03/06/2026
Neues aus unserem Pflegestellenalltag.
Dies ist Leo und hier ist seine Geschichte.
❤️ Erzählt von seinem neuen Frauchen.
Vom Zurückgelassenwerden zum Happy End
Vor zwei Jahren, an einem verregneten Herbsttag, entdeckte ich auf der Wiese in unserem Garten eine Katze – ein Häufchen Elend. Schnell stellte sich heraus, dass sie dem Nachbarn gehörte. Nach einigen Nachfragen erfuhr ich, dass dieser weggezogen war und die Katze einfach zurückgelassen hatte.
Sie war sehr scheu und hatte große Angst vor Menschen. Von diesem Tag an bekam sie von mir zweimal täglich Futter. Unter unserem Pavillon richtete ich ihr einen geschützten Rückzugsort ein, der sie vor Kälte, Regen und Wind bewahrte. Ganz langsam begann sie Vertrauen zu fassen. Irgendwann durfte ich sie beim Füttern sogar streicheln.
Als ich mich näher mit ihr beschäftigte, stellte ich fest: Es war gar keine Katze, sondern ein unkastrierter Kater. Ich informierte umgehend das Ordnungsamt und die Katzenhilfe Höxter. Gemeinsam wollten wir ihn einfangen und kastrieren lassen. Leider funktionierte das nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Im Sommer des vergangenen Jahres platzte dann endlich der Knoten. Er sprang auf meinen Schoß und schmuste mit mir. Jeder, der unseren Garten betrat, wurde freudig begrüßt – sogar meine sechsjährigen Enkelkinder. Nur hochnehmen oder in eine Transportbox setzen ließ er sich nicht.
Natürlich versorgte ich ihn weiterhin. Auch eine Vergesellschaftung mit meinen eigenen Katzen versuchte ich, doch das scheiterte. Unsere älteste Katze reagierte sehr aggressiv auf ihn. Also blieb zunächst alles beim Alten.
Im Frühjahr mussten wir unsere älteste Katze gehen lassen. Mein Mann und ich beschlossen, keine neue Katze mehr aufzunehmen, denn jeder Abschied fällt schwerer als der vorherige.
Zur gleichen Zeit bemerkte ich, dass es Leo – so hatten meine Enkelkinder den Kater getauft – nicht gut ging. Zu meiner Überraschung ließ er sich nun problemlos in eine Transportbox setzen. Ich rief die Katzenhilfe an und bat um Unterstützung. Dort wurde sofort gehandelt.
Leo litt an einem schweren Katzenschnupfen, den er draußen vermutlich nicht überlebt hätte. Während seiner Behandlung fassten mein Mann und ich einen Entschluss: Wenn Leo gesund wird, soll er bei uns ein Zuhause bekommen – mit Freigang in seinem vertrauten Revier.
Sobald sein Gesundheitszustand es zuließ, wurde er kastriert. Außerdem erhielt er einen Chip. Heute ist Leo offiziell mein Kater und bei Tasso registriert.
Die Zusammenführung mit unseren anderen Katzen erfolgte langsam und behutsam – und diesmal verlief alles problemlos. Leo ist ein wahrer Schatz. Er zeigt keinerlei Aggressivität gegenüber anderen Katzen. Wenn Besuch da ist und in der Wohnung viel Trubel herrscht, liegt er entspannt mitten im Raum auf dem Rücken und genießt das Leben.
Heute lebt Leo bei uns im Haus. Er wurde von unseren Katzen vollständig akzeptiert und möchte inzwischen kaum noch nach draußen. Ganz langsam hat er sich in unsere Herzen geschlichen – und dort hat er seinen festen Platz gefunden.
Er darf bleiben.❤️
Wir sagen herzlichen Dank, dass Ihr Leo ein schönes Zuhause gegeben hat 😘