht weniger, wenn wir es mit anderen teilen. Und der Duft eines Räucherstäbchens darf ruhig den ganzen Raum erfüllen. Sonst sitzen wir am Ende womöglich selbst mit einer schwarzen Nase auf unserem kuscheligen Schafffell und wundern uns, warum die Erleuchtung auf sich warten lässt. 😄

Sat Naam! 🙏🪷

Bild: KI generiert

Die Sprache des Kundalini-Yoga 🌿Kennt ihr das? Ihr habt euren Tag genau geplant. Alles soll schön der Reihe nach gescheh...
11/10/2026

Die Sprache des Kundalini-Yoga 🌿

Kennt ihr das? Ihr habt euren Tag genau geplant. Alles soll schön der Reihe nach geschehen. Und dann kommt ein Anruf, eine unerwartete Nachricht, jemand braucht eure Hilfe oder das Leben hat einfach etwas ganz anderes mit euch vor. Manchmal ärgern wir uns oder sind enttäuscht. Und manchmal verstehen wir erst viel später, warum etwas anders gekommen ist, als wir es uns vorgestellt hatten.

Im Kundalini-Yoga begegnet uns zum Beispiel ein altes Wort, das mit dem Nachdenken verbunden ist: Hukam (ਹੁਕਮ). Es stammt ursprünglich aus dem Arabischen und bedeutet Anordnung, Urteil oder Befehl. In der Sikh-Tradition steht Hukam für den göttlichen Willen, für eine Ordnung, die weit über unsere eigenen Pläne hinausreicht.

Wenn man ein Hukam aus dem Siri Guru Granth Sahib, dem heiligen Buch der Sikhs, empfängt, erhält man einen Vers, über den man meditieren kann. Manchmal versteht man die Bedeutung sofort, manchmal erst viel später. Und ab und zu bleibt der Vers zunächst ein Rätsel.

Ist es mit unserem Leben nicht ganz ähnlich?

Wir können nicht alles wissen, nicht alles kontrollieren und schon gar nicht alles vorhersehen. Aber wir können lernen, genauer hinzuschauen und uns zu fragen, welche Lehre eine Erfahrung für uns bereithält. Solche und ähnliche Gedanken stehen hinter vielen Worten, die wir im Kundalini-Yoga seit Jahren verwenden.

Wir sprechen „Sat Nam”, aber was bedeutet „Sat” eigentlich? Wir singen Waheguru, doch woher kommt dieses Wort? Wusstet ihr übrigens, dass Simran auf eine alte Sanskrit-Wurzel zurückgeht, die schlicht „sich erinnern“ bedeutet?

Es berührt uns besonders, dass diese Worte seit vielen Jahrhunderten in den Gedanken und Gebeten von Menschen präsent sind. Sie stammen aus verschiedenen Sprachen: aus dem Sanskrit, dem Punjabi und zum Teil auch dem Persischen oder Arabischen. Heute sprechen wir sie in unseren Yogastunden, manchmal ohne zu wissen, welche Geschichten sich dahinter verbergen.

Deshalb haben wir uns auf eine kleine Entdeckungsreise begeben. In unserem neuen Artikel „Die Sprache des Kundalini Yoga” stellen wir euch sieben dieser Begriffe vor: ihre Herkunft, ihre ursprüngliche Bedeutung und die Gedanken, die sie in unserem heutigen Leben anregen können.

Vielleicht entdeckst du ein Wort, das dir gerade jetzt etwas zu sagen hat. Denn manchmal ist ein einziges Wort genug, um innezuhalten und die Dinge ein wenig anders zu betrachten.
Welches Wort aus dem Kundalini-Yoga begleitet dich schon besonders lange? Weißt du, was es ursprünglich bedeutet?

Wir freuen uns auf deine Gedanken!

Sat Nam 🙏

Den vollständigen Artikel findest du in der Kommentarspalte.

Bild: European Yoga Festival

Atmen – die Freude, lebendig zu seinViele Menschen glauben, dass sie nur mit ihren Lungen atmen. Doch in Wirklichkeit is...
08/10/2026

Atmen – die Freude, lebendig zu sein

Viele Menschen glauben, dass sie nur mit ihren Lungen atmen. Doch in Wirklichkeit ist unser ganzer Körper an der Atmung beteiligt. Unser Brustkorb, das Zwerchfell, der Bauch, das Becken und viele Muskeln wirken zusammen. Mit jedem Atemzug entsteht eine sanfte Bewegung, die sich wie eine Welle durch den ganzen Körper ausbreitet.

Wenn wir einatmen, weitet sich der Brustraum, das Zwerchfell senkt sich und der Bauch darf sich ausdehnen. Beim Ausatmen lösen sich die Spannungen wieder, der Brustkorb sinkt und der Körper kann weicher werden. Auch unser Becken kann in diesen natürlichen Rhythmus einbezogen sein.

Unsere Atmung erzählt viel über unseren inneren Zustand. Wenn wir Angst haben, angespannt oder aufgeregt sind, wird sie kurz und flach. Wenn wir uns sicher fühlen, entspannen oder Freude empfinden, darf unser Atem wieder tiefer und freier fließen.

Frei und leicht atmen zu können, ist eine der großen Freuden des Lebendigseins.

Im Kundalini Yoga schenken wir unserem Atem deshalb besondere Aufmerksamkeit. Wir verbinden Atem, Bewegung und Bewusstsein miteinander. Wir erfahren, wie sich mit dem Atem nicht nur unser Brustkorb, sondern unser ganzer Körper bewegt und wie wir Spannungen wahrnehmen und allmählich loslassen können. Wie unser Geist ruhiger wird und wir wieder mehr bei uns selbst ankommen.

In der yogischen Tradition sprechen wir von Prana, der Lebensenergie, die eng mit unserem Atem verbunden ist. Der Atem ist dabei weit mehr als die Versorgung unseres Körpers mit Sauerstoff. Er wird zu einer Brücke zwischen Körper, Geist und Seele, zwischen unserer inneren Welt und dem Leben, das uns umgibt.

Vielleicht ist das eines der schönsten Geschenke des Yoga: Wir lernen, unseren Atem nicht nur zu kontrollieren, sondern ihn wieder zu fühlen, ihm Raum zu geben und so die Freude am Lebendigsein zu entdecken.

Inspiriert durch Alexander Lowen, The Voice of the Body.

Bild © Shutterstock

Wusstet ihr, dass die Venus sowohl der Abendstern als auch der Morgenstern ist?Uns war wusste lange nicht klar, wie beso...
06/10/2026

Wusstet ihr, dass die Venus sowohl der Abendstern als auch der Morgenstern ist?

Uns war wusste lange nicht klar, wie besonders dieser Rhythmus eigentlich ist.
Ein vollständiger Venuszyklus – also die Zeit, nach der Venus von der Erde aus wieder dieselbe Stellung zur Sonne erreicht – dauert ungefähr 584 Tage. Davon ist Venus etwa 263 Tage als Abendstern und etwa 263 Tage als Morgenstern sichtbar. Dazwischen liegen Zeiten, in denen sie unserem Blick entzogen ist, weil sie von der Erde aus gesehen zu nahe bei der Sonne steht und in deren Licht verschwindet.

Und genau das geschieht gerade.
Noch kennen wir Venus als Abendstern. Sie steht nach Sonnenuntergang tief am westlichen Himmel. Doch von Abend zu Abend rückt sie von uns aus gesehen näher an die Sonne heran. Sie geht immer kürzer nach der Sonne unter, bis wir sie schließlich in deren Licht nicht mehr erkennen können.

Am 24. Oktober erreicht sie ihre sogenannte untere Konjunktion. Dann zieht Venus auf ihrer Bahn zwischen Erde und Sonne hindurch. Von diesem Moment an gehört sie astronomisch nicht mehr zum Abend-, sondern zum Morgenhimmel.

Aber sie erscheint nicht plötzlich am nächsten Morgen strahlend am Horizont.
Erst einmal bleibt sie verborgen. Dann gewinnt sie langsam wieder Abstand zur Sonne. Einige Wochen später – ungefähr ab Mitte November – können wir sie vor Sonnenaufgang im Osten entdecken.

Der Abendstern ist zum Morgenstern geworden. Wir finden dieses Bild wunderschön. In der Astrologie wird dieser Übergang als eine Neugeburt der Venus verstanden. Astrologisch gesehen ist die Venuszeit gerade recht ungewöhnlich: die Venus ist rückläufig und steht zurzeit im Skorpion.

Skorpion ist kein besonders oberflächliches Zeichen. Er führt eher dorthin, wo etwas im Verborgenen liegt. Zu Bindung und Loslassen, Nähe und Angst, Begehren, Verletzlichkeit, Macht, Scham – und zu Dingen, über die wir lieber nicht sprechen.

So stellt man sich vielleicht die Fragen: Was darf aus meinen Beziehungen gehen? Welche alte Rolle brauche ich nicht mehr? Wo habe ich geschwiegen, damit die Verbindung bestehen bleibt? Wo habe ich mich angepasst, um in Rapport zu bleiben? Wo habe ich Teile von mir versteckt, weil ich dachte, sie seien zu viel, zu unbequem, zu verletzlich oder sogar beschämend?

Und was geschieht, wenn genau diese Teile nun sagen: Ich möchte auch leben. Ich möchte einen Platz haben.
Das kann unsere Liebesbeziehungen betreffen. Aber ebenso Freundschaften. Eltern und Kinder. Menschen, mit denen wir arbeiten. Alte Beziehungen, die längst vorbei sind und trotzdem noch in uns weiterleben.

Und natürlich unsere Beziehung zu uns selbst. Venus hat mit Liebe zu tun. Aber Liebe ist nicht nur Harmonie, sondern hat auch mit Wahrheit zu tun.

Reinigung kann bedeuten, endlich hinzuschauen, etwas anzusprechen, Grenzen wahrzunehmen oder zu erkennen, dass wir uns selbst an bestimmten Stelle immer wieder verlassen haben, nur um einen anderen Menschen nicht zu verlieren.

Das kann schmerzhaft und gleichzeitig unglaublich befreiend sein.

Und so verändern sich möglicherweise die ein oder andere Beziehung und es entsteht etwas Neues. Vielleicht ändert sich die eigene Art zu lieben.

Daher ist diese Zeit eine wunderbare Zeit für Meditation und Yoga, Kriyas zur Reinigung und Heilung, für Stille und ehrliche Kommunikation. Vielleicht auch für Gespräche, die schon lange darauf warten, geführt zu werden.

Die Venus verschwindet als Abendstern und ist für eine Weile unsichtbar.
Dann erscheint die Venus wieder,
an einer anderen Stelle des Himmels.
Es ist derselbe Planet und das gleiche Licht. Die Venus ist kein anderer Stern geworden, sondern auf neue Weise sichtbar, das Gleiche geschieht mit uns, wenn wir loslassen und uns einer Neugeburt hingeben.

In der  ersten Kommentarspalte teilen wir ein Link der Astrologen Silke Schäfer, die diesen Zyklus in einem spannenden Video genau beschreibt. 

Bild: per KI erstellt

"Geben ist die höchste Form der Kraft. Wenn ich gebe, erfahre ich, wie stark, reich und mächtig ich bin. Ich freue mich ...
04/10/2026

"Geben ist die höchste Form der Kraft. Wenn ich gebe, erfahre ich, wie stark, reich und mächtig ich bin. Ich freue mich darüber. Ich bin sehr lebendig und deshalb auch fröhlich. Geben ist schöner als Nehmen, weil man dabei selbst glücklich wird.” Erich Fromm: Die Kunst des Liebens

Vielleicht ist das eine wichtige Erfahrung des Kundalini Yoga: Wenn wir geben, werden wir reicher. Wenn wir still werden, atmen, meditieren und unser Herz öffnen, können wir eine Menge erfahren. Das hat nichts mit dem zu tun, was wir besitzen oder ob wir etwas zurückbekommen.

Wir geben Aufmerksamkeit, Zeit, Wärme, Wissen, Trost oder einfach unsere Gegenwart. Genau darin liegt die Kraft der Liebe, von der Fromm spricht: nicht die Macht über andere ist erfüllend, sondern die Fähigkeit, aus innerem Reichtum heraus zu schenken.

Beim Kundalini Yoga geht es um die Verbindung mit dem Göttlichen. Wenn wir diese Verbindung spüren, müssen wir weniger festhalten. So wird die Kunst des Liebens auch zur Kunst des Gebens – aus innerer Fülle. Vielleicht berühren wir das Göttliche, wenn wir im Geben unsere Lebendigkeit erfahren. Liebe wird nicht weniger, wenn wir sie verschenken. Sie wird sichtbarer.

Bild: European Yoga Festival 🙏❤️

Somatisches Kundalini-Yoga – Yoga von innenManchmal leben wir in unserem Körper wie in einem Haus, dessen Räume wir zwar...
02/10/2026

Somatisches Kundalini-Yoga – Yoga von innen

Manchmal leben wir in unserem Körper wie in einem Haus, dessen Räume wir zwar kennen, die wir aber kaum noch betreten. Wir funktionieren, tragen, leisten, reagieren. Wir bewegen uns durch unsere Tage und bemerken vielleicht erst am Abend, dass wir die Schultern hochgezogen, den Kiefer fest und den Atem klein gehalten haben.

Somatisches Yoga lädt uns ein, wieder nach Hause zu kommen.
Nicht, indem wir den Körper formen oder überwinden. Sondern indem wir ihm zuhören. Wir bewegen uns langsam, wiederholen eine einfache Bewegung und beobachten, was geschieht. Wo beginnt sie? Wo wird sie zurückgehalten? Wie antwortet der Atem? Ist eine Seite anders als die andere? Und wie fühlt sich dieselbe Bewegung nach zwei oder drei Minuten an?

Dabei wird Yoga zu einer beinahe forschenden, achtsamen Erkundung der eigenen inneren Landschaft. Für uns im Kundalini-Yoga ist all das erstaunlich vertraut. Kamelritt, Sufi-Kreise, Beckenkreise, Drehungen der Wirbelsäule – wir wiederholen Bewegungen seit jeher über einen längeren Zeitraum. Doch wir können sie noch einmal anders erfahren: weniger als Übung, die wir „machen”, und mehr als Bewegung, die wir von innen heraus begleiten.

Dann wird aus dem Kamelritt mehr als nur ein Beugen und Strecken der Wirbelsäule. Wir beginnen zu spüren, wie der Brustkorb darauf antwortet. Wir spüren das Becken, die Rippen und den Atem. Vielleicht entdecken wir sogar Stellen, an denen wir seit Jahren festhalten, ohne es zu wissen. Gerade darin liegt die Schönheit des somatischen Kundalini-Yoga: Wir müssen nirgendwohin. Und vielleicht entdecken wir etwas, das im Lärm des Alltags leicht verloren geht: Der Körper ist kein Instrument, das uns durch das Leben tragen soll. Er ist unser Zuhause.

„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“
– Christian Morgenstern

In unserem neuen Blogartikel betrachten wir genauer, was somatisches Yoga bedeutet, welche Rolle unser Nervensystem, die Propriozeption und die Interozeption dabei spielen und warum sich diese noch recht junge Strömung so selbstverständlich mit Kundalini-Yoga verbinden lässt. Wir haben ein Yogaset kreiert, sodass du somatisches Yoga praktizieren kannst – selbst als Anfänger*in.

Somatisches Kundalini-Yoga – Yoga von innen.
Eine Einladung, wieder zu lauschen. 🌿 Link in der ersten Kommentarspalte.

Bild: ©Shutterstock

Meditation für Oktober – Ängste vor der Zukunft lösenWenn man auf diesen Oktober schaut– astrologisch, aber auch einfach...
28/09/2026

Meditation für Oktober – Ängste vor der Zukunft lösen

Wenn man auf diesen Oktober schaut– astrologisch, aber auch einfach auf das, was gerade in unserer Welt geschieht –, dann fühlt es sich nach Umbruch, Klärung und Reinigung an. Manches, was lange unter der Oberfläche lag, wird sichtbar und lässt sich nicht mehr verdrängen oder zudecken.

Das kann befreiend sein und es kann Angst machen. Deshalb haben wir für diesen Monat die „Meditation to Remove Fear of the Future“ ausgewählt. Sie findet sich im Manual I am a Woman – Creative, Sacred, Invincible.

Die Idee dahinter ist erhellend: Zukunftsangst entsteht oft nicht nur aus dem, was tatsächlich vor uns liegt. Unser Unterbewusstsein hat Erfahrungen aus der Vergangenheit gespeichert und versucht sich daraus auszurechnen, was als Nächstes passieren könnte. Wir wollen Schmerzen vermeiden, Gefahren vorhersehen und uns absichern. Irgendwann beschäftigt sich der Kopf mehr mit diesen Berechnungen als mit dem, was im Augenblick wirklich da ist.

Diese Meditation führt die Aufmerksamkeit zurück zum Herzzentrum.

So geht sie:

1. Setze dich bequem und aufrecht hin.

2. Lege zunächst den linken Handrücken in die rechte Handfläche. Die rechte Hand umfasst die linke Hand sanft, der rechte Daumen liegt dabei in der linken Handfläche. Kreuze anschließend den linken Daumen über den rechten.
Halte dieses Mudra vor dem Herzzentrum und lasse die Hände am Brustbein ruhen.
Atme ruhig, lang und tief.

3. Gerade bei Angst neigen wir dazu, den Atem unbewusst kleiner werden zu lassen oder ihn festzuhalten. Deshalb ist mir bei dieser Meditation der tiefe Atem besonders wichtig. Lass den Bauch beim Einatmen weich werden und das Zwerchfell wirklich arbeiten. Diese ruhige Atembewegung bewegt nicht nur Brustkorb und Rumpf, sondern kann dem Nervensystem auch das Signal geben: Im Moment bin ich hier. Im Moment bin ich sicher.

4. Lausche dazu einer Version des Mantras „Dhan Dhan Ram Das Guru“. Eine stimmige Aufnahme von Snatam Kaur verlinke ich in der Kommentarspalte.

5. Zeit: Beginne mit 3 Minuten. Wenn dir die Meditation Freude macht, dann kannst für 11 Minuten oder sogar bis 31 Minuten meditieren. Zum Abschluss der Meditation tief einatmen – und mit dem Ausatmen entspannen.

Wir können die Zukunft nicht dadurch bewältigen, dass wir sie im Kopf hundertmal vorwegnehmen. Aber wir können lernen, mit etwas mehr innerer Ruhe in die Zukunft zu schauen.

„The beauty in you is your spirit. The strength in you is your endurance. The intelligence in you is your vastness.“

Bild: KI generiert

Kriya für Entspannung und innere SchönheitDiese Kriya verbindet bewussten Atem, Bewegung und tiefe Entspannung. Sie begi...
25/09/2026

Kriya für Entspannung und innere Schönheit

Diese Kriya verbindet bewussten Atem, Bewegung und tiefe Entspannung. Sie beginnt mit Sammlung und Ausrichtung, bringt anschließend Bewegung in die Wirbelsäule und führt Schritt für Schritt in einen ruhigeren inneren Zustand.

In der traditionellen Kundalini-Yoga-Lehre geht es dabei um das freie Fließen der Lebensenergie entlang der Wirbelsäule. Auf einer ganz praktischen Ebene hilft die Übungsreihe, Spannungen zu lösen, den Atem zu vertiefen und den Körper wieder bewusster wahrzunehmen.

Am Ende steht die Entspannung: weniger Festhalten, weniger innere Unruhe, mehr Weite. Für einen Moment dürfen wir einfach loslassen – und wir können uns selbst wieder spüren.

1. Gebetsposition – 6 bis 11 Minuten

Setze dich in den Schneidersitz und richte die Wirbelsäule auf. Lege die Handflächen vor dem Brustbein aneinander. Die Daumen drücken sanft gegen die Mitte des Brustkorbs, die Finger zeigen gerade nach oben.

Ziehe das Kinn leicht nach hinten und unten, sodass der Nacken lang bleibt. Beuge dabei den Kopf nicht nach vorn. Senke nur die Augen und richte den Blick auf die Daumen.

Beginne mit langem, tiefem Atem.

Dauer: Beginne mit 6 Minuten und steigere die Übungszeit nach und nach auf 11 Minuten.

2. Zölibatsposition – 3 Minuten

Setze dich in die Zölibatsposition, sodass das Gesäß zwischen den Fersen den Boden berührt. Die Fersen befinden sich also rechts und links neben dem Gesäß – du sitzt nicht auf den Fersen.

Öffne die Knie. Umfasse die Knie mit den Händen und halte die A**e gestreckt.

Bewege nun das Becken und die untere Wirbelsäule vor und zurück. Lass die Bewegung rhythmisch und lebendig sein.

Zum Abschluss: Atme tief ein und stelle dir vor, wie sich die Energie im ganzen Körper verteilt.

Tipp: Wenn dir die Zölibatsposition schwerfällt, dann setze dich auf ein dickes Kissen oder auf eine zusammengerollte Decke.

3. Lebensnervdehnung – 5 Minuten

Strecke beide Beine gerade nach vorn aus. Beuge dich aus der Hüfte nach vorne und fasse die Zehen.

Entspanne dich vollständig. Lass die äußeren Eindrücke und Unruhe los und richte deine Aufmerksamkeit nach innen.

Verweile in der Vorstellung von unendlichem Frieden und innerem Licht.

Tipp: Du kannst auch die Schienbeine umfassen, wenn du deine Zehen nicht erreichen kannst.

4. Meditation – 3 bis 11 Minuten

Setze dich wieder bequem in den Schneidersitz mit aufgerichteter Wirbelsäule.

Singe ein Mantra, das dein Herz berührt und das dich mit einem Gefühl von Weite und innerer Freude verbindet.

„Ich wünschte, du würdest dich daran erinnern, wie viel Energie dieses Universums in deine Entstehung geflossen ist. Wie...
22/09/2026

„Ich wünschte, du würdest dich daran erinnern, wie viel Energie dieses Universums in deine Entstehung geflossen ist. Wie viele Menschen, wie viele Lebensgeschichten existieren und sich entfalten mussten, damit genau du in diesem Universum überhaupt existieren kannst.“ Teal Swan

Damit du heute auf dieser Erde lebst, mussten unzählige Dinge zusammenkommen. Menschen begegneten sich, Leben wurden gelebt und Entscheidungen wurden getroffen. Das geschah immer wieder, Generation für Generation.

Und dann warst du da. In deinem Körper, mit deiner Geschichte und deinen Besonderheiten. Auch mit den Seiten an dir, die du vielleicht nicht besonders magst.

Du bist vielleicht nicht immer glücklich. Du vergleichst dich mit anderen. Du glaubst, du musst noch schöner, erfolgreicher, gelassener, spiritueller oder irgendwie "besser" werden, bevor du okay bist.

Aber: Du bist da! Und du bist wertvoll.
Von hier aus kannst du wachsen, weil Leben Bewegung ist. Kundalini-Yoga bringt dich zurück in deinen Körper und verbindet dich mit deinem Atem. Deine Wahrnehmung kann dir helfen, dich innerlich stabiler zu fühlen und dein Schutzfeld zu stärken.

So kannst du dieses unglaublich verrückte Leben auf diesem wahnsinnigen Planeten, mitten in diesem riesigen Universum, ein bisschen bewusster erleben und vielleicht sogar genießen, genau als der Mensch, der du bist.

Bild: KI Kunst

Tag- und Nachtgleiche – Sonne und Mond in unsAm Mittwoch, dem 23. September, ist Tag- und Nachtgleiche. Für einen kurzen...
20/09/2026

Tag- und Nachtgleiche – Sonne und Mond in uns

Am Mittwoch, dem 23. September, ist Tag- und Nachtgleiche. Für einen kurzen Moment ist das Verhältnis von Licht und Dunkelheit ausbalanciert. Danach bewegen wir uns langsam in die dunklere Hälfte des Jahres.

Das Sanskritwort Viṣuva bezeichnet die Tag- und Nachtgleiche – den Zeitpunkt, an dem Tag und Nacht für einen kurzen Moment in Balance sind. Im Yoga finden wir dieses Bild von Sonne und Mond (Tag und Nacht) auch im Menschen.

Pingala wird der Sonne zugeordnet: Wärme, Aktivität, Bewegung und die Kraft, nach außen zu gehen.
Ida gehört zum Mond: Kühle, Ruhe, Empfänglichkeit und die Bewegung nach innen.

Es geht darum, wahrzunehmen, welche der beiden Kräfte gerade dominiert und welche vielleicht zu kurz kommt. Die alten Hatha-Yoga-Traditionen sprechen davon, Sonne und Mond, Ida und Pingala, miteinander in Einklang zu bringen. Dazu passt folgendes Pranayama sehr schön.

Praanayam to Balance Mental Energy

In der Beschreibung dieser Meditation heißt es, dass unsere Ausstrahlung mit dem Gleichgewicht der linken, der Mondseite, und der rechten, der Sonnenseite verbunden ist.

Der Geist produziert ununterbrochen Gedanken. Das ist seine Aufgabe. Wir können die Entstehung der Gedanken nicht einfach stoppen. Aber wir können verändern, wie wir mit ihnen umgehen. Genau hier setzt Meditation an.

Das Pranayama soll die beiden Seiten miteinander ausgleichen und dem Geist helfen, klarer zu werden und sich weniger in Zweifeln zu verlieren.

Meditiere auf das Ein- und Ausatmen.
Der Atem wird in der ursprünglichen Beschreibung als der göttliche Lebensfunke bezeichnet.

Die Tag-und-Nachtgleiche fällt in Deutschland 2026 auf den 23. September um etwa 02:05 Uhr MESZ.

Adresse

Heinrich-Barth-Straße 1
Hamburg
20146

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