31/10/2026
Sieht gruseliger aus, als es ist: Plasma zum Anfassen
Pünktlich zu Halloween spukt es in der Glaskugel! Die Geister sind natürlich nur gezeichnet aber die Blitze darin sind echt!
Eine Plasmakugel besteht aus einer großen äußeren Glaskugel, die oft mit Neon und Xenon gefüllt ist und in der ein Unterdruck herrscht. Im Inneren befindet sich außerdem eine mit Stahlwolle gefüllte kleinere Glaskugel. Diese dient als Elektrode mit einer Wechselspannung. Zwischen der äußeren und inneren Kugel entsteht dadurch ein elektrisches Feld. Die Plasmablitze resultieren dann durch freie Elektronen, die in der Kugel auf die Atome von Neon und Xenon stoßen und diese dadurch zum Leuchten anregen. Das sind die meistens lila-roten Lichter, die wir sehen.
Das Erstaunliche: Im Gegensatz zu natürlichen Blitzen lassen sich die Blitze an der Plasmakugel gefahrlos berühren, da die Atome und Ionen eine Temperatur nahe der Raumtemperatur haben. Wenn man die äußere Glaskugel anfasst, wird diese lokal geerdet, der Spannungsunterschied zur inneren Kugel vergrößert sich und es bildet sich ein Blitz zur Hand aus. Dabei fließt der Strom nicht durch den Körper, sondern an der Oberfläche der Haut ab.
Hast du schon mal die Plasmablitze wie von Geisterhand gelenkt? Verrate es uns in den Kommentaren!
Foto: IPP, Dirk Wünderlich, bearbeitet