20/01/2026
😡 Und das war sicherlich kein Versehen!
Beim Neujahrsempfang der IHK Halle-Dessau lobte Bundeskanzler Merz die Leistung der Beschäftigten – nur um wenige Sätze später das Arbeitszeitgesetz infrage zu stellen. Das ist kein Versehen, das ist eine politische Ansage. Und zwar eine brandgefährliche. Wenig später poltert er noch gegen kranke Beschäftigte.
💬 Das Arbeitszeitgesetz schützt uns alle: vor Überarbeitung, vor gesundheitlicher Erschöpfung, vor dem totalen Verlust von Freizeit, Erholung und Planbarkeit. Wer dieses Schutzgesetz kippen will, handelt nicht im Interesse der Menschen – sondern opfert ihre Gesundheit auf dem Altar vermeintlicher Wettbewerbsfähigkeit.
📉 Und das ist brandgefährlich. Denn es entsteht ein Teufelskreis:
➡️ Beschäftigte arbeiten immer mehr.
➡️ Dadurch steigen Krankheiten, psychische Belastungen und Erschöpfung.
➡️ Gleichzeitig werden Forderungen laut, im Krankheitsfall weniger Lohn zu zahlen – Stichwort Karenztage.
➡️ Das heißt: Wer krank wird, steht finanziell schlechter da.
➡️ Die Folge: Viele Menschen schleppen sich krank zur Arbeit – oder nehmen zusätzliche Jobs auf, um Einbußen auszugleichen.
➡️ Und geraten dadurch noch tiefer in Überlastung – mit noch mehr Krankheit. Ein Teufelskreis aus Mehrarbeit, Krankheit, Druck und Existenzangst.
📈 Dabei gibt es längst flexible Lösungen – durch Tarifverträge! Wo starke Gewerkschaften wie die IG Metall am Tisch sitzen, entstehen moderne Arbeitszeitmodelle. Diese Flexibilität funktioniert, weil sie mit den Beschäftigten verhandelt wird – und nicht gegen sie. Wer wirklich Fortschritt will, setzt auf Tarifbindung statt Gesetzesabbau.
Wir sagen deshalb klar: Hände weg vom Arbeitszeitgesetz! Es ist kein bürokratischer Klotz – sondern ein Schutzschild für Millionen Menschen in diesem Land. Es sorgt für Pausen, Ruhezeiten und klare Grenzen. Und es ist bitter nötig – gerade in einer Arbeitswelt, die immer schneller wird.
✊ Gute Arbeit braucht Schutz, Mitbestimmung und Respekt! Nicht Misstrauen, Druck und politische Angriffe von oben. Deutschland braucht keine Rückschritte – sondern Lösungen, die entlasten, gerecht sind und die Leistung der Beschäftigten anerkennen.