Im Vordergrund dieser Gründung stand damals der Gedanke, die Zusammengehörigkeit der Ortsjugend zu festigen. Schwierigkeiten bereiteten ihnen die politischen Verhältnisse unter denen das damalige Deutschland zu leiden hatte. So herrschte durch den Wegfall der Monarchie nach dem ersten Weltkrieg eine wirtschaftliche Kriese und eine politische Führungslosigkeit. Trotz dieser Probleme wurde in Gollenbach durch den damaligen Wirt, Hans Ahorn und den neugegründeten Burschenverein eine Kerwa ins Leben gerufen. Zu den Hauptattraktionen gehörten zu dieser Zeit das "Aufspielen" der Kerwaburschen, der Kerwatanz am Sonntagabend und das "Rumspielen" der Kerwaburschen im Dorf. Wie auch heute noch wurde bereits damals am Kerwadonnerstag eine Krenfleischkerwa abgehalten, die bis ins Jahr 1976 vom ortsansässigen Wirt abgehalten wurde. Diese Bestandteile der Gollenbacher Kerwa sind im wesentlichen erhalten geblieben. Einzige Veränderungen waren, die Einführung der "Kerwaschürze" im Jahre 1960 und das Aufnehmen der Kerwamadla in den Kreis der Kerwaburschen beim Aufspielen. Bis zur seiner zwischenzeitlichen Auflösung durch die N***s im Jahre 1941 etablierte
sich der Burschenverein Alpenrose Gollenbach mit teilweise 38 Mitgliedern. Weltkrieg wurde der Verein im Jahre 1948 wieder neu gegründet. Mit stolzen 23 Mitgliedern gehörte man schon damals zu den größten Burschenvereinen des westlichen Bayreuther Landkreises. Auch wenn zeitweise nur 7 Mitglieder vorhanden waren, wurden die Traditionen und Bräuche bis zum heutigen Tag aufrecht erhalten. Der wohl älteste Brauch ist das Neujahrwünschen, das seit 1922 unverändert durchgeführt wird. Jedes Jahr am Silvestertag treffen sich die Burschen kurz nach Mitternacht am Dorfplatz, gehen von Haus zu Haus , sprechen ein Gebet und wünschen allen Bewohnern mit kräftigem Ruf : "A GSUNDS NAIS JOHR". Auch die Kerwa, die schon angesprochen wurde und für viele Gollenbächer die 5. Seit 1977, auf initiative der damaligen Vorstandschaft, findet dieses Fest in einem Festzelt statt. Um die Zeltkerwa leichter abzuhalten, bauten wir 1988 eine geräumige Bratwurstbude. Seit 1990 wird in Gollenbach wieder ein Osterbrunnen aufgestellt. Für den Aufwand und die Arbeit, die die vielen Gollenbächer dafür leisten, bedanken wir uns seit vielen Jahren mit einem gemeinsamen Ausflug im Herbst und der beliebten und meist lustigen Weihnachtsfeier im Bürgerhaus Gollenbach. Zudem findet seit einigen Jahren ein Mehrtägiger Busausflug im Frühjahr statt, der größtenteils von der Vereinskasse getragen wird. Ziele waren unter anderen Paris, Prag, Husum, Südtirol, Friedrichshafen und die Insel Rügen. Ein weiteres Ereignis ist das Dorffest das seinen Ursprung dem Burschenverein verdankt. Durch diese vielen Tätigkeiten sichert der Verein das Zusammengehörigkeitsgefühl der Einwohner. Im Jahr 2015 wurde aus dem Burschenverein ein Burschen- und Mädchenverein. Dieser Schritt wurde vollzogen um unsere Mädchen besser in das Vereinsleben zu integrieren.