09/09/2015
Lebhafte Diskussionen bei der Planungswerkstatt Bodelschwinghplatz und Unterführung Augustatraße
Bei der Plangungswerkstatt am vorigen Samstag in der Pelmke gab es eine sehr lebhafte Diskussion zwischen den rund 25 Teilnehmern. Gekommen waren Anwohner, Hausbesitzer und interessierte Wehringhausenern sowie Mitglieder des Planungsbüros Lützow 7 und Mitglieder des Quartiersmanagement.
Es zeigte sich bald, dass ein Konsens zwischen den Beteiligten nicht leicht zu erreichen ist. Nur die Themen neuer Spielplatz und schöne Sitzgelegenheiten auf dem Bodelschwinghplatz waren schnell abgehakt.
Strittig war dagegen die Zuwegung zur Bohne, die Neuordnung der Parkplatzsituation und die Schaffung eines neuen Treffpunkts für die Methadonpatienten auf dem Gelände der Bohne. Gestritten wurde auf über Pläne, eine etwaige Verlegung der S-Bahn Station Wehringhausen, in die Pläne zur Neugestaltung des Bodelschwinghplatzes einzubeziehen. Ja, sie haben richtig gelesen. Eine Verlegung der S-Bahn Station. Nein, eine solche ist nicht förderfähig. Zumindest nicht im Rahmen des Projekts Soziale Stadt Wehringhausen. Und die Deutsche Bahn AG hat auch nicht vor, die S-Bahn Station zu verlegen und wird dafür auch kein Geld geben. Es gibt auch keine sonstigen konkreten Pläne für eine solche Verlegung. Ebenfalls unrealistisch ist, dass die Stadt Hagen ein solches Projekt aus eigenen Mitteln in irgend einer nahen Zukunft finanzieren kann. Warum also überhaupt eine solche Diskussion?
Wo diese Idee geboren wurde, hat sich mir nicht erschlossen. Worin die Vorteile liegen sollen ebenfalls nicht. Der Hauptbahnhof ist von Wehringhausen aus auch zu Fuß zu erreichen. Eine Verbesserung der Busanbindung bringt mehr Vorteile, als eine Verlegung der S-Bahn Station.
Im Hinblick auf den Bodelschwinghplatz sind die Folgen aber dramatisch. Es müssten auf dem engen Platz weitere Flächen herausgenommen werden. Weitere Lärmschutzmaßnahmen wären nur noch eingeschränkt möglich. Das Projekt Garten Reich müsste sich wohl einen neuen Standort suchen. Die Steigerung der Attraktivität des Platzes würde durch die Errichtung einer S-Bahn Station ad absurdum geführt.
Entsprechend negativ fielen die Reaktionen der Anwohner aus. Befürworter fand das Projekt aber bei einigen wenigen anwesenden Wehringhausenern. Auch die Mitglieder des Planungsbüros Lützow 7 schienen nicht abgeneigt, eine S-Bahn Station zu berücksichtigen. Steht zu befürchten, dass die Verwaltung der Stadt ebenfalls solche Planungen unterstützt und hier für ein Luftschloss ebenfalls in die Planungen für den Bodelschwinghplatz eingreift.
Umso gespannter muss man daher sein, wenn das Ergebnis der Planungen im Oktober im Lenkungskreis vorgestellt und zur Abstimmung gestellt wird.