25/05/2025
Zum Gedenken an Hans und Marie Rollmann – 85 Jahre nach ihrem Tod
Heute, am 85. Todestag von Hans Rollmann, erinnern wir an ein für Gusterath bedeutendes Ehepaar, das Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurde. Am 25. Mai 1940 wählten Hans und Marie Rollmann auf der Flucht vor den N***s in Calais den Freitod – aus Verzweiflung und ohne Ausweg.
Hans Rollmann war ein bedeutender jüdischer Unternehmer, der 1921 im Gusterath Tal die Schuhfabrik Romika gründete. 1929 ließ er das beeindruckende Konfektionsgebäude errichten, das heute noch steht – inzwischen unter Denkmalschutz. Auch seine Villa ist erhalten, mitten im heutigen Gewerbegebiet „Alte Romika“.
Doch während in Köln durch die Stolpersteine an Hans und Marie Rollmann erinnert wird, ist die Erinnerung in Gusterath nahezu verschwunden. Keine Straße trägt ihren Namen, keine Tafel erzählt ihre Geschichte. Die „Wiedereröffnung“ der Romika im Jahr 1936 unter der Leitung Hellmuth Lemm in der Zeit des Nationalsozialismus wird bis heute gerne hervorgehoben – während die jüdische Gründergeschichte nahezu totgeschwiegen wird.
Die Bilder in diesem Beitrag zeigen u. a. einen Ort, der dringend eine ehrliche und sichtbare Erinnerungskultur braucht.
Gedenken heißt erinnern. Gedenken heißt benennen. Gedenken heißt handeln.
Möge ihr Andenken uns eine Mahnung sein.
-vereinGusterath