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Working together with Communities, NGOs and Churches in #Oceania for #ClimateJustice, #ResourceJustice and #HumanRights.
Im Gegensatz zu ihrem friedlichen Image erlebt die Pazifische Inselregion zunehmend soziale, ethnische und politische Spannungen. Viele der Konflikte werden durch global organisierte, rücksichtslose Ausbeutung natürlicher Ressourcen und daraus resultierende Streitigkeiten befördert, wenn nicht erst verursacht. Den Auswirkungen und den zugrunde liegenden, hochkomplexen globalen Beschaffungs- und Lieferketten, stehen die Lebenswirklichkeiten der Menschen sowie Sorgen und der Protest lokaler Gemeinschaften, Nichtregierungsorganisationen und Kirchen im Pazifik gegenüber.
Der Ozeanien-Dialog möchte diesen zivilgesellschaftlichen Perspektiven und Stellungsnahmen in Deutschland und Europa ein stärkeres Gewicht geben, um in globalen Zusammenhängen insbesondere im Ressourcenbereich nicht überhört zu werden. Deutschland und die EU gehören zu den größten Rohstoffverbrauchern weltweit. Die Bedingungen, untern denen die Rohstoffe, die wir verbrauchen, gefördert werden, gehen uns also alle an – auch das Schicksal der Menschen, die vom Abbau betroffen sind.
Thematische Schwerpunkte der Arbeit sind dabei Klimawandel und Klimagerechtigkeit sowie Tiefseebergbau, der weltweit, aber insbesondere in Ozeanien, rasch an Bedeutung gewinnt. Der weltweit steigende Ressourcenbedarf und die Verknappung von Rohstoffen führen dazu, dass mehr und mehr Staaten und Unternehmen danach streben, auch schwer zugängliche Bodenschätze zu bergen. Trotz der massiven Bedenken von Wissenschaft, Umweltexperten und Nichtregierungsorganisationen, die durch Tiefseebergbau einen gewaltigen und in seinen langfristigen Wirkungen noch nicht abschätzbaren Eingriff in die Ökosysteme der Meere und Küstengebiete befürchten, werden die Planungen und Erkundungen vehement vorangetrieben.
In den Pazifischen Inselstaaten formiert sich eine Front von Fischern, Küstengemeinden, NROs und Kirchen, die Tiefseebergbau ablehnen, und die durch friedliche Proteste, Unterschriftensammlungen und Kampagnen versuchen die experimentellen Großprojekte zu verhindern – deren Stimmen sind aber oft nur lokal hörbar.