STeiGle Stadtbehindertenring Geislingen/Steige

STeiGle Stadtbehindertenring Geislingen/Steige „Menschen sind unterschiedlich – in ihrem Aussehen, in ihren Fähigkeiten und in ihren Einschränkungen - und das ist normal.“

STeiGle ist die Abkürzung für
S - elbstbestimmung
Tei - lhabe
Gle - ichberechtigung

Der Stadtbehindertenring Geislingen (STeiGle) möchte bestehende Barrieren abbauen, damit Selbstbestimmung, Teilhabe und Gleichstellung zum Alltag werden. Dazu ist ein Bewusstsein bei allen Menschen erforderlich, das barrierefreies Gestalten im öffentlichen und auch im privaten Raum so selbstverständlich werden

lassen, wie das Dach auf einem Haus! Teilhabe bedeutet auch, dass Kinder, die auf Hilfsmittel angewiesen sind, ganz normale Schulen besuchen können, dass ein Rollstuhlfahrer mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen kann, dass Menschen mit Rollator in eine Apotheke und zum Arzt gehen können und dass Menschen mit einer Sehbehinderung eine vielbefahrene Straße sicher überqueren können! Der Stadtbehindertenring wurde am 12. Mai 2004 gegründet und ist Mitglied beim Kreisbehindertenring. Wir freuen uns über Besucher an unseren regelmäßigen STeiGle-Treffen und über neue Mitglieder!

Die Vorsitzende des Kreisbehindertenrings Göppingen, Heike Baehrens, hat bei der am Mittwoch durchgeführten Wahl nicht m...
08/05/2026

Die Vorsitzende des Kreisbehindertenrings Göppingen, Heike Baehrens, hat bei der am Mittwoch durchgeführten Wahl nicht mehr kandidiert. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Frau Dr. Mariska Ott einstimmig gewählt. Dazu gratulieren wir sehr herzlich und wünschen ihr für ihr neues Amt eine gute Hand und viel Erfolg beim Kampf gegen Barrieren und für Teilhabe und Inklusion der Menschen mit Behinderungen. Frau Baehrens danken wir für ihren langjährigen Einsatz für die Rechte und Interessen der ca. 40 Verbände, die dem Kreisbehindertenring angeschlossen sind!

Mariska Ott schreibt dazu auf Instagramm:
Heute wurde ich zur neuen Vorsitzenden des Kreisbehindertenrings Göppingen gewählt. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit dem neuen Vorstand die wichtige Arbeit des KBR fortzuführen.

Der Kreisbehindertenring ist eine starke Stimme für Menschen mit Behinderung und chronisch erkrankte Menschen im Landkreis Göppingen. Teilhabe, Barrierefreiheit und Inklusion müssen in politischen Entscheidungen konsequent mitgedacht werden — dafür möchte ich mich einsetzen.

Ein herzlicher Dank gilt , die den KBR zehn Jahre lang geführt und geprägt hat, sowie allen bisherigen und neuen Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement.

Am 9. Mai ist der KBR wieder beim Gleichstellungstag auf dem Göppinger Marktplatz dabei — in diesem Jahr unter dem Motto: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“. Da ich selbst zeitgleich beim Landesparteitag mein Votum zum Koalitionsvertrag abgeben werde, wird an diesem Tag nochmal Heike Baehrens den KBR repräsentieren.

Zur Abwechslung mal was lustiges. Obwohl der Sachverhalt selbst alles andere als lustig ist. Eine der ganz wichtigen Men...
08/05/2026

Zur Abwechslung mal was lustiges. Obwohl der Sachverhalt selbst alles andere als lustig ist.
Eine der ganz wichtigen Menschen in unserem Land ist Jutta Pagel-Steidl vom Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen. Sie sorgt dafür, dass in Baden-Württemberg immer mehr sogenannte "Toiletten für alle" eingerichtet werden und hat es zwischenzeitlich auf 115 solcher Toiletten gebracht. In solchen Toiletten befindet sich eine Liege und ein Lift, mit dem auch körperlich schwer eingeschränkte Menschen aus dem Rollstuhl auf die Liege gebracht werden und dort frisch gemacht werden können.
Der Einweihungsfeier dieser 115. Toilette in Weingarten hat sich die Satiresendung extra3 angenommen. Auch über die Situation der Barrierefreiheit in unserer Republik macht sich der Moderator lustig.
Bitte schaut euch den Beitrag ab Minute 36 einmal an!

1 Jahr Kanzler Merz | Trump bestraft Deutschland | Höcke im Podcast - Alles für Klicks | Ärztepfusch: Ohne Folgen? - Christian Ehring zeigt den Irrsinn der Woche.

06/05/2026

Der Koalitionsvertrag ist fertig! Natürlich habe ich mich sofort auf das Thema Inklusion fokussiert. Es steht was dazu im Koalitionsvertrag, allerdings sehr unkonkret. Klar, es handelt sich hier auch um einen Handlungsrahmen. Die inhaltliche Ausgestaltung findet innerhalb der Legislatur statt. Trotzdem hätte sich der Kreis der Betroffenen etwas mehr an Absichtserklärungen gewünscht. Aber lest selbst:

Auszug aus dem Koalitionsvertrag zwischen GRÜNE BW und CDU BW:

Aus Verantwortung für Teilhabe
Mit Blick auf die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen und eine inklusive Gesellschaft treiben wir die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und des Bundesteilhabegesetzes
(BTHG) voran.
Die Eingliederungshilfe entwickeln wir bedarfsgerecht und personenzentriert weiter und setzen dabei auf innovative, digital unterstützte Ansätze, die den bürokratischen Aufwand für Leistungsberechtigte, Leistungserbringerinnen und Leistungsträger massiv verringern. Um Teilhabe und vergleichbare Angebotsstrukturen im ganzen Land verlässlich zu sichern, unterstützen wir aktiv den Prozess der sogenannten Modellkonsolidierung. Mit diesem soll die Vielfalt der Leistungs- und Vergütungsmodelle sowie der komplexen Verfahren zur Leistungsfeststellung möglichst auf ein landesweit einheitliches Vorgehen reduziert werden. Zudem führen wir gemeinsam mit den Kommunen einen verwaltungsarmen Ausgleich der BTHG-bedingten Mehrkosten ein.
Menschen sollen auch bei wachsendem Unterstützungs- und Pflegebedarf selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben können. Deshalb stärken wir ambulant betreute, gemeinschaftliche Wohnformen als echte Alternative zur stationären Versorgung, mit einem Fokus auch auf jüngere Menschen. Mit unserem Förderaufruf schaffen wir barrierefreien Wohnraum im Mietwohnungs
bau für volljährige Menschen mit Unterstützungs-, Versorgungs- oder Teilhabebedarf.
Das erfolgreiche Programm „Impulse Inklusion“ bauen wir aus und setzen damit neue Impulse für gelebte Teilhabe und gleichberechtigte Mitwirkung. Für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen schaffen wir sozialraumbezogene, fallunabhängige Lösungen, um Bildungsteilhabe zu verbessern und Bürokratie
abzubauen.
Wir intensivieren unsere Anstrengungen zur Einhaltung der Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen in der Landesverwaltung nach bayerischem Vorbild.

26. März 2026 - Geislinger Zeitung - GEISLINGEN UND KREISRundgang mit HindernissenBarrierefreiheit Holpriges Pflaster, L...
26/03/2026

26. März 2026 - Geislinger Zeitung - GEISLINGEN UND KREIS
Rundgang mit Hindernissen
Barrierefreiheit Holpriges Pflaster, Löcher im Boden, schwere Türen: Eine Stadttour im Rollstuhl mit dem Geislinger Stadtbehindertenring STeiGle.

Von Franziska Ruf
Bremsen los, die Fahrt beginnt. Klaus Kohle schiebt den Rollstuhl an, in dem seine Frau Gisela sitzt. Gisela Kohle befindet sich auf dieser Tour nur ausnahmsweise im Rollstuhl. Es ist ein Selbstversuch. Sie erklärt: „Wenn man laufen kann, merkt man die Probleme nicht.“ Reinhard Grams schnallt seinen Fahrradhelm fest und setzt seinen Rollstuhl mit elektrischem Zuggerät in Bewegung. Start ist am Geislinger Bahnhof, Ziel die Fußgängerzone. Während andere an diesem Tag unbesorgt einen Fuß vor den anderen setzen, die Sonne auf ihr Gesicht strahlen und den Blick schweifen lassen, gilt ihre Aufmerksamkeit primär einem: dem Boden.

Jedes Loch eine neue Gefahr

Man merkt jede Unebenheit bis hoch zum Kopf, wenn der Rollstuhl keine Federung hat.

Gisela Kohle

Vorsitzende des Stadtbehindertenrings

Gisela Kohle achtet auf jeden noch so kleinen Unterschied. Zum Beispiel auf die Pflastersteine am Zebrastreifen vom Bahnhof zur gegenüberliegenden Straßenseite. Beim Überqueren ruckelt der Rollstuhl. „Man merkt jede Unebenheit bis hoch zum Kopf, wenn der Rollstuhl keine Federung hat“, sagt Kohle. Weiter geht es an Lokalen und Imbissen vorbei. „Achtung!“, ruft Klaus Kohle plötzlich. Vor ihnen: Ein Loch im Boden, das beim Überfahren wehtun würde.

Das Ehepaar und Reinhard Grams sind die derzeit drei aktiven Mitglieder des Stadtbehindertenrings STeiGle. Der nicht eingetragene Verein setzt sich für eine barrierefreie Stadt ein. Ziel ist es, auf die Rechte von Menschen mit Behinderung gleich welcher Art aufmerksam zu machen und diese bei den Verantwortlichen einzufordern.

Typische Hindernisse kennen die drei. Bordsteinkanten etwa: Um sie zu überwinden, drückt Klaus Kohle den Rollstuhl nach hinten, hebt die Vorderräder an und schiebt vorsichtig vorwärts. Im Schritttempo steuern sie eine Bankfiliale an. Dort allein hineinzukommen, ist fast unmöglich. Gisela Kohle fährt vor die Tür, versucht, sie mit der Hand zu öffnen, doch dafür ist sie zu weit weg. Mit den Füßen stößt sie gegen die Glasscheibe. „Huch!“, ruft sie, als ihr Rollstuhl nach hinten kippt. Der Kippschutz hält ihn auf, sonst wäre sie gestürzt. „Die Tür ist sehr schwer“, sagt Kohle. Eine Kundin bemerkt die Situation und hält ihr die Tür auf.

Mehr Teerstreifen würden helfen

Geld abheben müssen die drei ja aber nicht. Also geht es weiter entlang der Karlstraße zum nächsten Zebrastreifen. „Das ist die Rüttelprobe für die Fußgängerzone“, sagt Klaus Kohle. Der Überweg ist gepflastert und zwischen den einzelnen Steinen fehlt teilweise die Füllung. „Auch für Rollatoren ist das schwierig: Die Belastung geht auf die Handgelenke“, sagt Gisela Kohle. „Und im Rollstuhl geht es auf den Rücken“, ergänzt Grams. Für die Fußgängerzone hat sich STeiGle schon vor Jahren für zwei geteerte Rollstuhlspuren eingesetzt. Zwar zieht sich inzwischen ein schmaler, nicht durchgängiger Teerstreifen durch die Hauptstraße, jedoch nicht wegen der Barrierefreiheit, sondern weil dort Bauarbeiten ausgeführt wurden.

Probleme gebe es nicht nur auf Gehwegen. Auch der Bahnhof und Bushaltestellen seien oft eine Hürde, berichten die drei. Zwar verfügt der Bahnhof über Aufzüge, barrierefrei sei er aber nicht: Die Bahnsteige seien zu niedrig für einen selbstständigen Einstieg. Grams muss stattdessen auf einen Zugbegleiter oder den Zugführer warten, der eine Faltrampe auslegt. „Manchmal kommt jemand – mir ist es aber auch schon passiert, dass keiner kommt“, berichtet er. Ähnlich bei Bushaltestellen: Fehlt ein Hochbord, muss der Busfahrer erst eine Rampe ausklappen. Laut Grams hätten die ersten zehn zentralen Bushaltestellen im Jahr 2022 umgebaut werden sollen – mitbekommen habe er davon nichts.

Zu wenige barrierefreie Toiletten

Und auch abseits des Verkehrs stößt Grams immer wieder auf Grenzen: auf der Suche nach barrierefreien Toiletten oder bei Festen in der Stadt. Dort würden Kabel oft durch Brücken abgedeckt, die für Rollstuhlfahrer zu hoch zum Überwinden sind.

Die Tour endet vor dem Rathaus. Das Gebäude sei immerhin barrierefrei, ebenso wie der Alte Zoll. Gegenüber steht eine Bank mit einem erhöhten Sitz und Haltegriffen, auch das erleichtert laut Klaus Kohle Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Alltag. Bei dem gepflasterten Kirchplatz wurde zudem eine Rollstuhlspur eingezogen.

Dennoch bleibt aus Sicht der drei genug zu tun. „Es geht hier nicht um eine Komfortlösung, sondern um einen Anspruch“, sagt Grams. Denn die UN-Behindertenrechtskonvention, die heute, am 26. März, ihren Jahrestag hat, garantiert Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

https://www.youtube.com/watch?v=zrRTwSXmEao
23/01/2026

https://www.youtube.com/watch?v=zrRTwSXmEao

Hier geht es um die Unterschriftenaktion von div. Verbänden und Organisationen zur neuen Gesetzesvorlage des Teilhabe- und Pflege-Qualitäts-Gesetzes (TPQG) i...

30/10/2025
21/10/2025

Direktverbindung zum Alb-Fils-Klinikum wird abgeschafft:
Auch der Geislinger CDU-Politiker Wolfgang Rapp stimmt für das Shuttle-Aus

Nach dem Ende der Geislinger Helfensteinklinik sollte der Kleinbus-Shuttle zum Göppinger Alb-Fils-Klinikum die Öffi-Erreichbarkeit des nächstgelegenen Krankenhauses sichern. Doch Mitte Dezember ist nun Schluss mit dem Fahrdienst auf Abruf im Rahmen des "VVS-Rider"-Programms. Der Kreistagsausschuss für Umwelt und Verkehr folgte mit 8 zu 6 Stimmen dem Antrag der Kreisverwaltung. CDU, Freie Wähler und FDP waren geschlossen für die zeitnahe Einstellung des Shuttles aus dem Mittelbereich Geislingen nach Göppingen, SPD, Grüne und AfD dagegen.

Für Gesprächsstoff dürfte das Stimmverhalten des Geislingers Wolfgang Rapp sorgen, dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion. Während man in der Diskussion in den Monaten zuvor noch den Eindruck gewinnen konnte, dass ihm die Öffi-Erreichbarkeit der Klinik aus seiner Heimatstadt ein wichtiges Anliegen ist, sorgte er bei der Ausschusssitzung am Dienstag (21. Oktober 2025) mit seiner Stimme für die notwendige Mehrheit und damit das Ende der Direktverbindung.

Zuvor argumentierten die Gegner des Klinik-Shuttles, dass er zu teuer sei und zu wenig genutzt werde. Der Shuttle, eines der drei Geislinger „Rider“-Fahrzeuge, solle lieber zur Stabilisierung des so genannten On-Demand-Verkehrs im Mittelbereich Geislingen genutzt werden. Der „Rider“ funktioniert nach dem Sammeltaxi-Prinzip und kann unabhängig von Linien und Fahrplänen in bestimmten Gebieten per App gerufen werden. Er ist Teil des VVS-Verkehrsverbunds.

Die Befürworter der vorläufigen Weiterführung der Direktverbindung wollten die Schwächen des „VVS-Riders“ angehen und ihn vor einer endgültigen Entscheidung optimieren. Dazu gehört etwa die zu verbessernde Benutzerfreundlichkeit. Außerdem sei der lange Weg aus dem Mittelbereich Geislingen mit dem regulären Bahn- und Busverkehr keine Alternative.

Die Citybus-Linie 902 vom Göppinger ZOB/ Bahnhof zum Alb-Fils-Klinikum, so bestätigte Kreisverkehrsplaner Jörg-Michael Wienecke, sei bereits jetzt an der Kapazitätsgrenze. Besonders für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste aus Geislingen und Umgebung ergeben sich damit auch auf dem letzten Stück zum Alb-Fils-Klinikum Probleme.

Für Diskussionen könnte auch die Äußerung von Landrat Möller (CDU) sorgen, dass der Landkreis Göppingen gegenüber der Raumschaft Geislingen nie etwas versprochen habe, also auch keine Direktverbindung zum Alb-Fils-Klinikum. Versprechen gebe es nur, wenn der Kreistag als legitime demokratische Vertretung der Kreis-Bevölkerung ein solches ausspreche. Möller wörtlich: „Es gibt kein Versprechen“. Damit wollte der Landrat der Befürchtung entgegentreten, dass die Einwohner aus dem Bereich Geislingen dem Landkreis erneut Wortbruch vorwerfen könnten.

Der Antrag der Kreisverwaltung, Ende 2026 das gesamte Angebot des „VVS-Riders“ zu überprüfen, fand ebenfalls eine Mehrheit. Ob man bei einer negativen Beurteilung wieder zu Rufbussen im Bereich Geislingen zurückkehrt, ist noch nicht entschieden. Die VVS-Planungsabteilung, die bei der Ausschusssitzung das Ende des Shuttles zusammen mit der Kreisverwaltung befürwortete, konnte keinerlei Alternativvorschläge nennen.

Adresse

Sonnenstraße 17
Geislingen An Der Steige
73312

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