Initiative zur Einführung einer neuen deutschen Paradeuniform

Initiative zur Einführung einer neuen deutschen Paradeuniform Diese Beobachtung findet sich zudem im aktuellen Jahresbericht des Wehrbeauftragten in Absatz 5.2 wieder.

Wir, eine Gruppe von Offizieren aus unterschiedlichen Teilstreitkräften und Waffengattungen, haben uns im Rahmen einer Interessengemeinschaft die Einführung einer Repräsentationsuniform ergänzend zum bestehenden Dienstanzug zum Ziel gesetzt. Unserer Meinung nach ist durch den derzeitigen Dienstanzug sowohl eine identitätsstiftende Wirkung nach innen als auch eine Repräsentation der Bundeswehr nach

außen, in die Öffentlichkeit, nur bedingt gegeben. Oftmals genießt die deutsche Uniform im nationalen wie auch im multinationalen Vergleich nur geringes Ansehen und wird eher belächelt, was insbesondere vor dem Hintergrund, dass „Deutschland (...) die multinationale Einbindung seiner Streitkräfte zur Maxime gemacht (hat)“, besonders bedenklich erscheint. Denn bekanntlich prägt auch das äußere Erscheinungsbild eines jeden deutschen Soldaten das Bild der Bundeswehr in der Öffentlichkeit entscheidend mit, wobei von den Betrachtern oftmals gleichzeitig „[...] auf den inneren Zustand der Truppe geschlossen (wird)“. Gerade in der aktuellen Situation, welche geprägt ist durch einen tiefgreifenden und grundlegenden Umbau hin zu einer Freiwilligenarmee, die sich gleichzeitig mit einer zunehmenden Zahl internationaler Einsätze konfrontiert sieht, muss auch die Repräsentation der Deutschen Bundeswehr in den Blickpunkt rücken. Identitätsstiftenden Merkmalen und Zeichen einer gesellschaftlich tief verwurzelten Einrichtung, wie sie die Bundeswehr zweifelsfrei ist, kommen in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle zu. Damit einhergehend ist es unerlässlich, eine höhere Attraktivität vor allem durch „nicht-monetäre Anreize“ zu generieren, nicht zuletzt, um den Regenerationsbedarf der deutschen Streitkräfte auch in Zukunft decken zu können und somit den gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte Rechnung zu tragen. Mit dieser Meinung stehen wir keinesfalls alleine da, zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Soldatinnen und Soldaten aller Dienstgradgruppen teilen unsere Auffassung. In unseren Augen muss eine zukünftige Repräsentationsuniform dem Traditionserlass der Bundeswehr Rechnung tragen, den „Joint-Gedanken“ widerspiegeln und somit als identitätsstiftendes Symbol der Bundeswehr im wiedervereinigten Deutschland fungieren.

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