11/09/2026
☀️🌿 Wir wünschen Ihnen allen ein schönes Wochenende – vielleicht mit etwas Zeit, innezuhalten, zu lesen und den Blick einmal über die Grenzen der eigenen Geschichte hinaus schweifen zu lassen.
💛 In vielen unserer Wochenend-Posts haben wir Ihnen neben unserer Vereinsarbeit auch Besonderheiten, die Schönheit und die jahrtausendealte Kultur des Jemen nähergebracht.
📖 Heute möchten wir dies mit einer
Buchempfehlung tun.
Denn der JEMEN IST WEIT MEHR als die Bilder von Krieg, Not und humanitärem Leid, die uns täglich erreichen. Hinter diesen Schlagzeilen steht ein Land mit einer außergewöhnlichen Geschichte, reichen kulturellen Traditionen und einem Erbe, das bis heute nachwirkt.
Der heutige Jemen bildet das historische Kernland Südarabiens – einer Region, deren Geschichte weit über die heutigen politischen Grenzen hinausreicht.
🤞 Nie zuvor war es für den Jemen und seine Menschen wichtiger, nicht nur den heutigen furchtbaren Krieg und seine Folgen zu sehen, sondern auch die jahrtausendealte Kultur, das Wissen und die außergewöhnliche Geschichte dieses Landes. Sie geben den Menschen Würde und Identität – weit über die Schlagzeilen von Krieg und Not hinaus.
Der Jemen gehört zu den Ländern mit einer der ältesten und bedeutendsten Kulturgeschichten der arabischen Welt. Antike Reiche wie Saba und das von den Römern als Arabia Felix („Glückliches Arabien“) bezeichnete Südarabien zeugen von einer Geschichte, die über Jahrtausende hinweg Brücken zwischen Kulturen und Regionen schlug.
🤞📖 Unsere Buchempfehlung:
„Die Sonne Allahs über dem Abendland – Unser arabisches Erbe“ von Sigrid Hunke, erschienen 2001 im S. Fischer Verlag.
Das Buch lädt dazu ein, unseren Blick auf die GEMEINSAME GESCHICHTE zu ERWEITERN und daran zu ERINNERN, wie nachhaltig das arabische Kulturerbe die Entwicklung Europas und der westlichen Welt beeinflusst hat. 🌐
Einige zeitlose Gedanken aus der Einleitung haben beim Lesen besonders berührt:
«„Die heutige Welt ist nicht nur Europa.
Und die europäische Geschichte ist nicht
die Weltgeschichte allein.“»
«„Es geht darum, im Feind von gestern
den Freund von morgen zu finden – und
über frühere Glaubensgrenzen hinweg
eine höhere Menschlichkeit zu
erkennen.“»
«„Viele Hände weben den großen Teppich
‚Kultur‘. Alle tragen ihren eigenen Teil
dazu bei – und alle haben ihren eigenen
Anspruch auf Dank.“»
Diese Worte erinnern uns daran, dass Kultur nicht durch Abgrenzung entsteht, sondern durch Begegnung, Austausch und die Weitergabe von Wissen über Generationen hinweg.
🤝 GERADE in einer Zeit, in der Trennendes wieder so viel Raum einnimmt, lohnt sich der Blick auf das, was uns seit Jahrhunderten miteinander verbindet.
🤝 DESHALB ist der Schutz des kulturellen Erbes eine Verantwortung der gesamten Menschheit. Der Jemen ist eines jener Länder, in denen sich diese Verbindung der Weltkulturen besonders eindrucksvoll widerspiegelt.
💢 Seine historischen Städte, seine einzigartige Architektur und seine jahrtausendealte Geschichte sind Zeugnisse einer Zivilisation, die bewahrt werden muss – für die Menschen von heute und für kommende Generationen.
💚 Nicht die Frage 'Was trennt uns' sollte im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr:
'Welche gemeinsamen Wurzeln verbinden uns'.
📷 Gisela Hofmann – Buchcover und eigene Fotos aus Sana'a und Djibla