Hospiz-Verein Gießen e. V.

Hospiz-Verein Gießen e. V. Ambulanter Hospizdienst

Im Team von 11 Personen waren wir wieder zu Besuch an der Liebigschule. Im Rahmen des Religion oder Ethikunterrichts dur...
04/06/2026

Im Team von 11 Personen waren wir wieder zu Besuch an der Liebigschule.
Im Rahmen des Religion oder Ethikunterrichts durften wir 6 Schulklassen in der Stufe 10 von unserem Ehrenamt erzählen.

„Wie gehen Sie damit um, wenn die Person, die Sie begleiten gestorben ist?“
„Was glauben Sie, kommt nach dem Tod?“
„Ist Ihr Ehrenamt belastend?“
„Wo möchten Sie einmal die letzten Tage verbringen?“

In Zweierteams wurden wir den Klassen zugeordnet und erlebten soviel Offenheit unter den Jugendlichen. Viele erzählten aus den Erfahrungen, in denen die eigenen Großeltern verstorben sind. Jedoch auch in den Fragen war viel echtes Interesse zu spüren.

Danke, an die Schüler der Liebigschule für die Neugierde und Tiefe in unseren Gesprächen!

Wir kommen gerne wieder.

„Trauer darf sein……und Wohlbefinden auch“Ein körperorientierter 2-Tagesworkshopfür Wärme und Halt in der TrauerFreitag, ...
31/05/2026

„Trauer darf sein…
…und Wohlbefinden auch“

Ein körperorientierter 2-Tagesworkshop
für Wärme und Halt in der Trauer

Freitag, den 07. August von 17:00-20:00 Uhr
Samstag, den 08. August von 10:00-17:00 Uhr

Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren oder einen anderen tiefen
Verlust erleben, geht oft auch der Kontakt zu uns selbst verloren - zum
eigenen Körper, zum Boden unter den Füßen, zum Gefühl der inneren
Orientierung.
Dieser Workshop lädt ein, diesen Kontakt vorsichtig wieder
aufzunehmen. Über körperorientierte Übungen, über achtsames
Wahrnehmen, über den geschützten Austausch in der Gruppe.
Im Mittelpunkt steht, dass Trauer und Wohlbefinden einander nicht
ausschließen.
Der Workshop ist auf 8 Teilnehmer*innen begrenzt.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Angebot ist kostenfrei.
Der Hospiz-Verein Gießen e.V. freut sich über eine Spende.

Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis 28. Juli 2026.

Gerne können Sie vertiefende Fragen zu dem Workshop und die
Anmeldung per E-Mail oder auch telefonisch an uns richten.

Mirjam Weiß-Arzet und Brigitte Schwarz

Die Trauergruppe trifft sich einmal im Monat im Hospizverein Gießen. An einem unserer Treffen beschäftigten wir uns mit ...
16/05/2026

Die Trauergruppe trifft sich einmal im Monat im Hospizverein Gießen.
An einem unserer Treffen beschäftigten wir uns mit Kintsugi.
Es handelt sich dabei um eine traditionelle japanische Technik, um zerbrochenes Porzellan mit Gold zu reparieren. Die Bruchstücke sind als Teil der Geschichte des Stückes zu betrachten.

Somit ist Kintsugi eine Metapher in der Trauerarbeit für den Umgang mit Verlust. Das zerbrochene Gefäß wird mit Gold repariert. Dem „Makel“ wohnt durch die Goldverbindung eine besondere Bedeutung inne.

Ziel ist es zu sehen, zu erleben, dass Brüche in das Leben integriert werden können. Das Ergebnis wird nicht mehr so sein, wie es einmal war, aber es darf auch schön werden! Dieses intensive Erlebnis ermöglicht es, Erlebtes zu transformieren.

07/05/2026

Am 18. April 2026 fand unsere Frühjahrsfortbildung mit Sabine Benzin in den neuen Räumen des Hospiz-Vereins statt. 💛

Im Mittelpunkt stand das sensible Thema „Berührung in der Sterbebegleitung“. Gemeinsam haben wir uns gefragt: Was tut gut? Wo sind Grenzen? Und wie gelingt achtsame Nähe – auch ohne Worte?

Im Austausch wurde deutlich, wie wichtig Achtsamkeit ist – zuerst mit sich selbst, dann im Kontakt mit anderen. Sabine Benzin gab wertvolle Impulse und praktische Anregungen, die uns mehr Sicherheit und Sensibilität im Umgang mit Berührung schenken.

Ein besonderes Highlight war die angeleitete Handmassage zum Abschluss – wohltuend und verbindend zugleich.

Ein bereichernder Tag voller Austausch, neuer Perspektiven und wertvoller Erfahrungen. Danke an alle, die dabei waren und diesen Tag mitgestaltet haben! ✨

– Mirjam Weiß-Arzet

Unsere Empfehlung:Die Sonne und die Mond von Chris Kraus erzählt von einer jungen Frau, die sich mit existenziellen Frag...
02/05/2026

Unsere Empfehlung:

Die Sonne und die Mond von Chris Kraus erzählt von einer jungen Frau, die sich mit existenziellen Fragen, innerer Zerrissenheit und dem Umgang mit Schmerz und Verlust auseinandersetzt. In einer poetischen, teils rohen Sprache geht es um Orientierung, Sinnsuche und die leisen Prozesse innerer Heilung.

Warum es zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung passt:
Das Buch greift zentrale Themen auf, die auch in der Hospizarbeit eine Rolle spielen: das Aushalten von Unsicherheit, das Begleiten von schweren Gefühlen und die Suche nach Trost. Es zeigt, wie wichtig es ist, einfach da zu sein – ohne alles lösen zu müssen – und spiegelt damit sehr gut die Haltung wider, die auch ehrenamtliche Hospizbegleiter:innen tragen.

Unsere Ehrenamtliche Petra ist gelernte Floristin und hat unseren Eingangsbereich für den Frühling hübsch gestaltet.💐Daf...
22/04/2026

Unsere Ehrenamtliche Petra ist gelernte Floristin und hat unseren Eingangsbereich für den Frühling hübsch gestaltet.💐

Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei Ihr bedanken.

Mirjams ganz persönliche EmpfehlungAll das Blaue vom Himmel von Melissa da Costa"Mein Lieblingsbuch aus meinem letzten U...
03/04/2026

Mirjams ganz persönliche Empfehlung

All das Blaue vom Himmel von Melissa da Costa

"Mein Lieblingsbuch aus meinem letzten Urlaub.
Es erzählt eine gemeinsame Reise zweier Menschen. Der eine mit einer endlichen
Diagnose, die andere mit tiefen Narben, die sich im Laufe der Geschichte zeigen.
Mich haben beim Lesen zwei Dinge sehr berührt. Das eine ist, wie sich eine junge
Frau so ganz einlässt auf das Begleiten eines fremden Menschen und das andere,
wie wir mit unseren Verletzungen leben lernen und wie gut es sein kann, wenn sie
ans Licht kommen.

Es ist ein Roman, jedoch bin ich mir sicher, dass wir uns alle darin wiederfinden und
die Autorin hat es so wunderbar geschrieben.

Meine absolute Empfehlung und eine 10 von 10."
Mirjam Weiß-Arzet

„Wir bringen Leben in eine oft trübe Welt.“ 💛Besondere Begegnungen im Religionsunterricht: Die Klassen 10d und 10e der G...
19/03/2026

„Wir bringen Leben in eine oft trübe Welt.“ 💛

Besondere Begegnungen im Religionsunterricht: Die Klassen 10d und 10e der Gesamtschule Schwingbach hatten Besuch von Ehrenamtlichen des Hospizvereins Gießen e.V.

Nach einer kurzen Einführung durch Dr. Sabine Burger konnten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen. Sie berichteten von ihrer Arbeit im Hospiz, auf Palliativstationen, in Pflegeheimen oder bei Besuchen zuhause – überall dort, wo Menschen auf ihrem letzten Weg Begleitung brauchen.

Vor allem die Motivation der Ehrenamtlichen beeindruckte die Jugendlichen. „Ich habe so viel Gutes in meinem Leben erfahren – deshalb möchte ich der Gesellschaft etwas zurückgeben“, erklärte Norbert Münch.

Gemeinsam Musik hören, vorlesen, spazieren gehen oder einfach da sein – oft sind es gerade die kleinen Momente, die für Menschen am Lebensende besonders wertvoll sind.

Der Vormittag entwickelte sich zu einem offenen und bewegenden Austausch über Leben, Abschied und Menschlichkeit.

Zum Abschluss spielte Norbert Münch den Song „Hinterm Horizont geht’s weiter“ auf der Gitarre – ein musikalischer Moment, der viele berührte. 🎶

12/03/2026

Wir sind Umgezogen!

Unsere neue Adresse:
Richard-Schirrmann-Weg 29
35398 Gießen

Kommt geren vorbei. Wir freuen uns.

In „Leben & Sterben – Die großen Fragen ethisch entscheiden“ erläutert die Medizinethikerin Alena Buyx, wie Menschen bei...
06/03/2026

In „Leben & Sterben – Die großen Fragen ethisch entscheiden“ erläutert die Medizinethikerin Alena Buyx, wie Menschen bei existenziellen Fragen – etwa zu Krankheit, Sterben, Reproduktionsmedizin oder medizinischen Grenzsituationen – verantwortliche Entscheidungen treffen können.

Zentral ist dabei kein fertiger „Antwortkatalog“, sondern ein ethisches Instrumentarium:

Orientierung an grundlegenden Werten wie Menschenwürde, Autonomie, Fürsorge und Gerechtigkeit

Abwägung unterschiedlicher Interessen und Perspektiven

Reflexion über emotionale, soziale und gesellschaftliche Dimensionen

Transparenz im Entscheidungsprozess

Buyx zeigt, dass ethische Entscheidungen selten schwarz-weiß sind. Vielmehr erfordern sie strukturiertes Nachdenken, Dialog und das Aushalten von Ambivalenz. Medizinische Möglichkeiten allein geben noch keine moralische Handlungsanweisung – entscheidend ist die verantwortete Abwägung.

Adresse

Paul-Zipp-Str. 183
Gießen
35398

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