09/08/2026
Cocculus – unser Mittel des Monats
Reiseübelkeit kann für die Betroffenen und für die Mitreisenden sehr belastend sein. Aus diesem Grund befassen wir uns in der Ferienzeit mit dem Mittel Cocculus. Es zählt zu den bewährten Mitteln für diese Symptome und gehört daher in jede homöopathische Reiseapotheke.
Cocculus wird aus den Samen von Anamirta cocculus hergestellt. Das ist eine kräftige Schlingpflanze, die auch Scheinmyrte genannt wird und in Asien beheimatet ist. Ihre kugelrunden Samen enthalten das Nervengift Picrotoxin und wurden früher für die Betäubung von Fischen benutzt. Interessant ist, dass Picrotoxin bei der Behandlung von Morbus Meniér eingesetzt wird, denn das homöopathische Cocculus ist mit seinen vielfältigen Schwindelsymptomen auch ein Mittel für diese Krankheit.
Sehr bekannt für die Indikation von Cocculus sind alle Arten von Reiseübelkeit und Seekrankheit. Meistens werden diese Symptome durch den Geruch von Speisen verschlimmert und oft genügt sogar schon der Anblick von Essen, dass die geplagten Reisenden auf einem Schiff dringend an die frische Luft müssen.
Im Bereich des Gemüts weisen besonders Schlafmangel und Sorgen um kranke Personen in Verbindung mit Ku**er und Erschöpfung, auf das Mittel Cocculus hin. Dazu gehören auch eine große Sensibilität und Empfindsamkeit, die sich dann auch in körperlichen Symptomen wie Schwindel, Lähmungen oder Kopfschmerzen ausdrücken können.
Klasse: Dicotyledoneae (Zweikeimblättrige); Unterklasse:Magnoliidae; Ordnung: Ranunculales (Hahnenfußartige); Familie: Menispermaceae (Mohnsamengewächse); Gattung: Anamirta; Art: Anamirta cocculus (Scheinmyrte); Nach Michal Yakir: Spalte 1, Reihe 6, Nach Jan Scholten: 642.16.07: Phase 1, Subphase 6, Stadium 7; Nach Sankaran: Superklasse 1