31/08/2026
„Viele Seeleute fühlen sich gerade beim Gespräch während der Autofahrt freier“, sagt Seemannspastor Arnd Braun-Storck. „Dann sprechen sie offen über Einsamkeit durch die lange Trennung von der Familie.“ Er muss es wissen, seit nun mehr 17 Jahren arbeitet der 62-Jährgige für die Deutsche Seemannsmission in New York, wo wir seit 1907 einen Standort haben. Der Theologe, der auch eine klinische Seelsorgeausbildung gemacht hat, geht heute in den Ruhestand.
Arnd hat die Männer und Frauen dort getroffen, wo sie leben und arbeiten, an Bord der Schiffe. „Für mich war immer Seelsorge der Mittelpunkt“, sagt der 62-Jährige. Seit der Coronapandemie waren aber auch Bestellungen von Bordbesatzungen ein Schwerpunkt seiner Arbeit. Der Hafen von New York/New Jersey ist einer der größten Containerhäfen der USA. Container, Maschinen und landwirtschaftliche Produkte werden dort umgeschlagen.
Selbstverständlich hat sich Arnd nicht nur um deutschsprachige Seeleute gekümmert. „Es war immer klar: Wenn wir auf einem Schiff sind, sind wir für alle da“, sagt der Seelsorger.
Der Seemannspastor hat Seeleute aber auch im Krankenhaus besucht oder nach Todesfällen Seelsorge an Bord angeboten.
Über ein Praktikum Ende der 80er Jahre hat der gebürtige Hunsrücker zur Seemannsmission nach New York gekommen. Er arbeitet mit Obdachlosen, macht sein Vikariat in New York. 1994 vertritt er seinen Vorgänger bei der Seemannsmission, Clint Padgitt. 2012 übernimmt Arnd Braun-Storck schließlich die Leitung der Deutschen Seemannsmission New York.
Heute ziehen Arnd, seine Frau Beate und deren zwei Hunde an die Nordwestküste der USA.
Lieber Arnd, hab ganz herzlichen Dank für deine Warmherzigkeit, deinen Humor, dein offenes Herz im Namen all der vielen Seeleute, denen du begegnet bist. ❤️💪🏼🎈⚓️👋🏻
Fotos: Matthias Ristau