23/03/2026
Unser "Stadtterrassen"-Projekt in Buer 2022 hat eine nachhaltige Entwicklung bewirkt. Ab Mai diesen Jahres soll die Sackgasse der Hagenstraße vor dem Lokal ohne Namen dauerhaft Fußgängerzone sein. Das heißt, die Straße wird dort nicht mehr befahrbar sein / gesperrt, 18 Parkplätze weichen.
Und das nicht einfach "sinnfrei" oder "zu Lasten der Innenstadt", wie kritische Stimmen jetzt wieder sagen könnten, sondern eben zur Unterstützung einer positiven Entwicklung einer sich wandelnden Innenstadt.
Gastronom Christoph Klug, mit seinen drei Läden auf dieser Ecke, hat dort (wo ganzjährig und fast den ganzen Tag über Sonne hinkommt) dann mehr Möglichkeiten Außengastronomie zu errichten. Die Hagenstraße wird dort auch dem Feierabendmarkt und anderen Formaten wie Weihnachtsdorf etc. am Buerschen Dom als Erweiterungsfläche für Logistisches zur Verfügung stehen. Sie kann für eigene kleine kulturelle und nachbarschaftliche Events genutzt werden. Eventuell macht sie den Raum auch für eine gastronomische Entwicklung des Leerstands neben dem "F**k" interessant.
Darüber hinaus wird auch die öffentliche Aufenthaltsqualität verbessert - ruhiger, sauberer, sicherer. Alleine schon dadurch, dass dort kein illegaler Lieferanten- und Taxiverkehr mehr auf den Domplatz fahren kann. Ein Umbau des Stadtraums ist natürlich ein zweiter, aufwändigerer Schritt, bietet an dieser Stelle aber interessante Möglichkeiten wie Öffnung zum angrenzenden Spielplatz, Begrünung oder Entsiegelung.
Das alles sollen die Ergebnisse eines fast vierjährigen Prozesses werden, der mit den Stadtterrassen beim "Urbanus Herbst" im Oktober 2022 begann. Im Sommer 2023 folgte der "Urbanus Kiez" als zweiter Testballon. Für beide Projekte, die jeweils positive Erfahrungen machten, nahm die Stadt Gelsenkirchen Geld in die Hand. Daher plädierten wir dafür, das Ganze nicht wieder einschlafen zu lassen. Der damalige Bezirksbürgermeister Dominic Schneider griff das Thema 2024 dann auf, es ging seinen Weg durch Kommunalpolitik und Stadtverwaltung - de jure sozusagen ist die Hagenstraße dort bereits seit Frühjahr 2025 eine Fußgängerzone.
Was das für die (übrigens in den direkt angrenzenden Häusern recht wenigen) Anwohner bedeutet? Genau all das, was oben steht: Eine Verbesserung des Ortes, an dem sie leben.
„Autos runter, Menschen drauf“: Ein Teil der Hagenstraße soll außengastronomisch genutzt werden. City-Belebung hat Folgen für Parkplatzangebot.