18/03/2026
Was machen wir eigentlich:
Heute wollen wir einmal ein bisschen etwas dazu sagen, was wir eigentlich als Verein so machen, bzw. was unsere Aufgaben sind. Das oberste Ziel eines Kleintierzuchtvereins besteht in der Artenerhaltung und im Tierschutz der Kleintiere. Als Züchter in einem Kleintierzüchterverein muss man daher stets auf das Tierwohl achten und aktiv dazu beitragen, dass dieses nicht gefährdet wird.
Deshalb gehören auch die folgenden Dinge zu den Aufgaben eines Kleintierzuchtvereins:
Erhalt von gefährdeten Rassen
Sachgemäße Zucht
Vorbeugung von Krankheiten und Seuchen
Repräsentation des Vereins und seiner Tiere (Ausstellungen, sog. Schauen)
Zusammenarbeit mit Behörden und Tierärzten
Beratung und Aufklärung zum Tierschutz
Welche Tiere werden in einem Kleintierzuchtverein gezüchtet:
Hühner (Hühnerrassen)
Zwerghühner (Hühnerrassen, die als Zwergform vorkommen)
Groß- und Wassergeflügel (Enten, Perlhühner, Gänse, Puten etc.)
Kaninchen (Kaninchenrassen und deren Zwergformen)
Tauben (nach Rasseeigenschaften, nicht nach Flugeigenschaften)
Ziergeflügel (alle Geflügelarten, die auch als Wildtiere in freier Natur in dieser Form leben, gelten als Ziergeflügel. Im Gegensatz zum Rassegeflügel, wurde ihr Erscheinungsbild also nicht von Züchtern bestimmt, sondern von der Natur)
Wenn Sie sich für Kleintiere interessieren, selbst züchten möchten, vielleicht „nur“ Halter sind oder Fragen auftauchen, nehmen Sie gerne unkompliziert mit uns Kontakt auf (siehe unten).
Wieso Impfpflicht gegen Newcastle-Krankheit für ALLE Geflügelhalter?:
Die Newcastle-Krankheit ist eine hochansteckende Viruskrankheit von Hühnern und Puten, aber auch andere Vogelarten (z. B. Enten, Gänse, Straußen oder Tauben) sind empfänglich, können das Virus in sich tragen, verbreiten und unter Umständen auch selbst erkranken.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die Newcastle-Krankheit nicht gefährlich.
Die Newcastle-Krankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, sie richtet nicht nur bei den erkrankten Tieren selbst großen Schaden an, sondern führt auch zu schweren wirtschaftlichen Folgen für Tierhalter und ganze Regionen. Betroffene Tierbestände müssen sofort getötet werden, großräumige Sperren um den Seuchenherd werden errichtet. Aufgrund von Handelsbeschränkungen kommt es zu schwerwiegenden Problemen im Absatz von Tieren und ihren Produkten auf dem Markt.
Wie erkennt man die Newcastle-Krankheit?
Die Newcastle-Krankheit ist hochansteckend. Die Zeit von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen beträgt ca. drei bis sechs Tage. Besonders auffällige erste Anzeichen für eine Erkrankung sind:
drastischer Rückgang der Legeleistung
dünnschalige bis schalenlose Eier
wässriges Eiklar
dünnflüssiger, grünlichgelber Kot, der z.T. mit Blut durchmischt ist
Bei rascher Ausbreitung innerhalb der Herde treten Todesfälle ohne vorher sichtbare Symptome auf. Die Todesrate erkrankter Tiere beträgt bis zu 100%.
Bei leicht verzögertem Verlauf überwiegen folgende Symptome:
hochgradige Apathie
gänzliches Verweigern von Futter- und Wasseraufnahme
Atemnot
geschwollene Augenlider
bläulich verfärbte Kämme
Tiere, die diese erste Krankheitsphase überlebt haben, fallen später durch Lähmungen der Bein- und Flügelmuskulatur sowie Halsverdrehen auf.
Wie wird die Newcastle-Krankheit übertragen?
Direkt über die Tiere: infizierte Vögel scheiden das Virus über die Luftwege sowie über Sekrete und Exkrete aus. Durch den direkten Kontakt von Tier zu Tier im Stall oder auf dem Transport (auch von geschlachteten Tieren, Bruteiern oder Eintagsküken) breitet sich das Virus sehr schnell aus.
Indirekt: über Fahrzeuge, Mist, Futter oder Transportkisten kann der Seuchenerreger übertragen bzw. verschleppt werden. Der Mensch ist ein bedeutsamer Überträger der Seuche: über nicht gereinigte und desinfizierte Kleider, Schuhe oder Hände kann er die Krankheit weiter verbreiten. Wildvögel, Ratten, Mäuse und Insekten stellen ebenfalls große Risiken dar, ganz besonders in der Freilandhaltung. Der als Dünger auf die Felder aufgebrachte Geflügelkot ist eine zusätzliche große Gefahr.
Was tun gegen die Newcastle-Krankheit?
Für die Newcastle-Krankheit gibt es in der Bundesrepublik Deutschland eine Impfpflicht. Alle Halter/innen müssen ihre Tiere regelmäßig gegen den Erreger impfen lassen. Dies gilt auch für Hobbyhaltungen von ein oder zwei Tieren. Die Newcastle-Krankheit kann selbst in kleinsten Geflügelhaltungen zur Gefahr für ganze Regionen werden.
Die unterschiedlichen Impfstoffe sind über den Tierarzt in unterschiedlichen Dosisgrößen zu beziehen. Mit einer Flasche Impfstoff lassen sich zwischen 1000 und 10.000 Tiere behandeln, was für den Hobbyhalter natürlich völliger Humbug ist und sehr kostspielig.
Impftermine durch den Kleintierzuchtverein Hambrücken:
Wie jedes Jahr führen wir für ALLE Geflügelhalter die vierteljährliche Pflichtimpfung gegen die Newcastle-Krankheit durch. Die Ausgabetermine der Schluckimpfung sind jeweils von 11–12 Uhr in der Hauptstr. 171 gegen eine kleine Spende an folgenden Samstagen: 07.02.2026-02.05.2026-01.08.2026-07.11.2026. Bitte bringen Sie ein kleines Gefäß für die Flüssigkeit mit.
Durchführung: Da es sich um eine Schluckimpfung handelt, entfernen Sie am Abend zuvor die Trinkgefäße aus den Ställen. Verabreichen Sie den Impfstoff innerhalb von 2 Stunden in das neu aufgefüllte Wasser der Tiere, wenn das Tier daran nippt, ist die Impfung abgeschlossen.
VEREINSFESTE:
Sommerfest/Gockelfest mit Jungtierschau am 31.05.2026 (Sonntag nach dem Pfingstwochenende)
Lokaltierausstellung am 04.10.2026 (Sonntag, direkt nach dem Tag der Deutschen Einheit)
Bei Fragen und Interesse an der Haltung oder Zucht von Hühnern, Kaninchen, Tauben, Wachteln, Puten etc. können Sie jederzeit mit uns in Kontakt treten, wir helfen gerne, wenn wir können.
[email protected]