Bayerischer Cochlea Implantat Verband e.V.

Bayerischer Cochlea Implantat Verband e.V. Der Bayerische Cochlea Implantat Verband e.V. Der Landesverband wurde 1997 gegründet.

(BayCIV) ist eine Vereinigung zur Förderung von Hörgeschädigten, die mit einem CI (Cochlea Implantat) versorgt worden sind oder versorgt werden wollen.

10 Jahre Chor für Andershörende – 10 Jahre Gemeinschaft, Mut und Musikhttps://www.bayciv.de/shgs/mucisWas 2016 als Herze...
14/06/2026

10 Jahre Chor für Andershörende – 10 Jahre Gemeinschaft, Mut und Musik

https://www.bayciv.de/shgs/mucis

Was 2016 als Herzenswunsch einer jungen CI-Trägerin begann, hat sich zu einer festen und lebendigen Gemeinschaft entwickelt. Seit zehn Jahren treffen sich Menschen mit Hörbehinderung, Cochlea-Implantaten und Hörgeräten, um gemeinsam zu singen, zu lachen, zu lernen und einander zu unterstützen.

Das Jubiläum wurde mit einem besonderen musikalischen Tag gefeiert: mit gemeinsamen Liedern, Erinnerungen an die Anfänge, Spielen, Gesprächen, einem bunten Buffet und vielen Momenten, die zeigten, was diesen Chor ausmacht – Zusammenhalt, Lebensfreude und die Begeisterung für Musik.

Ein besonderer Dank gilt Barbara Roberts, Antje Geiger, Regine Zille sowie allen Sängerinnen und Sängern, die den Chor über die vergangenen zehn Jahre geprägt und getragen haben.

Der Jubiläumstag machte eindrucksvoll deutlich: Musik verbindet. Sie schafft Teilhabe, stärkt das Selbstvertrauen und lässt Gemeinschaft entstehen – auch dort, wo das Hören besondere Herausforderungen mit sich bringt.

Auf die nächsten zehn Jahre voller Stimmen, Klänge und gemeinsamer Erinnerungen.



://www.bayciv.de/news/10-jahre-chor-fuer-andershoerende

Drei Tage Auszeit. Drei Tage Gemeinschaft. Drei Tage voller Hörmomente.Beim Hüttenwochenende „Hörimpulse“ am Königssee s...
12/06/2026

Drei Tage Auszeit. Drei Tage Gemeinschaft. Drei Tage voller Hörmomente.

Beim Hüttenwochenende „Hörimpulse“ am Königssee standen nicht nur die beeindruckende Naturkulisse und die gemeinsame Zeit im Mittelpunkt, sondern vor allem das Hören in all seinen Facetten.

Gemeinsam wurde geübt, ausprobiert, gelacht, gekocht, diskutiert und gesungen – und ganz nebenbei wurde nahezu jede Situation zu einem wertvollen Hörtraining.

Ob bei der Schifffahrt nach St. Bartholomä, beim Einsatz moderner Zusatztechnik, bei Übungen zum Richtungshören oder beim Verstehen ohne Mundbild – die Teilnehmenden konnten neue Erfahrungen sammeln, ihre Fähigkeiten stärken und wertvolle Impulse für den Alltag mitnehmen.

Besonders wertvoll war dabei die Gemeinschaft. Der Austausch mit anderen Betroffenen, gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Erleben machten das Wochenende zu etwas ganz Besonderem.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Referentinnen Vroni und Sophie von der Praxis Hanik, die mit Fachwissen, Engagement und viel Herzblut durch diese abwechslungsreichen Tage geführt haben.

Ein Wochenende voller neuer Erkenntnisse, schöner Begegnungen und unvergesslicher Hörmomente, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Hier geht's zum Beitrag:

https://www.bayciv.de/news/huettenwochenende-hoerimpulse

Sprachentwicklung bei Kindern mit Cochlea-ImplantatZwischen Sorge, Hoffnung und vielen kleinen WundernDie Diagnose triff...
11/06/2026

Sprachentwicklung bei Kindern mit Cochlea-Implantat

Zwischen Sorge, Hoffnung und vielen kleinen Wundern

Die Diagnose trifft viele Eltern zunächst mit voller Wucht.
Ein Kind hört nicht oder nicht ausreichend. Plötzlich stehen Begriffe wie Hörverlust, Hörschädigung, Hörgeräteversorgung, Cochlea-Implantat, Frühförderung und Sprachentwicklung im Raum.

Dazu gesellen sich Ängste, Unsicherheiten und unzählige Fragen:
Wird mein Kind sprechen lernen? Wird es Freunde finden? Wird es die Schule schaffen? Wird es ein normales Leben führen können?

Diese Sorgen sind verständlich. Sie sind Ausdruck von Liebe, Fürsorge und dem Wunsch, dem eigenen Kind alle Möglichkeiten dieser Welt zu eröffnen.

Die gute Nachricht vorweg: Viele Kinder mit Cochlea-Implantat entwickeln heute ausgezeichnete sprachliche Fähigkeiten. Dank moderner Technik, früher Diagnostik und gezielter Förderung sind die Chancen besser als jemals zuvor.
Gleichzeitig ist es wichtig, realistische Erwartungen zu haben.

Ein Cochlea-Implantat ist kein Schalter, der das Hören augenblicklich „normal“ macht. Es ist vielmehr der Beginn einer gemeinsamen Reise.
Hören muss gelernt werden
Ein Kind, das mit einem Cochlea-Implantat versorgt wird, erhält Zugang zu akustischen Informationen. Doch das Gehirn muss zunächst lernen, diese neuen Signale zu verarbeiten und zu verstehen.

Man kann sich das vorstellen wie das Erlernen einer völlig neuen Sprache.
Geräusche müssen erkannt, unterschieden und mit Bedeutung verknüpft werden. Aus einzelnen Lauten werden Wörter, aus Wörtern Sätze und schließlich Sprache.
Dieser Prozess benötigt Zeit.
Manche Kinder machen rasche Fortschritte. Andere entwickeln sich langsamer. Beides kann völlig normal sein.

Warum der Zeitpunkt eine wichtige Rolle spielt

Die ersten Lebensjahre gelten als besonders sensible Phase für die Entwicklung des Hörens und der Sprache.

Je früher ein relevanter Hörverlust erkannt und versorgt wird, desto besser können die natürlichen Lernprozesse des Gehirns genutzt werden. Deshalb sind Neugeborenen-Hörscreenings, regelmäßige Kontrollen und eine zeitnahe Versorgung von großer Bedeutung.

Dennoch gilt auch: Jedes Kind bringt seine eigenen Voraussetzungen mit. Alter bei der Versorgung, Ursache des Hörverlusts, zusätzliche Erkrankungen, familiäre Unterstützung und individuelle Entwicklung beeinflussen den Verlauf.
Vergleiche mit anderen Kindern helfen daher selten weiter.

Sprache entsteht nicht nur in der Therapie
Logopädie, Hörfrühförderung und audiologische Betreuung sind wichtige Bausteine.
Der eigentliche Sprachunterricht findet jedoch im Alltag statt.

Beim gemeinsamen Frühstück.
Beim Vorlesen.
Beim Spielen.
Beim Spaziergang.
Beim Singen.
Beim Trösten.

Kinder lernen Sprache durch Beziehung. Sie lernen durch wiederkehrende Erfahrungen, Blickkontakt, Mimik, Gestik und unzählige kleine Gespräche, die sich über den Tag verteilen.

Eltern müssen dabei keine Therapeutinnen oder Therapeuten werden.

Sie dürfen einfach Eltern sein.

Liebevolle Kommunikation, Geduld und gemeinsames Erleben sind oft wertvoller als jede perfekt geplante Übungseinheit.
Jeder Entwicklungsschritt zählt
Manchmal warten Eltern sehnsüchtig auf die ersten Worte.
Dabei geraten die vielen kleinen Erfolge leicht aus dem Blick.
Das erste Reagieren auf den eigenen Namen.

Das Erkennen vertrauter Stimmen.
Das bewusste Lauschen.
Das Nachahmen von Lauten.
Das erste verständliche Wort.
Jeder dieser Schritte ist bedeutsam.
Sprachentwicklung verläuft selten geradlinig. Es gibt Phasen großer Fortschritte und Zeiten, in denen scheinbar wenig passiert.
Oft arbeitet das Gehirn im Hintergrund weiter, bevor der nächste Entwicklungssprung sichtbar wird.

Lautsprache, Gebärdensprache oder beides?

Diese Frage beschäftigt viele Familien.
Die wissenschaftliche Fachwelt betrachtet heute Kommunikation insgesamt als entscheidend. Kinder profitieren davon, wenn sie möglichst früh Zugang zu Sprache und Kommunikation erhalten.

Welche Kommunikationswege dabei genutzt werden, hängt von vielen individuellen Faktoren ab.
Für manche Familien steht die Lautsprache im Vordergrund. Andere nutzen zusätzlich Gebärden oder Gebärdensprache. Wieder andere kombinieren verschiedene Kommunikationsformen.

Entscheidend ist nicht eine ideologische Frage, sondern dass das Kind verstanden wird, sich ausdrücken kann und Zugang zu Sprache erhält.

Was Eltern wissen dürfen
Vielleicht ist dies die wichtigste Botschaft dieses Beitrags:
Sie müssen nicht perfekt sein.
Ihr Kind braucht keine perfekten Eltern.

Es braucht Menschen, die zuhören, begleiten, ermutigen und auch schwierige Tage aushalten.
Es wird Momente geben, in denen Sie Fortschritte feiern.

Und Tage, an denen Sie sich fragen, ob alles ausreichend ist.
Beides gehört dazu.
Die Sprachentwicklung eines Kindes mit Cochlea-Implantat ist kein Wettlauf. Sie ist ein individueller Weg mit vielen Etappen, Umwegen und Überraschungen.

Ein Blick nach vorne

Kinder mit Cochlea-Implantaten besuchen heute Kindergärten, Schulen, Universitäten, erlernen Berufe, gründen Familien und gestalten ihr Leben auf ganz unterschiedliche Weise.

Nicht jedes Kind wird denselben Weg gehen. Nicht jedes Kind wird dieselben Fähigkeiten entwickeln.
Doch jedes Kind besitzt das Potenzial, seinen eigenen Platz in dieser Welt zu finden.

Für Eltern beginnt dieser Weg oft mit Sorge.

Mit der Zeit verwandelt sich diese Sorge jedoch häufig in etwas anderes:
Vertrauen.
Vertrauen in die Fähigkeiten des eigenen Kindes.
Vertrauen in die Entwicklung.
Und Vertrauen darin, dass Sprache weit mehr ist als Worte allein. Sie entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, verstehen und miteinander in Verbindung treten.

BayCIV – Bayerischer Cochlea-Implantat Verband e. V.

Autorin: D.Grosser
Tipp: Anett Tann Ansprechpartnerin der Selbsthilfegruppe Hoerlis

https://www.hoerlis.com/

Seit November 2021 haben wir uns als HÖRlis zusammengeschlossen, um unsere Erfahrungen auszutauschen und um anderen Eltern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, die viele wichtigen Entscheidungen noch vor sich haben.

Natur erleben – Gemeinschaft stärken______________________________(Den ganzen Beitrag findet ihr hier: https://www.bayci...
09/06/2026

Natur erleben – Gemeinschaft stärken
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(Den ganzen Beitrag findet ihr hier: https://www.bayciv.de/news/naturfuehrung-auf-der-fuchsenwiese-bamberg)
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Was haben Benjeshecken, Wildbienen, Biber und Cochlea-Implantate gemeinsam? Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Bei einer spannenden Naturführung auf der Bamberger Fuchsenwiese entdeckten die Mitglieder der SHG OhrRing die faszinierende Vielfalt heimischer Lebensräume.

Von seltenen Wildbienen über innovative Naturschutzprojekte bis hin zu überraschenden Experimenten rund um Boden und Wasser gab es viel zu lernen, zu staunen und zu diskutieren.
Dank einer mitgebrachten induktiven Höranlage konnten die Teilnehmenden die fachkundigen Erläuterungen des Umweltbildungsreferenten nahezu barrierefrei verfolgen – ein schönes Beispiel dafür, wie Teilhabe und Naturerlebnis Hand in Hand gehen können.

Ein gelungener Nachmittag voller neuer Erkenntnisse, lebendiger Begegnungen und gemeinsamer Entdeckungen.
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Sucht ihr Kontakt und genau solche Unternehmungen im Bamberger-Raum? Dann meldet euch bei:
Selbsthilfegruppe OhrRing Bamberg
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Die Erschöpfung, die niemand siehtMentale Belastung und Höranstrengung bei Hörbehinderung„Du siehst aber gar nicht müde ...
08/06/2026

Die Erschöpfung, die niemand sieht

Mentale Belastung und Höranstrengung bei Hörbehinderung

„Du siehst aber gar nicht müde aus.“ oder "wovon bist du denn müde"

Ein Satz, der freundlich gemeint sein mag und dennoch an einer Realität vorbeigeht, die viele Menschen mit Hörbehinderung, Ertaubung oder Cochlea-Implantaten täglich erleben. Denn nicht jede Erschöpfung ist sichtbar. Manche entsteht nicht durch körperliche Arbeit, Schlafmangel oder Stress, sondern durch etwas, das für die meisten Menschen selbstverständlich erscheint: das Zuhören.

Hören ist weit mehr als die Wahrnehmung von Geräuschen. Es handelt sich um einen hochkomplexen neurokognitiven Prozess, bei dem das Gehirn fortlaufend akustische Informationen analysiert, filtert, priorisiert und mit vorhandenem Wissen verknüpft. Unter günstigen Bedingungen geschieht dies weitgehend automatisiert. Liegt jedoch eine Hörbeeinträchtigung vor, verändert sich dieser Prozess grundlegend.

Wenn Verstehen Arbeit wird

Menschen mit Hörverlust hören häufig nicht einfach „weniger“. Vielmehr gelangen unvollständige, verzerrte oder schwer zu differenzierende Informationen ins Gehirn. Dieses versucht, die fehlenden Puzzleteile zu ergänzen.

Es analysiert Lippenbewegungen, Mimik, Gestik, Satzkontext, Umgebungsgeräusche und situative Hinweise. Gleichzeitig werden ständig Hypothesen gebildet und überprüft: Was wurde gesagt? Passt das zum Gesprächsverlauf? Habe ich das richtig verstanden?

Dieser zusätzliche Verarbeitungsaufwand wird in der Fachliteratur häufig als Listening Effort bezeichnet – also Höranstrengung.

Je schwieriger die Hörsituation, desto höher die erforderliche kognitive Leistung.

Während andere Menschen einem Gespräch beiläufig folgen können, arbeiten Betroffene oftmals mit einem erheblichen Mehraufwand, der nach außen kaum erkennbar ist.

Listening Fatigue – wenn das Gehirn erschöpft

Aus dieser dauerhaften Höranstrengung kann sich eine Form der mentalen Erschöpfung entwickeln, die international als Listening Fatigue beschrieben wird.

Dabei handelt es sich nicht um mangelnde Motivation oder fehlendes Interesse am sozialen Leben. Vielmehr sind Aufmerksamkeit, Konzentration und kognitive Ressourcen nach Stunden intensiver Hörarbeit zunehmend erschöpft.

Viele Betroffene berichten über:

- rasche geistige Ermüdung,
- Konzentrationsprobleme,
- verlangsamte Informationsverarbeitung,
- erhöhte Reizempfindlichkeit,
- sozialen Rückzug,
- das Bedürfnis nach Ruhephasen,
- sowie das Gefühl, „einfach nicht mehr aufnehmen zu können“.

Besonders ausgeprägt kann diese Belastung in geräuschvollen Umgebungen sein – etwa in Restaurants, Großraumbüros, Besprechungen, Wartezimmern oder Familienfeiern.

Dort konkurrieren zahlreiche Schallquellen miteinander, während das Gehirn gleichzeitig versucht, die relevanten Sprachinformationen herauszufiltern.

Warum moderne Technik nicht alle Probleme löst

Hörgeräte und Cochlea-Implantate ermöglichen heute eine beeindruckende Teilhabe. Sie verbessern das Sprachverstehen, unterstützen die Kommunikation und eröffnen vielen Menschen neue Möglichkeiten.

Dennoch ersetzen sie kein biologisch intaktes Gehör.

Insbesondere in komplexen Hörsituationen bleibt häufig ein erhöhter Verarbeitungsaufwand bestehen. Moderne Technik kann unterstützen, kompensieren und erleichtern – sie kann jedoch die neurokognitive Mehrarbeit nicht vollständig eliminieren.

Deshalb berichten auch hervorragend versorgte Menschen oftmals von Situationen, in denen sie trotz guter Hörergebnisse erschöpft nach Hause kommen.

Das ist kein Widerspruch.

Es ist eine Folge der kontinuierlichen Anpassungs- und Verarbeitungsleistung des Gehirns.

Rückzug ist keine Schwäche

Ein Aspekt wird gesellschaftlich noch immer unterschätzt: der bewusste Rückzug.

Wer eine Einladung absagt, eine Pause benötigt oder eine Veranstaltung früher verlässt, wird gelegentlich als unsozial, empfindlich oder wenig belastbar wahrgenommen.

Tatsächlich kann ein solcher Rückzug jedoch eine sinnvolle Form der Selbstfürsorge darstellen.

Pausen reduzieren die sensorische Belastung. Sie ermöglichen dem Gehirn, Ressourcen zu regenerieren und Reize zu verarbeiten. Gerade Menschen mit Hörbehinderung entwickeln häufig individuelle Strategien, um ihre Energie gezielt einzuteilen.

Dazu gehören beispielsweise ruhigere Sitzplätze, technische Hilfsmittel, bewusste Erholungsphasen oder die Entscheidung, nicht an jeder Situation teilnehmen zu müssen.

Dies ist kein Ausdruck von Schwäche.

Es ist ein Ausdruck von Selbstkenntnis und verantwortungsvollem Umgang mit den eigenen Ressourcen.

Strategien zur Entlastung

Die Forschung zeigt, dass verschiedene Maßnahmen dazu beitragen können, Höranstrengung und mentale Ermüdung zu reduzieren:

- optimierte Hörversorgung,
- Nutzung von Zusatztechnik,
- günstige Raumakustik,
- Reduktion von Störgeräuschen,
- regelmäßige Pausen,
- ausreichender Schlaf,
- Stressreduktion,
- offene Kommunikation über individuelle Bedürfnisse.

Ebenso bedeutsam ist das gesellschaftliche Verständnis für die unsichtbaren Belastungen einer Hörbehinderung.

Nicht jede Anstrengung ist sichtbar.

Nicht jede Erschöpfung lässt sich an einem Gesichtsausdruck erkennen.

Und nicht jede Pause ist ein Zeichen von Schwäche.

Die Erschöpfung, die niemand sieht

Mentale Hörerschöpfung bewegt sich häufig im Verborgenen. Sie hinterlässt keine Verbände, keine Krücken und meist keine offensichtlichen Spuren.

Dennoch beeinflusst sie den Alltag vieler Menschen erheblich.

Wer Hörverlust, Schwerhörigkeit, Ertaubung oder eine Versorgung mit Cochlea-Implantaten ausschließlich über Audiogramme und Sprachtestergebnisse betrachtet, übersieht einen wesentlichen Teil der Realität.

Denn Teilhabe bedeutet nicht nur, ob Sprache verstanden wird.

Teilhabe bedeutet auch, wie viel Energie dafür aufgewendet werden muss.

Und genau deshalb verdient die Erschöpfung, die niemand sieht, mehr Aufmerksamkeit – in der Medizin, in der Gesellschaft und im täglichen Miteinander.

Euer BayCIV Team

Text: Diana Grosser
Foto: Diana Grosser

Einseitige Taubheit – eine unsichtbare HerausforderungWer auf einem Ohr vollständig taub ist, hört nicht einfach „nur et...
03/06/2026

Einseitige Taubheit – eine unsichtbare Herausforderung

Wer auf einem Ohr vollständig taub ist, hört nicht einfach „nur etwas schlechter“. Die Auswirkungen reichen weit über die Hörbarkeit von Geräuschen hinaus und beeinflussen Sicherheit, Orientierung und soziale Teilhabe im Alltag.

Eine der größten Herausforderungen ist das fehlende Richtungshören. Geräusche und Stimmen können oft nicht zuverlässig lokalisiert werden. Woher kommt das Martinshorn? Von welcher Seite nähert sich ein Fahrrad? Wer hat gerade gesprochen? Was für viele selbstverständlich ist, wird für Menschen mit einseitiger Taubheit zur täglichen Herausforderung.

Hinzu kommen erhebliche Belastungen in Gesprächen. Besonders in geräuschvollen Umgebungen wie Restaurants, Wartezimmern, Besprechungen oder Familienfeiern wird das Verstehen deutlich erschwert. Viele Betroffene müssen sich permanent konzentrieren, Inhalte ergänzen und akustische Informationen mühsam verarbeiten. Dies kann zu schneller Erschöpfung und sozialem Rückzug führen.

Auch Sicherheitsaspekte spielen eine wichtige Rolle. Im Straßenverkehr, bei der Arbeit oder in Alltagssituationen können fehlende akustische Orientierung und eingeschränkte Wahrnehmung Risiken erhöhen.

Moderne Hörlösungen, darunter Cochlea-Implantate bei entsprechender Indikation, können dazu beitragen, verloren gegangene Funktionen teilweise wiederherzustellen. Eine bilaterale Versorgung ermöglicht vielen Betroffenen eine verbesserte räumliche Wahrnehmung, mehr Sicherheit und eine höhere Lebensqualität.

Einseitige Taubheit ist häufig unsichtbar. Umso wichtiger sind Aufklärung, Verständnis und eine bedarfsgerechte Versorgung.

Wir alle setzen uns dafür ein, die Herausforderungen hörgeschädigter Menschen sichtbar zu machen und Wege zu mehr Teilhabe aufzuzeigen.

Denken Sie über ein Cochlea-Implantat nach?Welche Fragen sollten Sie vor einer möglichen CI-Versorgung stellen? Was möch...
29/05/2026

Denken Sie über ein Cochlea-Implantat nach?

Welche Fragen sollten Sie vor einer möglichen CI-Versorgung stellen? Was möchten Sie über die Operation, die Rehabilitation oder technische Zusatzhilfen wissen?

Genau dabei unterstützt die neue CI-Fragenliste (Question Prompt List – QPL), die ab sofort kostenlos auf der BayCIV-Website zum Download bereitsteht.

Die Orientierungshilfe wurde von der internationalen CI-Gemeinschaft gemeinsam mit Fachleuten entwickelt. Sie bündelt die 20 wichtigsten Fragen, von denen viele CI-Träger rückblickend sagen: „Ich wünschte, ich hätte sie vor meiner Operation gestellt.“

✔ Fragen zu CI-Systemen und Operation
✔ Fragen zu Rehabilitation und Hörtraining
✔ Fragen zu Unterstützung, Selbsthilfe und Zubehör

Gut informiert in die Beratung zu gehen, schafft Sicherheit und erleichtert wichtige Entscheidungen.

Den kostenlosen Download finden Sie auf unserer Website.

https://www.bayciv.de/news/die-20-wichtigsten-fragen-vor-einer-cochlea-implantat-versorgung

29/05/2026

Dr.Monika Lehnhardt-Goriany zusammen mit Kelly Mattstedt (CIC MV Ernst Lehnhardt) und Dr.Yvonne Seebens (CIC Rhein-Main) mit dem Preis von ACIR!

Cochlear Implant Centrum Rhein-Main
Monika Lehnhardt-Goriany Monika Lehnhardt

Heute ist Tag des Ehrenamtes.Wir möchten diesen Tag nutzen, um von Herzen Danke zu sagen: an all unsere Selbsthilfegrupp...
24/05/2026

Heute ist Tag des Ehrenamtes.

Wir möchten diesen Tag nutzen, um von Herzen Danke zu sagen: an all unsere Selbsthilfegruppen, Mitarbeitenden und engagierten Menschen, die unsere Arbeit in Bayern mit so viel Zeit, Kraft, Verlässlichkeit und Menschlichkeit unterstützen.

Jede und jeder Einzelne von euch ist Teil eines großen Ganzen. Ihr seid nicht nur ein „Zahnrad“ im gesellschaftlichen Gefüge, sondern oft genau jene stille, tragende Kraft, die Gemeinschaft erst möglich macht.

Ohne euer Engagement, eure Ausdauer und eure Bereitschaft, füreinander einzustehen, würde vieles nicht so selbstverständlich funktionieren, wie es oft erscheint.

Dafür sagen wir heute mit großer Wertschätzung:

Danke. Für eure Zeit. Für euren Einsatz. Für euer Herz.

21/05/2026

Adresse

Arberweg 28
Garching
85748

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