17/09/2026
Es hat 15 Jahre gedauert, bis die erste anonyme Anzeige über eine unserer wunderbaren, engagierten Pflegestellen beim Veterinäramt eingegangen ist. Wir sind aber eher überrascht über die Impertinenz als bestürzt.
Folgender Sachverhalt:
Die Pflegestelle betreut eine Katzenmama und ihre Kitten, die inzwischen übrigens alle vermittelt sind.
Leider mussten wir zwei Familien nach ihren Adoptionszusagen eine Absage erteilen. Die erste Familie erklärte, dass der Mann eine Katzenhaarallergie habe und eine (erwachsene) Tochter hätte Angst vor Katzen. Natürlich vermitteln wir keine Schützlinge in einen Haushalt, wenn wir damit rechnen müssen, dass sie aufgrund Allergie oder aus anderen Gründen wieder abgegeben werden.
Bei der zweiten Interessentin machten wir einen seit Tagen geplanten Hausbesuch, um den kittensicher eingenetzten Balkon in Augenschein zu nehmen – der aber überhaupt nicht eingenetzt war. Auch hier haben wir von einer Vermittlung Abstand genommen.
Dass jetzt eine Tierärztin vom Vet-Amt bei unserer Pflegestelle vorbei gekommen ist, hat uns einerseits belustigt, weil wir vollkommen entspannt jeder Kontrolle entgegensehen, zum anderen aber hat es natürlich die Pflegestelle schon sehr nervös gemacht. Die a**e hat zwei Nächte kaum geschlafen, weil sie nicht wusste, was auf sie zukommt. Bekanntermaßen stellen sich die Besten am ehesten selbst in Frage.
Tatsächlich ist die Tierärztin übrigens nach vier Minuten wieder gegangen - natürlich nicht ohne eine Runde mit den vorhandenen Fellnasen zu kuscheln.
Wir suchen unsere Pflegestellen sehr gewissenhaft aus, betreuen sie engmaschig, stehen bei Problemen mit fachlichem Rat und Tat zur Seite und wir arbeiten übrigens auch eng mit dem Veterinäramt des Rhein-Erft-Kreises zusammen. Wir sind u.a. Kooperationspartner bei der Umsetzung der Katzenschutzverordnung.
Wir heißen solche, höchstwahrscheinlich aus persönlichen Kränkungen heraus, gestellten Anzeigen natürlich nicht gut. Auch wenn wir gewisse Enttäuschungen verstehen können, prüfen wir stets genau, wo unsere Schützlinge ihr künftiges Leben verbringen werden.
Es bleibt der Wunsch, dass man vorab überlegt, was mit „Racheakten“ auch im Tierschutz angerichtet wird.