StadtElternRat Halle-Saale

StadtElternRat Halle-Saale Willkommen bei uns, dem Stadtelternrat der Stadt Halle (Saale) in Sachsen Anhalt. Herzlich Willkommen beim StER! Die Mitglieder des StadtElternRat

Wir freuen uns über Ihren Besuch auf dieser Seite. Unser Ziel, wir möchten Sie als Eltern, Elternräte und allen die Interesse, Fragen oder Probleme rund um die Schule oder Elternarbeit haben über diese Plattform informieren und Hilfe geben. Mit Einblicken in unsere Arbeit als StadtElternRat möchten wir Ihnen unser Gremium näher bringen und um Eltern mit Interesse an Elternarbeit werben.

Die Eltern der IGS Am Steintor haben eine Petition gegen die geplante Fusion der IGS Am Steintor mit der KGS Hutten gest...
27/11/2025

Die Eltern der IGS Am Steintor haben eine Petition gegen die geplante Fusion der IGS Am Steintor mit der KGS Hutten gestartet. Ihre Forderungen:

1.Erhalt der IGS.Halle Am Steintor und der KGS Hutten als eigenständige Schulen.
2.Wir fordern, die KGS Hutten als vierzügige IGS weiterzuführen.
3.Keine Entscheidung ohne die Beteiligung von Eltern, Schülern und Lehrkräften.
4.Mehr bedarfsgerechte Plätze in der Schulform Gesamtschule.

Hier kann man sich mit seiner Unterschrift beteiligen:

https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-der-beiden-gesamtschulen-in-halle?fbclid=IwdGRjcAOUzaVjbGNrA5TNgmV4dG4DYWVtAjExAHNydGMGYXBwX2lkDDM1MDY4NTUzMTcyOAABHt3UJ6SsImQzcyt9qQy3BxxTHVUpdN0rSKw1kda-hzt-_TZfJM94OZWix-gq_aem_N_-U-Ik1vgryay5GEpf3bw

Wir sagen NEIN zur geplanten Fusion der Schulen IGS.Halle Am Steintor und KGS Hutten. Die Stadt Halle (an der Saale) möchte beide Schulen fusionieren. Das bedeutet: Aus zwei Schulen soll eine einzige werden mit zwei Standorten, Adam-Kuckhoff-Straße und Roßbachstraße. Doch die Schulgemeinschaften...

Offener Brief an die bildungspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen in Sachsen-AnhaltSehr geehrte Damen und Herren,...
09/12/2024

Offener Brief an die bildungspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen in Sachsen-Anhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Besorgnis wenden wir uns an Sie, um auf das ungeheuerliche Handeln des Ministeriums für Bildung (MB) aufmerksam zu machen, das aus rein ideologischen Gründen den rechtskonformen Schulentwicklungsplan der Stadt Halle zu verhindern versucht. Dieser Plan sieht die Umwandlung von Schulen in Integrierte Gesamtschulen (IGSen) vor, um den dringenden Bedarf an Schulplätzen zu decken.

Es ist unverständlich, dass das MB trotz der klaren gesetzlichen Grundlage und der dringenden Notwendigkeit, die Bildungslandschaft in Halle zu verbessern, Maßnahmen ergreift, die ausschließlich ideologisch motiviert sind und die Umsetzung des Schulentwicklungsplans blockieren. Besonders besorgniserregend ist die Rücknahme des bereits genehmigten Schulentwicklungsplans durch den Direktor des Landesschulamtes Gerhard Degner. Dabei wurde dieser Plan in enger Abstimmung der Stadt mit den Verantwortlichen des Landesschulamts erarbeitet.

Ein Beispiel für ideologiegetriebene Handlungen des MB: In § 5a Abs. 7 SchulG LSA, wird es Gesamtschulen erlaubt, die Oberstufe in Kooperation mit einer anderen Schule zu führen. Diese Kooperationen werden jedoch vom MB als nicht dauerhaft zulässig dargestellt, wodurch die Schulen in der Sekundarstufe II als bestandsgefährdet angesehen werden. Im Gegensatz dazu ermöglicht die aktuelle Schulgesetznovelle Kooperationen in der Oberstufe (Gymnasien). Wie die Bildungsministerin in der Landespressekonferenz vom 24. September 2024 ab 14:20 Minuten betonte, stärkt diese Neuregelung die Bildungslandschaft und Schulstandorte, da sie eine Flexibilisierung des Schulgesetzes darstellt und den Trägern vielfältige Möglichkeiten zur Erhaltung von Schulstandorten eröffnet. Warum also, muss man sich fragen, sind Kooperationen an Gymnasien bestandssichernd, an Gesamtschulen jedoch nicht?

Diese Haltung gefährdet nicht nur die Bildungsqualität, sondern auch die Zukunft unserer Kinder. Zudem wird der verfassungsmäßige Rechtsanspruch der Eltern auf die Wahl der Schulform und des Bildungsganges missachtet. Bildungspolitische Ideologien hebeln nicht nur die Rechtsstaatlichkeit aus, sondern werden auch auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. In einem Land, das die höchste Abbrecherquote der Bundesrepublik aufweist, führt solches Handeln dazu, dass der Weg in ein Leben ohne Schulabschluss zur Autobahn wird, was letztendlich gravierende Auswirkungen auf die wirtschaftliche und soziale Zukunft des Landes hat.

Besonders besorgniserregend ist die Rolle der CDU-Stadtratsfraktion in diesem Dilemma. Seit Jahren scheitert sie im Bildungsausschuss mit immer wiederkehrenden Versuchen, die Einrichtung von Gesamtschulen zu verhindern und bestehende Schulen zu schließen. Das Schreiben des Regierungsdirektors Matthias Stübig an die CDU-Fraktion der Stadt Halle lässt klar erkennen, dass es sich um eine Antwort auf Fragen handelt, die offensichtlich als Unterstützung dienen sollte um den breiten Konsens im Stadtrat und den daraus resultierenden Beschluss zu unterlaufen.

Wir fordern Sie daher auf, sich entschieden gegen diese ideologisch motivierten Eingriffe des MB zu stellen und den rechtskonformen Schulentwicklungsplan der Stadt Halle zu unterstützen. Es ist von größter Bedeutung, dass die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern ernst genommen und die notwendigen Schulplätze geschaffen werden.

Mit freundlichen Grüßen,

i.A. Thomas Senger

Vorsitzender des StadtElternRates Halle (Saale)

Quelle:

Ein besonderer Höhepunkt ihrer Arbeit ist die Organisation und Durchführung der Schulmesse der weiterführenden Schulen. Diese Messe ermöglicht Eltern und Schülern, sich umfassend über das Angebot der verschiedenen weiterführenden Schulen in Halle zu informieren. Sie ist ein zentraler Anlaufpu...

10/04/2024

Der StadtElternRat lädt herzlich zur angekündigten Informationsveranstaltung am Montag, dem 15.04.2024 um 19:00 in die IGS.Halle Am Steintor (Aula) Adam-Kuckhoff-Straße 37 ein.

Der StadtElternRat der Stadt Halle (Saale) setzt sich in dieser Sache für die verfassungsmäßigen Rechte der Eltern und ihrer Kinder ein. Wir bieten allen betroffenen Eltern eine Beratung an, die in dem am 18.03.2024 durchgeführten Losverfahren keinen Platz an der von ihnen gewünschten Schule erhalten haben.

Die Frist für die Rückmeldung über die Annahme der angebotenen alternativen Schulplätze an die Stadt endet am Mittwoch, 17.04.2024 und kann auch per E-Mail am selben Tag erfolgen.

Aufgrund der hohen Anmeldezahl und der begrenzten räumlichen Kapazität, bitten wir darum nur als Einzelperson an der Veranstaltung teilzunehmen.

Der StadtElternRat der Stadt Halle (Saale)

Hinweis:

Diese Veranstaltung stellt keine Rechtsberatung im Sinn des Rechtsberatungsgesetz (RBerG) dar. Ebenso können aus wettbewerbsrechtlichen Gründen keine Anwälte benannt werden.

Im Zuge der aktuellen Debatte über die Entscheidung der Stadt, dem Druck des Bildungsministeriums nachzugeben und statt ...
10/04/2024

Im Zuge der aktuellen Debatte über die Entscheidung der Stadt, dem Druck des Bildungsministeriums nachzugeben und statt der geplanten vierten IGS nun eine weitere Sekundarschule eröffnen zu wollen, erreichte uns diese Petition:

Die Zahlen der Anmeldungen für die künftigen 5. Klassen in den weiterführenden Schulen der Stadt Halle sind eindeutig. Knapp 600 SchülerInnen haben sich für eine Integrierte Gesamtschule als weiterführende Schule entschieden. Diese Schulform wird von Jahr zu Jahr beliebter, die Anmeldezahlen s...

Stell dir vor: Halle eröffnet eine neue Sekundarschule und keiner will hin!Auch der StadtElternRat Halle-Saale positioni...
03/04/2024

Stell dir vor: Halle eröffnet eine neue Sekundarschule und keiner will hin!

Auch der StadtElternRat Halle-Saale positioniert sich zu diesem Thema!
Die Pressemitteilung sowie weitere Informationen zur Unterstützung durch den StER findet ihr in der Verlinkung weiter unten.

Weitere Hinweise hierzu im ersten Kommentar.

So könnte ein Fazit lauten, wenn die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen für das Schuljahr 2024/25 betrachtet werden. Befürworter der nun erfolgten Schulgründung könnten aber den Einwand bringen, die Schule konnte doch keiner anwählen, weil zum Zeitpunkt der elterlichen Entscheidun...

03/04/2024

“Völlig Gaga”, “Frechheit”: Bildungsausschuss ist erzürnt über Schreiben der Bildungsministerin zur Schulgründung für die Sekundarschule – Stadträte und Eltern wollen lieber eine IGS von eseppelt · 2. April 2024 Eigentlich war es nur als kurze Mitteilung der Stadtverwaltung vorgeseh...

11/12/2023

PRESSEMITTEILUNG: Ja zum 9,00 € Ticket für alle Schülerinnen und Schüler

Die Stadtratsfraktion “Die Linke” hat einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, der das Schülerticket von derzeit 29,20 € auf 9,00 € senken soll.
In diesem Antrag bleibt die bisherige Entfernungsregelung bestehen, sodass alle Lernenden die Fahrkarte von der Stadt weiterhin kostenfrei erhalten, welche einen längeren Schulweg als 2 km für Grundschulen bzw. 3 km für weiterführende Schulen haben.

Der Stadtelternrat bemängelt seit der Einführung des kostenlosen Tickets, die Regelung über die Anspruchsberechtigung. Es fehlt diesem die soziale Komponente, da nur die Entfernung zwischen Wohnort und Schule entscheidend ist.

Gleichzeitig schränkt das kostenlose Ticket aber die Nutzung ein. Der Freizeitbereich kann nur bedingt von dem Ticket profitieren.

Aus Sicht des Stadtelternrates kann der Antrag der Linken mit einer Änderung erfolgreich sein, da hiermit die von der Stadtverwaltung aufgezeigten Mehrkosten entfielen. Der Stadtelternrat schlägt deshalb vor:

Die bisherigen kostenlosen Tickets entfallen, stattdessen können alle Erziehungsberechtigte ein Ticket für 9,00 € erwerben, welches dieselben Leistungen beinhaltet wie das derzeitige Schülerticket (SCHOOL Card). Durch den Wegfall der kostenlosen Tickets können die 9,00 € Tickets kostenneutral für alle Lernenden eingeführt werden.

Deshalb bitten wir alle Erziehungsberechtigten uns mitzuteilen, ob Sie diesen Änderungsvorschlag des Stadtelternrates unterstützen würden. Mit der Zustimmung würden die Erziehungsberechtigten der Stadt Halle ein deutliches Signal setzen, soziale Verantwortung für alle Lernenden zu übernehmen und so die Schülerbeförderung ein Stück gerechter zu machen.

Der Antrag der Linken kann hier:
https://buergerinfo.halle.de/getfile.asp?id=286974&type=do& nachgelesen werden.

Die Antwort der Verwaltung ist hier zu finden
https://buergerinfo.halle.de/getfile.asp?id=301995&type=do&

Die Umfrage ist hier zu finden: https://nuudel.digitalcourage.de/qCxRPG2GXOBV4J2R

14/11/2022

Am 28.09.2022 veröffentlichte das Ministerium für Bildung in Sachsen-Anhalt einen Runderlass zum Präventionstag für Arbeits- und Gesundheitsschutz für das Landespersonal an Schulen in öffentlicher Trägerschaft im Land Sachsen-Anhalt. Dieser besagt, dass pro Schuljahr jeweils ein kompletter Unterrichtstag für entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen für das gesamte Personal zur Verfügung steht. Hierbei soll hinsichtlich einschlägiger Gesundheitsthemen beraten, sensibilisiert und informiert werden, um somit ein positives Arbeitsumfeld zu fördern, welches sich positiv auf Erfolg und Leistungsbereitschaft im Arbeitsfeld Schule auswirken soll. Dieser Präventionstag soll lt. Runderlass regulär in der Unterrichtszeit stattfinden. Eine Notbetreuung schließt das Ministerium für Bildung allerdings kategorisch aus. Jede Schule kann diesen Termin für sich individuell bestimmen. Beschlossen wird die Nutzung dieses Angebotes durch die Gesamtkonferenz.

Präventionstag, guter Ansatz – schlechte Lösung!

In einer Zeit, in der Unterrichtsausfall Dimensionen angenommen hat, die nicht nur den einzelnen Schüler*innen in Ihrer persönlichen Entwicklung und dem zukünftigen Berufsleben schadet, sondern nunmehr auch volkswirtschaftliche Schäden verursacht, sollte klar sein, dass die politisch Verantwortlichen ihre schützende Hand über jede erteilbare Unterrichtsstunde legen müssten. In diesem Sinn ist Gesundheitsprävention ein wichtiges Mittel, um die Arbeitsfähigkeit zu stärken und krankheitsbedingten Ausfall von Personal zu verhindern. Der StadtElternRat steht uneingeschränkt für eine gute Gesundheitsprävention, die sich positiv auf die Unterrichtsversorgung auswirkt. Insofern sollte der neu eingeführte Präventionstag hierbei behilflich sein.

Doch weit gefehlt, wie der seit dem 29.09.2022 gültige Runderlass zur Umsetzung des Präventionstages zeigt, entwickelt sich der Gesundheitsvorsorgetag selbst zum Unterrichts- und Urlaubskiller.

Wir fragen uns:

Was hat sich das Ministerium für Bildung gedacht, diesen Tag explizit auf einen Schultag zu verorten? Warum konnte nicht geregelt werden, diesen zum Beispiel an einem der 33 schulfreien Arbeitstage (Ferien) im Schuljahr, die nicht zur Deckung des Urlaubsanspruches des Lehrpersonals benötigt werden, durchzuführen? Warum verlangt man von den Eltern, von denen nicht jeder, im Gegensatz zu Lehrer*innen, über 30 Urlaubstage verfügt, diese zur Betreuung ihrer Kinder aufzubrauchen, da es an diesem Präventionstag per Erlass keine Betreuung gibt. Eine besondere Härte entsteht bei den Eltern, die mit mehreren Kindern an unterschiedlichen Schulen für jedes Kind einen Urlaubstag benötigen.

Letztlich muss aber bezweifelt werden, ob das Ministerium für Bildung ein ernsthaftes Interesse an einer guten Gesundheitsprävention hat. Wie sonst kann erklärt werden, dass der regelnde Erlass auf Angebote durch den MAS (Medical Airport Service) oder kostenlose Angebote abstellt. Mit dem eindeutigen Hinweis, kein weiteres Budget bereitstellen zu wollen.

Der Stadtelternrat unterstützt einen solchen Präventionstag als Mittel zur Gesundheitsvorsorge – dieser sollte aber nicht eine Umverteilung der Last aus dem schulischen in den häuslichen Bereich zur Folge haben. Besonders ärgerlich ist dabei, dass eindeutig Eltern und Lehrpersonal zugunsten des geringsten Kostenaufwandes gegeneinander ausgespielt werden! Somit ist die Gefahr einer aufkommenden Neiddebatte in der aktuellen Zeit mit ihren multiplen Problemen vorprogrammiert.

Doch Eltern, Schüler*innen und das Lehrpersonal können hier gemeinsam gegenseitige Solidarität zeigen. Wenn Sie diesen Präventionstag in der Gesamtkonferenz nicht beschließen, zumindest so lange wie Schüler*innen und Eltern einseitig mit Unterrichtsausfall und Urlaubstagen die Zeche zahlen.

19/09/2022

12. Schulmesse der weiterführenden Schulen der Stadt Halle

Am Samstag, 24. September 2022 von 10 bis 15 Uhr veranstaltet der StadtElternRat die 12. Schulmesse der weiterführenden Schulen in Halle. Diese findet in den Räumen der Berufsbildenden Schule IV „Friedrich List“ Haus 2 am Waisenhausring 13 statt. Der Eintritt ist kostenfrei.

Wir empfehlen mindestens eine Stunde vor Veranstaltungsschluss vorbeizuschauen!

Durch die Kooperation mit der Halleschen Verkehrs AG (HAVAG) können Familien (max. 4 Personen) an diesem Tag in der Zeit von 8 bis 17 Uhr kostenlos mit den Bussen und Bahnen der HAVAG in der Tarifzone 210 (Halle) zur Schulmesse und wieder zurückfahren. 4211 versendete Einladungsschreiben dienen hierfür als Ticket.

Auf vier Etagen – jeweils geordnet nach Lage der Schulen im Norden, Osten, Süden und Westen der Stadt – können sich die Besucher mit Ihrem Kind bei einem Rundgang einen Überblick über die Profile und Konzepte der in Halle ansässigen weiterführenden Schulen verschaffen.

Die Angebotsvielfalt macht es nicht einfach die richtige Auswahl zu treffen. Der StadtElternRat unterstützt seit nunmehr 12 Jahren mit seiner Schulmesse Eltern bei dieser Entscheidung.

Ein Betreuungszimmer für jüngere Geschwister und ein Elterncafé für eine kleine Stärkung zwischendurch werden für die Gäste bereitstehen.

Eine Übersicht über die Termine zum Tag der offenen Tür aller Schulen finden Sie hier:https://www.stadtelternrat-halle.de/download/Tag-der-offenen-Tuer-Uebesicht-2022.pdf

Teilnehmende Schulen:

Gymnasien:

LATINA August Hermann Francke
Hans-Dietrich-Genscher-Gymnasium
Gymnasium Südstadt der Saalestadt Halle
Georg-Cantor-Gymnasium
Elisabeth-Gymnasium
Christian-Wolff-Gymnasium
Lyonel-Feininger-Gymnasium
Giebichenstein-Gymnasium "Thomas Müntzer"

Gesamtschulen:

Kooperative Gesamtschule „Ulrich von Hutten“
Kooperative Gesamtschule „Wilhelm von Humboldt“
Freie Waldorfschule
Saaleschule – Integrierte Gesamtschule
IGS Marguerite Friedlaender Gesamtschule
IGS Am Planetarium (ehem. 3. IGS)
IGS Am Steintor

Sekundarschulen:

Sankt Mauritius-Sekundarschule

Homepage:https://www.stadtelternrat-halle.de/
Facebook: https://www.facebook.com/StadtelternratHalleSaale

09/03/2022

Gegendarstellung des StadtElternRates

In der Bildungsausschusssitzung des Stadtrates der Stadt Halle (Saale) vom 01.02.2022 nahm im Rahmen der Beratungen zur Schulentwicklungsplanung der Stadt Halle (Saale), die Bildungsministerin Frau Feußner auf Einladung des Bildungsausschusses per Webkonferenz an der Sitzung teil.

Im Verlauf der Wortmeldungen konnte der Vorsitzende des StadtElternRates Thomas Senger im Zuge eines eingeräumten Rederechts die Position des StadtElternRates darstellen. Vor allem verwies er auf die Rechte der Eltern, die Schulform als auch den Bildungsgang für ihr Kind auswählen zu können. Die jedoch durch die derzeitige Schulentwicklungsplanungsverordnung SEPl-VO 2022 und die Durchführungsanweisungen des Landesschulamtes eingeschränkt ist, sollte die Neugründung einer weiteren IGS verhindert werden. Vor allem Eltern, welche für ihre Kinder einen Platz an einer Integrierten Gesamtschule präferieren, werden in ihren Rechten erheblich beschnitten.

In der Erwiderung bestritt Frau Ministerin Feußner, dass es ein Recht auf Schulform- und Bildungsgangwahl gäbe. Weiter behauptete sie, es gäbe nur ein Recht auf Bildung.

Dieser Aussage widerspricht der Vorsitzende des StadtElternRates aufs Schärfste. Die von der Ministerin in der Öffentlichkeit getätigte Aussage ist nachweislich falsch. In der Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt wird in Artikel 26 Abs. 3 folgendes ausgeführt:

Das Recht und die Pflicht der Eltern, ihre Kinder zu erziehen und deren Schule auszuwählen, sind bei der Gestaltung des Erziehungs- und Schulwesens zu berücksichtigen.

Dieses wird im Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt im §34 Abs. 1 und 2 weiter spezifiziert:

(1) Die Erziehungsberechtigten haben im Rahmen der Regelungen des Bildungsweges die Wahl zwischen den Schulformen und Bildungsgängen, die zur Verfügung stehen. Volljährige Schülerinnen und Schüler wählen selbst. Die Schule berät bei der Wahl des Bildungsweges.

(2) Nach dem 4. Schuljahrgang wählen die Erziehungsberechtigten entsprechend den Neigungen und Fähigkeiten ihrer Kinder den weiteren Bildungsgang.

Leider war es dem Vorsitzenden des StadtElternRates nicht möglich, in adäquater Form reagieren zu können, da er mit Beginn der Legislatur des neuen Stadtrates keinen Sitz mehr im Bildungsausschuss der Stadt Halle hat.

Entgegen der Aussage der Bildungsministerin steht den Eltern durchaus das Recht zu, neben der Wahl des Bildungsgangs auch die Schulform zu wählen.

Gerade in der derzeitigen Pandemie hat es viel zu wenig Möglichkeiten gegeben, sich als Eltern der zukünftigen Fünftklässler*innen über diesen wegweisenden Schritt zu informieren. In der Stadt Halle ist es besonders problematisch, denn in keinem anderen Landkreis bzw. kreisfreien Stadt werden so viele Kinder nicht am ersten Schultag in der von ihren Eltern vorgesehenen Schulform und vorgesehenem Bildungsgang beschult.

Zu den grundlegenden Aufgaben des StadtElternRats gehört es, sich dafür einzusetzen, genau diese Interessen der Eltern zu vertreten.

Seit 2007 setzt sich der StadtElternRat dafür ein, dass es in der Stadt Halle ausreichend Gesamtschulplätze für alle Schüler*innen gibt. Dank des stringenten und ausdauernden Forderns und Aufklärens gegenüber den Stadträten und der Verwaltung fand nicht nur ein Umdenken statt, es gibt nun auch konkrete Pläne zur Umsetzung einer verfassungskonformen Schulentwicklung.

In einer Zeit, in der die Pandemie das öffentliche Leben fast vollständig zum Erliegen brachte, wurde durch das Bildungsministerium die SEPl-VO 2022 erlassen, und zwar weit vor der eigentlich geplanten Inkraftsetzung. Dies verhinderte den so wichtigen und richtigen Schulentwicklungsplan der Stadt Halle (Saale). So wird, wie in der Vergangenheit, weiterhin Kindern und deren Eltern das Recht auf die selbstbestimmte Schulform- und Bildungsgangwahl genommen, sodass dieses unter Umständen mit einem Rechtsstreit erwirkt werden muss.

Umso mehr ist es von erheblicher Bedeutung, dass der StadtElternRat wie in vielen Jahren zuvor wieder einen Platz im Bildungsausschuss der Stadt erhält. Da das Schulgesetz im§ 22 Abs. 2 eine Mitwirkung der Stadt- bzw. Kreiselternräte in der Aufstellung der Schulentwicklungsplanung explizit vorsieht, besteht hierin die Chance, die Bildungsbedürfnisse der Eltern schon zu Beginn des Planungsprozesses mit einfließen zu lassen und nicht erst, wie zuletzt geschehen, in Form einer Stellungnahme des fertigen Entwurfes der Schulentwicklungsplanung.

Letztendlich muss an dieser Stelle hinterfragt werden, wieviel Mitwirkung der Elternvertreter*innen hier generell erwünscht ist, wenn die Rechte der Eltern durch die Aussagen der Bildungsministerin so öffentlich beschnitten werden bzw. eine aktive Mitwirkung in der Schulentwicklungsplanung auf ein Minimum an Beteiligung in Form einer Stellungnahme reduziert wird.

Adresse

Albert-Schweitzer-Straße 40
Halle
06114

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